Month: May 2009

Wenn ihr uns stecht, bluten wir dann nicht?

Wenn ihr uns stecht, bluten wir dann nicht?

Wenn ihr uns stecht, bluten wir nicht?
Wenn ihr uns kitzelt, lachen wir nicht?
Wenn ihr uns vergiftet, sterben wir nicht?
Und wenn ihr uns beleidigt, sollen wir uns nicht rächen?

– William Shakespeare, Der Kaufmann von Venedig

Und ich hatte doch tatsächlich gehofft, die alten und unrealistischen Zeiten sind vorbei. Die Zeiten, in denen ein ganzer Revolver auf einen Menschen geleert wird und wenn man sich dann über ihn beugt, ist nicht einmal das T-Shirt kaputt.

Natürlich muss man es mit dem Blut auch nicht übertreiben, nicht jeder Film muss wie eine Kill Bill-Metzelorgie aussehen.

ABER: Wenn Wolverine seine drei mit Adamantium überzogenen Krallen seinem Gegenüber in den Brustkorb rammt, dann sollten die hinterher nicht so aussehen, als kämen sie frisch poliert aus dem Besteckkasten. Man kann nicht einerseits einen Film machen, in dem zum Teil brutale Gewalt angewendet wird, dann aber bei den Konsequenzen dieser Gewalt kneifen und entweder wegschneiden, dass man aus Einschusslöchern blutet (Stirb Langsam 4.0) oder eben besagte Schneidwerkzeuge völlig blank lassen (X-Men Origins: Wolverine). Man könnte glatt den Eindruck gewinnen, dass Pistolen und Schwerter letztendlich doch gar nicht so schlimm sind, wenn man sich PG-13 oder FSK-12-Filme anguckt.

Ironischerweise sah man im neuesten Star Trek-Film sehr wohl das grüne romulanische Blut an Sulus ausklappbaren Katana – oder ist das etwa durchgegangen, weil das Blut grün und nicht rot war?

Buffy: Season 2

Buffy: Season 2

English Version | Season 1 | Season 3: Disc 1

Disc 1

Im Banne des Bösen
(When She Was Bad)

Inhalt: Die Sommerferien sind fast vorbei und Buffy ist von L.A. zurückgekehrt. Aber sie scheint sich verändert zu haben. Sie ist sehr verschlossen und stößt fast alle vor den Kopf. Und es kommt schlimmer: Der Anointed One will den Master von den richtig Toten zurückholen. Und dafür braucht er die Leute, die ihm nahe standen, als er starb.

Meine Meinung: Dieses Verhalten wird sich zur Gewohnheit entwickeln. Jedes Mal, wenn Buffy etwas Schockierendes oder Traumatisierendes passiert, wird sie versuchen, sich einzuigeln und die Welt von sich abzuschotten. Sie wird es am Anfang der dritten Staffel wieder tun und auch während der sechsten Staffel. Das mag zwar keine gute Charaktereigenschaft sein, aber es ist definitiv eine, die den Charakter ausmacht. Genauso wie die, dass sie das richtige tun wird, wenn es drauf ankommt.
Die Folge war auch ein Omen für die Staffel. Als sie behauptet, dass Angel drüber nachgedacht hätte, gegen sie zu kämpfen und dass er es doch versuchen solle. Als Snyder sagt, dass er sie liebend gern rauswerfen würde. Als sie von der Bibliothek weggelockt wurde, obwohl das der Ort war, wo sie am meisten gebraucht wurde.
Ich denke, dass es ein guter Staffelstart war.

Operation Cordelia
(Some Assembly Required)

Inhalt: Während ihrer Patrouille in einem von Sunnydales Friedhöfen entdeckt sie ein leeres Grab, welches nicht leer sein sollte. Aber es handelt sich nicht um einen weiteren Vampir, der wieder aufgestiegen ist. Die Leiche ist einfach weg. Also ist es entweder das Werk von fleischfressenden Dämonen oder einer Gruppe, die eine Zombiearmee aufstellen will. Aber als Cordelia eine Menge von Leichenteilen in einem Müllcontainer findet, können sie beide Theorien vergessen. Aber wer benötigt nur einige Teile von mehreren jungen Frauen?

Meine Meinung: Ich hab diese frankenstein-igen Geschichten nie so sehr gemocht, weder hier, noch in der vierten Staffel. Aber wieder einmal hat mir gefallen, dass die Aufteilung in gut und böse nicht scharf getrennt war, dass unser Dr. Frankenstein in der Form von Chris nicht so weit gegangen ist, jemanden umzubringen, nur um eine Braut für seinen Bruder zu bauen. Aber ich habe nicht verstanden, was sich der andere Typ von der Sache versprochen hat. Warum hat er überhaupt geholfen und warum hätte er Cordelia umgebracht? Ich hab sein Motiv nicht verstanden, warum er das tat, was er tat.

