Das Doena Journal | Tagebuch eines TV-Junkies

KAT | Kino


(Originaltitel: Unknown)

Darsteller:
Liam Neeson
January Jones (Mad Men)
Bruno Ganz (Der Untergang)
Diane Kruger (Inglourious Basterds)
Frank Langella (Masters of the Universe, Dave)

Handlung:
Dr. Martin Harris (Neeson) und seine Frau (Jones) kommen in Berlin an, um an einer Bio-Tech-Konferenz teilzunehmen. Allerdings muss er zum Flughafen zurückkehren, weil er dort einen Aktenkoffer vergessen hat und sein Taxi hat einen Unfall. Als er vier Tage später im Krankenhaus aufwacht, ist er nicht mehr Dr. Harris. Jemand anders ist Dr. Harris und sogar seine Frau erkennt ihn nicht mehr. Was zum Geier geht hier vor?

Meine Meinung:
Ich habe mir den Film gestern im Kino angesehen. Ich mochte, dass der ganze Film in meiner Heimatstadt Berlin spielte (und nicht einfach nur in einem kanadischen Pseudo-Berlin ;) ). Was ich lustig fand, war, dass die einzige Person, die in der Synchro mit Akzent sprach, Gina (Kruger) war – eine deutsche Schauspielerin. ;)

Als ich zum ersten Mal den Charakter sah, der von Bruno Ganz (ich habe nie Der Untergang gesehen und habe ihn nicht erkannt) habe ich gleich gesagt “ich wette, der war bei der Stasi” und ich habe gleich Recht bekommen. Was mir auch gefallen hat, war dass er darlegte, dass der ganze Plot nicht viel Sinn ergab – bis zur Auflösung.

Die Deutschen waren manchmal ein bisschen “zu deutsch”, zum Beispiel, als Dr. Harris sich ausweisen musste, nur um in den Konferenzraum zu kommen und das, obwohl er auf der Gästeliste stand. Das Gleiche bei dem billigen Hotel, nur um ihn davon abzuhalten, eine Bleibe für die Nacht zu finden. Und die Schwester: “Gretchen Erfurt”. Ernsthaft?

Als ich zum ersten Mal Langella gesehen habe, wusste ich ebenfalls sofort, dass er der Böse sein würde. Mit Ausnahme von Superman Returns (Perry White) kann ich mich nicht dran erinnern, wann er nicht der Bösewicht war (Er war Skeletor UND Nixon!!!).

Die Handlungsauflösung hatte ihre Höhen und Tiefen, zum Beispiel
Spoiler (markieren zum lesen):
haben sie IMHO nicht wirklich erklärt, wie sie wussten, dass diese Pflanzen die Passwörter für die Dateien waren und warum Jones’ Charakter so fixiert war, die Bombe zu entschärfen, dass sie es riskiert hat, in die Luft zu fliegen.

Die anderen größeren Plotholes, die mir aufgefallen sind, waren:
Spoiler (markieren zum lesen):
1) Jones’ Charakter war sehr achtlos bezüglich des Aktenkoffers am Flughafen. Das ergibt vielleicht Sinn für ihren Charakter-im-Charakter, die Frau des Doktors, aber nicht für ihren tatsächlichen Charakter.
2) Neesons Charakter hat den Spiegel mit faktisch vier Fingern eingesetzt und dennoch konnte Jones’ Charakter den nicht mal mit einer Eisenstange kaputt machen.

Ich fand Jones’ Charakter überhaupt eher nutzlos, was ungefähr dem entspricht, was ich auch von ihrem Mad Men-Charakter Betty Draper halte.

Alles in allem war der Film ganz OK und ich werde ihn mir noch mal auf DVD angucken, hauptsächlich, um ihn in Englisch zu gucken und zu sehen, wie sie das ganze Englisch/Deutsch-Gemisch gemacht haben.

