CAT | Kino
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Percy Jackson: Diebe im Olymp
Das letzte Mal, dass ich so einen grottenschlechten Film im Kino gesehen habe, war Beowulf. Und selbst dann hatte ich nicht so viele Facepalms wie dieses Mal.
Faktisch alles an dem Film war miserabel: Das Script selber, die Dialoge und manchmal sogar die Special Effects. Was sagt es über einen Film aus, wenn eine TV-Produktion wie Xena einen besseren Job abliefert, wenn es um die Darstellung eines Riesen geht, der zu einer normalen Person spricht? Nicht ein Mal haben sie die Sichtlinie richtig hinbekommen, der Riese sprach immer irgendwie zur Schulter oder jemandem (der nicht da war) hinter der tatsächlichen Person.
Die Dialoge! “Ich gehe zum Hades” – “Weißt du, wo der ist?” – “Oh, du hast recht, daran habe ich gar nicht gedacht!”
“Dein Vater hat dieses Haus für dich gebaut.” (non-Dialog: “Bis vor einer Stunde war es zwar nie vorgesehen, dass du je hierher kommen würdest, aber dem Zuschauer wird das schon nicht auffallen…”).
“Der Gestank deines Stiefvaters verdeckte deinen eigenen Geruch vor den Göttern.”
*schauder*
Und lasst mich gar nicht erst anfangen mit dem ganzen Trainingscamp und dem Capture-the-Flag-Spiel…
Als sie in Vegas waren, haben sie einige Lotusblüten gegessen, die eine narkotisierende Wirkung auf sie hatten – Ich glaube, dass ist das Einzige, was mir ein zweites Mal durch diesen Film helfen würde. Das, oder Unmengen an Alkohol.
Sogar der Abspannwitz war vorhersehbar und unglaublich lahm.
Die Synchro war auch sehr abgründig, aber ich glaube nicht, dass sie den Film schlimmer gemacht hat, als er sowieso schon war.
Kategorien: Kino
Tags: Beowulf · Percy Jackson · Xena
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3
Avatar
So gestern Abend war ich in Avatar. Ich glaube nicht, dass ihr davon gehört habt, es ist ein kleiner Small-Budget Indie-Film, der nur in Arthouse-Kinos läuft. Oder so ähnlich.
Sorry, ich bin nicht übermäßig beeindruckt. Sicher, das 3D-Zeug sieht hervorragend aus – ungefähr 15 – 20 Minuten lang. Dann hat man sich dran gewöhnt und es kann einen nicht mehr von der Geschichte ablenken. Und die Geschichte kann man in drei Teile zerlegen: es ist entweder langweilig, pathetisch oder käsig – und nicht auf eine gute Weise.
Ich hatte eine ganze Reihe von *ächz*-Momenten, insbesondere in Richtung Ende. Als er zum Beispiel versucht hat, eine Rede zu halten (und ich liebe Reden!), die eine Mischung aus Braveheart (Vereint die Clans!) und Independence Day (Morgen feiern wir unseren Independence Day! [oder sowas in der Richtung]). Oder als der böse Typ ein Messer aus seinem Mech-Anzug zeiht(!!!) und dann der gute Typ sagt: “I hoped you’d say that” – Stallone at his best! – Aber halt, gar kein Stallone im Film!! Und als sie ihn in ihren Armen hielt habe ich drauf gewartet, dass er sagt: *Darth Vader-Röcheln* “Nur einmal möchte ich dich mit meinen eigenen Augen sehen.” (hat er nicht, hätte er aber genauso gut tun können).
Als ich den Chefkriegerindianer Na’vi gesehen habe, musste ich instinktiv an einen Mohawk Native American denken, ich konnte es nicht verhindern.
Auf der technischen Seite: Wie ich schon gesagt habe, sie sehen großartig aus, mit Ausnahme eines Effekts: Wenn eine reale Person ungefähr ein Viertel “tief” im Bild drin war, hatte ich immer das Gefühl, dass die Proportionen nicht stimmen, sie sahen alle zu dünn aus. Es war OK, wenn sie ganz vorne standen oder im Hintergrund, aber in diesem Abschnitt sahen sie einfach nicht richtig aus.