Elternabend mit Hindernissen
(School Hard)

Inhalt: Buffy und eine andere “Rebellin” sind dazu verdammt worden, den alljährlichen Lehrer-Eltern-Abend zu veranstalten. Und Buffy muss ihre Mutter weit weg von Direktor Snyder halten. Und ein besonderer Vampir-Feiertag steht bevor. Und der Vampir Spike ist in die Stadt zu kommen, um etwas Spaß zu haben. Und er wird Buffy am Saint-Wasauchimmer-Tag töten. Glücklicherweise fallen diese beiden Ereignisse nicht auf denselben Tag…

Meine Meinung: …Unglücklicherweise ist Spike nicht gerade sehr geduldig. 😉 Ich fand es großartig, wie er im Handumdrehen die ganzen Vampirrituale und meine Vorurteile gegen sie entrümpelt hat. James Marsters hat mal gesagt, dass er Spike “mit etwas mehr Seele als eigentlich erlaubt” gespielt hat. Ich kannte ihn von Smallville und er war einer der Gründe, warum ich Buffy eine Chance gegeben habe und ich konnte es nicht abwarten, ihn hier endlich zu sehen. Er wird sich zu einem der interessantesten Charaktere der Serie entwickeln, auch wenn er gerade den ersten Kampf gegen den Slayer verloren hat.
Aber sie haben auch zwei Aussagen getätigt, die sie später “korrigieren” werden: Giles hat gesagt, das er noch nicht mal 200 wäre. Ich würde annehmen, dass “noch nicht mal 200” irgendwas im Bereich von 190 oder 180 bedeutet. Später machen sie ihn gerade mal 150 Jahre alt (geboren um 1850 herum). Spike sagt auch, dass Angel “sein Sire, sein Yoda” wäre. Aber wie es sich später herausstellen wird, wurde Spike von Drusilla gesiret, die wiederum von Angel gesiret wurde. Aber vielleicht meinte Spike es auch im übertragenen Sinne. Angel ist immerhin sein Groß-Sire und Yoda war Lukes zweiter Lehrer, nach Obi-Wan.

Das Geheimnis der Mumie
(Inca Mummy Girl)

Inhalt: Während eines Besuches des örtlichen Museums versucht einer der Schüler, das Siegel einer Mumie zu stehlen und zerstört es aus Versehen. Die junge, weibliche Inka-Mumie erwacht wieder zum Leben, tötet den Schüler und verschwindet. Kurz darauf nimmt sie den Platz eines Austauschschülers ein (den sie auch getötet hat) und zieht bei Buffy für die nächsten zwei Wochen ein. Und natürlich verliebt sich Xander in dem Moment in sie, wo er sie sieht. Aber dann gibt es noch diesen mysteriösen Messer-Typen, der mit der Mumie in Verbindung zu stehen scheint und die Todeszahlen steigen an. Die Gang muss herausfinden, was vor sich geht.

Meine Meinung: Ich muss sagen, dass ich diese Folge mochte. Wie die meisten Kreaturen versuchte auch diese junge Frau nur, ihr eigenes Überleben zu sichern. Aber am Ende konnte sie aber doch nicht die Person töten, in die sie sich verliebt hatte. Auch der Vergleich zwischen ihr und Buffy hat mir gefallen: Der Chosen One zu sein und nichts dagegen tun zu können. Und im Gegensatz zu Die Gottesanbeterin konnte Xander Xander sein, ohne von außen beeinflusst zu werden.
In dieser Folge haben wir auch Oz und Jonathan zum ersten Mal gesehen, aber ich glaube man nimmt Jonathan nur wahr, wenn man ihn bereits kennt – ironischerweise ist das genau das, worum es bei diesem Charakter geht.

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V (2009)

V (2009)

Mit
Elizabteh Mitchell (Lost)
Morena Baccarin (Stargate SG-1, Firefly)
Laura Vandervoort (Smallville)
Joel Gretsch (The 4400)

Ich werd im Herbst bestimmt einschalten, da mir schon die alte Serie gut gefallen hat.