BTW: Der Doktor ist Stockinger von Kommisar Rex. ;)

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In letzter Zeit gehe ich ja nicht mehr allzu oft ins Kino, weil ich irgendwie vielen neuen Filmen nichts mehr abgewinnen kann.
Oder ich hole sie mir auf DVD, wenn sie bei Amazon.co.uk für 5 Pfund rausgeworfen werden.

Auch für Horrorfilme im klassischen Sinne hatte ich nie viel übrig.

Das hier werde ich mir aber definitiv angucken, sofern es in einem Kino hier in der Nähe läuft:

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Für mich ist das “Abenteuer” 3D vorerst wieder erledigt. Für mich persönlich fügt es dem Filmerlebnis nichts hinzu oder wertet es irgendwie auf. Im Gegensatz zu richtig eingesetzten Special Effects habe ich nicht das Gefühl, dass es den Film besser macht, nur weil man ab und zu eine Tiefenwahrnehmung hat.

Aber nun zum eigentlichen Film. Ich bin ja nicht naiv. Wenn ich in Filme wie Independence Day, Armageddon oder Transformers gehe, dann weiß ich genau, welches intellektülle Niwo mich erwartet. Ich habe damit kein Problem, so lange ich gut unterhalten werde. Es ist dann halt wie eine Achterbahnfahrt: Am Ende ist man wieder genauso weit wie am Anfang, aber man hatte seinen Spaß dabei.

Aber das muss der Film dann schon machen: Spaß. Und hier hat Kampf der Titanen deutlich versagt. Der selbe Typ, der schon in Avatar den Helden gemimt hat, hat es hier wieder versucht und ist wieder mal an der relativ banalen Aufgabe gescheitert.
Man baut keine Verbindung zu einem einzigen Charakter auf – außer vielleicht Zeus – schon gar nicht dem Hauptcharakter.
Was bleibt also übrig? Schlachten und CGI-Effekte natürlich, dafür sind wir schließlich ins Kino gegangen. Aber auch an der Front: Naja. Gerade einmal 2,5 so halbwegs Kämpfe und die waren mal wieder so hektisch geschnitten, dass man eh nichts erkannt hat und gleichzeitig waren sie auch irgendwie völlig unspektakulär. Da kommt ein riesiger Kraken aus dem Wasser und droht eine ganze Stadt zu zerstören? Fühlte sich beim besten Willen nicht so an. Auch hatte ich das Gefühl, dass beim Kampf gegen die Skorpione irgendwas nicht stimmte. Irgendwie waren mehr Kämpfer involviert, als die Gruppe überhaupt Köpfe hatte und trotz der Verluste schien hinterher gar keiner zu fehlen.
Irgendwie riss das alles nicht mit.

Ihr kennt doch die Szene, in der William Wallace/Aragorn/President Mitchell die Truppen vor sich versammelt und eine Rede hält, um die Truppen ein letztes Mal dazu zu motivieren, gegen die Dunkelheit anzutreten und die letzte Bastion gegen den Untergang zu sein. Hat Perseus auch versucht. Kann mich nicht mal annähernd daran erinnern, worum es in seiner Rede ging…

PS: Und das schlimmste war noch: Man hatte zwei Drittel der Zeit nicht mal das Gefühl, einen 3D-Film zu gucken, sondern einfach nur 2D mit einer Sonnenbrille auf der Nase. Lediglich bei einigen Panoramashots war mal so was wie Tiefe zu erkennen. Aber dafür muss man plötzlich 3€ mehr bezahlen, weil nicht mal die 2D-Variante angeboten wird!

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Das letzte Mal, dass ich so einen grottenschlechten Film im Kino gesehen habe, war Beowulf. Und selbst dann hatte ich nicht so viele Facepalms wie dieses Mal.