Am Anfang hatte ich auch das Gefühl, als ob die Personen zu klein im Vergleich zu ihrer Umgebung sind. Ich rede nicht über die Na’vi, mir ist das aufgefallen, lange bevor ich den ersten Na’vi gesehen habe, ich rede von echten Personen die neben ihren eigenen Forschungsgeräten standen. Aber vielleicht sind das auch nur meine Augen.
Ich kann einfach nur nicht verstehen, warum jemand ein paar hundert Millionen Dollar für Special Effects ausgibt, dann aber zu geizig ist, einen anständigen Storywriter zu bezahlen.
Kategorien: Kino
Tags: Avatar · Braveheart · Independence Day
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30
Transformers 2: Die Rache
So hab den Film jetzt gesehen. Dafür dass er 150 Minuten lang war, fand ich ihn erstaundlich kurz (sprich: nie langweilig).
Die Handlung ist wieder mal dürre, aber das ist bei Bay eben so. Ansonsten sieht man dem Film an, dass der Regisseur immer noch ein zu groß geratenes Kind geblieben ist, welches ausgiebig und mit viel Spaß mit seinem neuen Spielzeug spielt.
Im Prinzip ist der Film das, was in einem Kinderkopf vor sich geht, wenn dieses im Sandkasten sitzt und zwei LKWs immer wieder gegeneinander rammt.
Nur zu empfehlen, wenn man was fürs Auge haben will und auf Handlung verzichten kann.
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Tags: Transformers
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12
Scott me up, Beamie!
So, komme gerade aus dem Kino (mit 12 Kumpels und Kumpelinen) und kann’s nur so sagen: Ich hab mich prächtig amüsiert.
Ich bin in den Film mit genau der Erwartungshaltung rein gegangen, die meines Erachtens nach Vorraussetzung war: Eine Neuinterpretation von Star Trek TOS. Die Zeitreise war die Brücke zur alten Star Trek Welt, aber es war eine metaphorische Brücke, keine kanonische.
So empfand ich es dann auch nicht als konstruiert, dass die Crew so zusammenkam, wie sie zusammenkam. Dass es die gleichen Leute waren, wie im Original-TOS, das war eben Schicksal – das gleiche Schicksal, welches auch immer die gleichen Charaktere im Spiegeluniversum zusammenführt, sei es nun in TOS, DS9 oder ENT. Hätten wir vor diesem Film nie etwas von TOS gesehen (sei es die Serie oder die Filme), so würde es niemandem spanisch vorkommen, dass am Ende genau diese Leute auf ihren Stühlen sitzen.
Auch großartige Logiklöcher konnte ich jetzt nicht finden – ich habe nicht danach gesucht, aber mir sind jetzt auch keine wirklich ins Auge gesprungen.
Womit sie es teilweise etwas übertrieben haben, war mit der Albernheit der Charaktere. Da gab es dann doch diverse Szenen, die so nicht sein gemusst hätten, da glitten sie dann ins comichafte ab. Da viele dieser Szenen aber sprachlich albern waren, werde ich mir demnächst den Film noch mal im O-Ton angucken und sehen, wie viel davon mal wieder der deutschen Synchro zu “verdanken” ist, die ja schon TOS unbedingt auf lustig trimmen wollte. Von der Crew her war es aber einzig Chekov, den ich zu übertrieben fand, er wirkte wie eine schlechte Imitation von Mittermeiers Chekov-Imitation.
Bild- und tontechnisch war ich vom Kino mal wieder etwas enttäuscht. Wir hatten ständig Streifen im Bild, die entweder in schwarz oder in grün über dem Bild hängen, sowie diverse extrem schlechte Übergänge von einer Filmrolle zur nächsten, inklusive Tonaussetzern. Auch beim Ton fehlten mal wieder eindeutig die Bässe, wenn sie hätten da sein sollen. Da kann man sich ja gleich eine schlechte Internetkopie angucken.