Neue Serien ab Herbst 2009 im US-TV

Neue Serien ab Herbst 2009 im US-TV

Hier mal die Listen der Sender:

ABC 2009: Das sind die neuen Serien
ABC 2009: Fotos der neuen Serien
V: Die Promos der neuen Sci-Fi-Serie bei ABC

CBS 2009: Das sind die neuen Serien – Serien – Serienjunkies
CBS 2009: Fotos der neuen Serien – Business – Serienjunkies

FOX: Das sind die neuen Serien
FOX 2009: Fotos zu den neuen Serien
FOX 2009: Videos zu den neuen Serien

NBC: Das sind die neuen TV-Serien
NBC: Fotos zu den neuen Serien

The CW: Hübsche Mädchen, Vampire und ein Veteran Reboot – Serien – Serienjunkies

Doomsday für Smallville

Doomsday für Smallville

So, ich habe gerade 8×22 Doomsday geguckt. (Achtung Spoiler!)

Mannomann, was für eine Verschwendung. Clark hatte schon bessere Kämpfe gegen einen zufälligen Freak-of-the-Week in der ersten Staffel! Das war alles? Die ultimative Waffe? Der einzige, der Superman je in den Comics umbringen konnte? Ich bin ja so dermaßen enttäuscht.

Und die anderen Dinge waren auch furchtbar. Wo ist Lois hin verschwunden? Die Vergangenheit? Die Zukunft? Sie kann nirgendwo hin, wo sie etwas über Clarks wahre Natur herausfinden könnte, wenn sie diesen Teil der Mythologie nicht auch noch kaputt machen wollen.

Und Jimmy ist tot?!? Erstes WTF! Und dann hat “Henry James Olson” einen jüngeren Bruder, der zufällig auf der Beerdigung eine Fliege trägt und Jimmys Kamera bekommt? Zweites WTF!

Und am Ende will Clark (mal wieder) seine menschliche Seite loswerden, weil er sich die Schuld dafür gibt, was all den Leuten zugestoßen ist? Zweites Staffelfinale déjà vu irgendjemand?

Das war so für den Eimer…

Im Prinzip bestärkt das nur meinen Meinung, die ich hier geäußert hatte:
Smallville entwickelt sich nirgendwohin.

Scott me up, Beamie!

Scott me up, Beamie!

So, komme gerade aus dem Kino (mit 12 Kumpels und Kumpelinen) und kann’s nur so sagen: Ich hab mich prächtig amüsiert.

Ich bin in den Film mit genau der Erwartungshaltung rein gegangen, die meines Erachtens nach Vorraussetzung war: Eine Neuinterpretation von Star Trek TOS. Die Zeitreise war die Brücke zur alten Star Trek Welt, aber es war eine metaphorische Brücke, keine kanonische.

So empfand ich es dann auch nicht als konstruiert, dass die Crew so zusammenkam, wie sie zusammenkam. Dass es die gleichen Leute waren, wie im Original-TOS, das war eben Schicksal – das gleiche Schicksal, welches auch immer die gleichen Charaktere im Spiegeluniversum zusammenführt, sei es nun in TOS, DS9 oder ENT. Hätten wir vor diesem Film nie etwas von TOS gesehen (sei es die Serie oder die Filme), so würde es niemandem spanisch vorkommen, dass am Ende genau diese Leute auf ihren Stühlen sitzen.

Auch großartige Logiklöcher konnte ich jetzt nicht finden – ich habe nicht danach gesucht, aber mir sind jetzt auch keine wirklich ins Auge gesprungen.

Womit sie es teilweise etwas übertrieben haben, war mit der Albernheit der Charaktere. Da gab es dann doch diverse Szenen, die so nicht sein gemusst hätten, da glitten sie dann ins comichafte ab. Da viele dieser Szenen aber sprachlich albern waren, werde ich mir demnächst den Film noch mal im O-Ton angucken und sehen, wie viel davon mal wieder der deutschen Synchro zu “verdanken” ist, die ja schon TOS unbedingt auf lustig trimmen wollte. Von der Crew her war es aber einzig Chekov, den ich zu übertrieben fand, er wirkte wie eine schlechte Imitation von Mittermeiers Chekov-Imitation.

Bild- und tontechnisch war ich vom Kino mal wieder etwas enttäuscht. Wir hatten ständig Streifen im Bild, die entweder in schwarz oder in grün über dem Bild hängen, sowie diverse extrem schlechte Übergänge von einer Filmrolle zur nächsten, inklusive Tonaussetzern. Auch beim Ton fehlten mal wieder eindeutig die Bässe, wenn sie hätten da sein sollen. Da kann man sich ja gleich eine schlechte Internetkopie angucken.

Summa summarum: Der Film ist definitiv anders als alle anderen Trek-Filme vor ihm und das wollte er ja auch sein. Er verbindet die Leichtigkeit von Zurück in die Gegenwart mit der Action von Der erste Kontakt und die Charaktere sind im großen und ganzen sympathisch. Auch die Optik inklusive des “Brauerei-Maschinenraums” hat mir gut gefallen.

O-Ton-Vorführung, ich komme!