Faktisch alles an dem Film war miserabel: Das Script selber, die Dialoge und manchmal sogar die Special Effects. Was sagt es über einen Film aus, wenn eine TV-Produktion wie Xena einen besseren Job abliefert, wenn es um die Darstellung eines Riesen geht, der zu einer normalen Person spricht? Nicht ein Mal haben sie die Sichtlinie richtig hinbekommen, der Riese sprach immer irgendwie zur Schulter oder jemandem (der nicht da war) hinter der tatsächlichen Person.

Die Dialoge! “Ich gehe zum Hades” – “Weißt du, wo der ist?” – “Oh, du hast recht, daran habe ich gar nicht gedacht!”
“Dein Vater hat dieses Haus für dich gebaut.” (non-Dialog: “Bis vor einer Stunde war es zwar nie vorgesehen, dass du je hierher kommen würdest, aber dem Zuschauer wird das schon nicht auffallen…”).
“Der Gestank deines Stiefvaters verdeckte deinen eigenen Geruch vor den Göttern.”
*schauder*

Und lasst mich gar nicht erst anfangen mit dem ganzen Trainingscamp und dem Capture-the-Flag-Spiel…

Als sie in Vegas waren, haben sie einige Lotusblüten gegessen, die eine narkotisierende Wirkung auf sie hatten – Ich glaube, dass ist das Einzige, was mir ein zweites Mal durch diesen Film helfen würde. Das, oder Unmengen an Alkohol.

Sogar der Abspannwitz war vorhersehbar und unglaublich lahm.

Die Synchro war auch sehr abgründig, aber ich glaube nicht, dass sie den Film schlimmer gemacht hat, als er sowieso schon war.

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Feb/10

3

Avatar


So gestern Abend war ich in Avatar. Ich glaube nicht, dass ihr davon gehört habt, es ist ein kleiner Small-Budget Indie-Film, der nur in Arthouse-Kinos läuft. Oder so ähnlich.

Sorry, ich bin nicht übermäßig beeindruckt. Sicher, das 3D-Zeug sieht hervorragend aus – ungefähr 15 – 20 Minuten lang. Dann hat man sich dran gewöhnt und es kann einen nicht mehr von der Geschichte ablenken. Und die Geschichte kann man in drei Teile zerlegen: es ist entweder langweilig, pathetisch oder käsig – und nicht auf eine gute Weise.

Ich hatte eine ganze Reihe von *ächz*-Momenten, insbesondere in Richtung Ende. Als er zum Beispiel versucht hat, eine Rede zu halten (und ich liebe Reden!), die eine Mischung aus Braveheart (Vereint die Clans!) und Independence Day (Morgen feiern wir unseren Independence Day! [oder sowas in der Richtung]). Oder als der böse Typ ein Messer aus seinem Mech-Anzug zeiht(!!!) und dann der gute Typ sagt: “I hoped you’d say that” – Stallone at his best! – Aber halt, gar kein Stallone im Film!! Und als sie ihn in ihren Armen hielt habe ich drauf gewartet, dass er sagt: *Darth Vader-Röcheln* “Nur einmal möchte ich dich mit meinen eigenen Augen sehen.” (hat er nicht, hätte er aber genauso gut tun können).

Als ich den Chefkriegerindianer Na’vi gesehen habe, musste ich instinktiv an einen Mohawk Native American denken, ich konnte es nicht verhindern.

Auf der technischen Seite: Wie ich schon gesagt habe, sie sehen großartig aus, mit Ausnahme eines Effekts: Wenn eine reale Person ungefähr ein Viertel “tief” im Bild drin war, hatte ich immer das Gefühl, dass die Proportionen nicht stimmen, sie sahen alle zu dünn aus. Es war OK, wenn sie ganz vorne standen oder im Hintergrund, aber in diesem Abschnitt sahen sie einfach nicht richtig aus.
Am Anfang hatte ich auch das Gefühl, als ob die Personen zu klein im Vergleich zu ihrer Umgebung sind. Ich rede nicht über die Na’vi, mir ist das aufgefallen, lange bevor ich den ersten Na’vi gesehen habe, ich rede von echten Personen die neben ihren eigenen Forschungsgeräten standen. Aber vielleicht sind das auch nur meine Augen.

Ich kann einfach nur nicht verstehen, warum jemand ein paar hundert Millionen Dollar für Special Effects ausgibt, dann aber zu geizig ist, einen anständigen Storywriter zu bezahlen.

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So hab den Film jetzt gesehen. Dafür dass er 150 Minuten lang war, fand ich ihn erstaundlich kurz (sprich: nie langweilig).

Die Handlung ist wieder mal dürre, aber das ist bei Bay eben so. Ansonsten sieht man dem Film an, dass der Regisseur immer noch ein zu groß geratenes Kind geblieben ist, welches ausgiebig und mit viel Spaß mit seinem neuen Spielzeug spielt.

Im Prinzip ist der Film das, was in einem Kinderkopf vor sich geht, wenn dieses im Sandkasten sitzt und zwei LKWs immer wieder gegeneinander rammt.

Nur zu empfehlen, wenn man was fürs Auge haben will und auf Handlung verzichten kann. :)

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So, komme gerade aus dem Kino (mit 12 Kumpels und Kumpelinen) und kann’s nur so sagen: Ich hab mich prächtig amüsiert.

Ich bin in den Film mit genau der Erwartungshaltung rein gegangen, die meines Erachtens nach Vorraussetzung war: Eine Neuinterpretation von Star Trek TOS. Die Zeitreise war die Brücke zur alten Star Trek Welt, aber es war eine metaphorische Brücke, keine kanonische.

So empfand ich es dann auch nicht als konstruiert, dass die Crew so zusammenkam, wie sie zusammenkam. Dass es die gleichen Leute waren, wie im Original-TOS, das war eben Schicksal – das gleiche Schicksal, welches auch immer die gleichen Charaktere im Spiegeluniversum zusammenführt, sei es nun in TOS, DS9 oder ENT. Hätten wir vor diesem Film nie etwas von TOS gesehen (sei es die Serie oder die Filme), so würde es niemandem spanisch vorkommen, dass am Ende genau diese Leute auf ihren Stühlen sitzen.

Auch großartige Logiklöcher konnte ich jetzt nicht finden – ich habe nicht danach gesucht, aber mir sind jetzt auch keine wirklich ins Auge gesprungen.

Womit sie es teilweise etwas übertrieben haben, war mit der Albernheit der Charaktere. Da gab es dann doch diverse Szenen, die so nicht sein gemusst hätten, da glitten sie dann ins comichafte ab. Da viele dieser Szenen aber sprachlich albern waren, werde ich mir demnächst den Film noch mal im O-Ton angucken und sehen, wie viel davon mal wieder der deutschen Synchro zu “verdanken” ist, die ja schon TOS unbedingt auf lustig trimmen wollte. Von der Crew her war es aber einzig Chekov, den ich zu übertrieben fand, er wirkte wie eine schlechte Imitation von Mittermeiers Chekov-Imitation.

Bild- und tontechnisch war ich vom Kino mal wieder etwas enttäuscht. Wir hatten ständig Streifen im Bild, die entweder in schwarz oder in grün über dem Bild hängen, sowie diverse extrem schlechte Übergänge von einer Filmrolle zur nächsten, inklusive Tonaussetzern. Auch beim Ton fehlten mal wieder eindeutig die Bässe, wenn sie hätten da sein sollen. Da kann man sich ja gleich eine schlechte Internetkopie angucken.

Summa summarum: Der Film ist definitiv anders als alle anderen Trek-Filme vor ihm und das wollte er ja auch sein. Er verbindet die Leichtigkeit von Zurück in die Gegenwart mit der Action von Der erste Kontakt und die Charaktere sind im großen und ganzen sympathisch. Auch die Optik inklusive des “Brauerei-Maschinenraums” hat mir gut gefallen.

O-Ton-Vorführung, ich komme!

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Ich hab ihn zwar noch nicht gesehen, dafür jede Menge andere Leute mit Meinungen. Ich werde die Liste dynamisch erweitern, sobald ich einem Review über den Weg laufe.

Erdbeeren mit Curry-Ketchup

Der Star-Trek-Prequel-Film versagt nicht nur im Design, sondern scheitert auch am Geist der SerieStar Trek war die kulturell einflussreichste Fernsehserie des 20. Jahrhunderts – noch vor den Simpsons. Fünf Folgeserien, zehn Kinofilme und eine unzählige Menge an Fan-Fiction taten ihr Übriges dazu, eine der wichtigsten populärkulturellen Mythologien des 20. Jahrhunderts zu verbreiten. Dementsprechend selten gab es bereits im Vorfeld zu einem Film mehr Diskussionen darüber, welche Elemente kanonisch sind und einfließen dürfen und welche nicht. Hinsichtlich der Geschichte der Star-Trek-Figuren gibt es im fertigen Produkt allerdings gar nicht so viel, worüber sich streiten ließe. Stattdessen versündigt sich der Film wider die Ästhetik und den Geist der Serie.

heise Telepolis

Die beste Pyjamaparty im All

Beamer, Phaser, Warp-Geschwindigkeit: Kann man all diese Klassiker des “Star Trek”-Universums noch mal interessant und zeitgemäß machen? Regisseur J. J. Abrams ist es gelungen – seine Kinofassung des Sci-Fi-Mythos ist sexy, spannend, rasant und – Skandal! – verschafft Spock sogar eine Geliebte.

Spiegel Online

Die ganz große Sause im weiten, schwarzen All

Es war eine repräsentative Weltgesellschaft, die sich 1966 auf der Brücke des Raumschiffs Enterprise versammelte, um in die endlosen Weiten des Alls aufzubrechen und in Diensten einer Föderation der guten Planeten immer neue Grenzen gegen den barbarischen Rest da draußen zu ziehen. Ein irisch-cholerischer Kapitän, ein schottisch-cholerischer Techniker, ein Arzt vom Mississippi, ein Japaner und ein Russe am Steuerpult, dazu eine attraktive Afrikanerin für den Funkverkehr und, als Krone der Schöpfung des 23. Jahrhunderts, ein Mann, der zur Hälfte von dem Planeten Vulkan stammte und zur anderen Hälfte von der Erde.

FAZ.NET

State-of-the-art-Zukunftswaffengeballer

Der neue “Star Trek”-Film ist ist weder muffig noch lahm, weder humorlos noch langweilig. Sondern eine Überraschung – und das nach zehn mehr oder minder mauen Kino-Adaptionen der Fernsehserie “Star Trek”.

taz.de

Star Trek: Alles auf Anfang

J.J. Abrams krempelt einen Klassiker völlig um und eine entgeisterte Fangemeinde fragt sich: Darf der das? Ein begeisterter Dominik Ahrens, Drehbuchautor und Gastrezensent für Serienjunkies, meint: Ja!

serienjunkies.de
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Mar/08

5

8 Blickwinkel


(Vantage Point)

IMDb

So, gestern im Kino gewesen.

Worum ging es?

Der US-Präsident ist zu Besuch in Salamanca, Spanien. Dort wird zuerst auf ihn geschossen und dann eine Bombe gezündet. Wir sehen die gleichen Ereignisse aus dem Blickwinkel von 8 verschiedenen Personen, die direkt oder indirekt in die Geschehnisse verwickelt sind.

Ich messe ja oft mit zweierlei Maß. Persönlich glaube ich, dass das die meisten Menschen tun, ob sie es sich nun eingestehen oder nicht.

Wenn mir ein Film gefällt, dann kann ich über (kleinere) Schwächen großzügig hinwegsehen. Wenn er mir nicht gefällt, dann kommen diese Schwächen mit in die Negativ-Wertung.

Spoiler folgen!So ging es mir mit 8 Blickwinkel. Während eines Großteil des Films fühlte ich mich gut unterhalten. Aber ab der Autoverfolgungsjagd und dem Ende wurde der Film schlecht.

1)
Die Charaktere von Dennis Quaid (Dragonheart) und Matthew Fox (Lost) liefern sich eine Verfolgungsjagd in der Innenstadt von Salamanca. Dennis fährt einen Kleinwagen. Dann wird er jedoch mit voller Wucht in die Seite gerammt. Ergebnis: Ein paar Dellen im Auto, er fährt weiter. Dann muss er auf einen Bürgersteig ausweichen und als dieser zu Ende ist, stehen dort zwei eng geparkte Autos, zwischen denen er durchbricht. Ergebnis: Kratzer in der Stoßstange. Dann wird er von einem LKW noch einmal gerammt und in eine Hausecke gedrückt. Ergebnis: Auto vollkommen zerstört, Dennis hat nen Kratzer. Natürlich macht er zu Fuß weiter und als Fox einen eher lächerlichen Unfall baut, wird er blutüberströmt aus dem Auto gezogen und stirbt.

2)
Die Terroristen haben gerade mehrere Menschen erschossen, unzählige Zivilisten in die Luft gejagt und ihr ganzer Plan scheitert, weil der böse Terrorist einem kleinen Mädchen ausweicht, anstatt sie einfach zu überfahren. Und natürlich treffen sich alle Hauptcharaktere genau an der selben Straßenecke, wo dieser Unfall passiert.

Nichts gegen ein Happy End, aber konnte man diesen Plot nicht sinnvoller auflösen, als so platt?

Dann noch die kleinen Fehler, die mich normalerweise nicht stören würde.

3)
Der alte, etwas dickere Forrest Whitaker (Der letzte König von Schottland) rennt mit seiner Kamera hinter den Secret Service-Agenten her und hat fast keine Probleme, dranzubleiben. Hätte das halbwegs glaubhaft wirken sollen, hätten sie Jackie Chan nehmen sollen, der hätte dann auch gleich das Klischee von kameratragenden Japaner (ja ich weiß, JC ist kein Japaner) erfüllt.

4)
Wollen die mir ernsthaft weißmachen, dass ein Teil des Secret Service nicht weiß, dass sie gerade einen Fake-Präsidenten beschützen?

Im Prinzip ging es mir ähnlich wie mit Operation: Kingdom. Auch dort war der Film eigentlich ganz ok, bis einer von Foxx’ Männern entführt wurde und die total bescheuerte Befreiungsaktion anfing.

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Feb/08

21

Cloverfield


Letzte Woche habe ich auch Cloverfield gesehen. Da ich BWP nie gesehen habe, fand ich die Art und Weise, den Film zu zeigen (durch die Handkamera) eigentlich ganz innovativ.

Als Fazit würde ich sagen, er war ganz ok, aber jetzt nicht der Überflieger.

Gestört haben mich zwei Dinge
1a) Bei der Party war es manchmal unlogisch, warum er nun ausgerechnet jetzt die Kamera ausgeschaltet hat
1b) Bei der Flucht war es manchmal unlogisch, warum er sie nun ausgerechnet jetzt nicht ausgeschaltet hat (z.B. hätte ich mich beim kraxeln auf dem Dach beider Hände bedient)

2) Das ist im Prinzip bei jedem Film dieser Art so: Egal wie riesig das Monster ist und egal wie dick seine Haut/Panzerung ist, bei dem, was das Monster an Raketen und Geschützmunition (und ich rede nicht von den lächerlichen MGs) abgekriegt hat, hätten zwangsläufig riesige Fleischfetzen weggesprengt werden müssen und das Monster wär elendig verreckt.

Aber das zweite liegt wohl am Genre, geht ja nicht, dass das Monster nach ner halben Stunde tot ist. ;-)

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