Summa summarum: Der Film ist definitiv anders als alle anderen Trek-Filme vor ihm und das wollte er ja auch sein. Er verbindet die Leichtigkeit von Zurück in die Gegenwart mit der Action von Der erste Kontakt und die Charaktere sind im großen und ganzen sympathisch. Auch die Optik inklusive des “Brauerei-Maschinenraums” hat mir gut gefallen.
O-Ton-Vorführung, ich komme!
Kategorien: Kino
Tags: Star Trek · Star Trek DS9 · Star Trek TOS
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7
"Star Trek"-Reviews
Ich hab ihn zwar noch nicht gesehen, dafür jede Menge andere Leute mit Meinungen. Ich werde die Liste dynamisch erweitern, sobald ich einem Review über den Weg laufe.
Erdbeeren mit Curry-Ketchup
| Der Star-Trek-Prequel-Film versagt nicht nur im Design, sondern scheitert auch am Geist der SerieStar Trek war die kulturell einflussreichste Fernsehserie des 20. Jahrhunderts – noch vor den Simpsons. Fünf Folgeserien, zehn Kinofilme und eine unzählige Menge an Fan-Fiction taten ihr Übriges dazu, eine der wichtigsten populärkulturellen Mythologien des 20. Jahrhunderts zu verbreiten. Dementsprechend selten gab es bereits im Vorfeld zu einem Film mehr Diskussionen darüber, welche Elemente kanonisch sind und einfließen dürfen und welche nicht. Hinsichtlich der Geschichte der Star-Trek-Figuren gibt es im fertigen Produkt allerdings gar nicht so viel, worüber sich streiten ließe. Stattdessen versündigt sich der Film wider die Ästhetik und den Geist der Serie. |
Die beste Pyjamaparty im All
| Beamer, Phaser, Warp-Geschwindigkeit: Kann man all diese Klassiker des “Star Trek”-Universums noch mal interessant und zeitgemäß machen? Regisseur J. J. Abrams ist es gelungen – seine Kinofassung des Sci-Fi-Mythos ist sexy, spannend, rasant und – Skandal! – verschafft Spock sogar eine Geliebte. |
Die ganz große Sause im weiten, schwarzen All
| Es war eine repräsentative Weltgesellschaft, die sich 1966 auf der Brücke des Raumschiffs Enterprise versammelte, um in die endlosen Weiten des Alls aufzubrechen und in Diensten einer Föderation der guten Planeten immer neue Grenzen gegen den barbarischen Rest da draußen zu ziehen. Ein irisch-cholerischer Kapitän, ein schottisch-cholerischer Techniker, ein Arzt vom Mississippi, ein Japaner und ein Russe am Steuerpult, dazu eine attraktive Afrikanerin für den Funkverkehr und, als Krone der Schöpfung des 23. Jahrhunderts, ein Mann, der zur Hälfte von dem Planeten Vulkan stammte und zur anderen Hälfte von der Erde. |
State-of-the-art-Zukunftswaffengeballer
| Der neue “Star Trek”-Film ist ist weder muffig noch lahm, weder humorlos noch langweilig. Sondern eine Überraschung – und das nach zehn mehr oder minder mauen Kino-Adaptionen der Fernsehserie “Star Trek”. |
Star Trek: Alles auf Anfang
| J.J. Abrams krempelt einen Klassiker völlig um und eine entgeisterte Fangemeinde fragt sich: Darf der das? Ein begeisterter Dominik Ahrens, Drehbuchautor und Gastrezensent für Serienjunkies, meint: Ja! |
serienjunkies.de
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5
8 Blickwinkel
(Vantage Point)
So, gestern im Kino gewesen.
Worum ging es?
Der US-Präsident ist zu Besuch in Salamanca, Spanien. Dort wird zuerst auf ihn geschossen und dann eine Bombe gezündet. Wir sehen die gleichen Ereignisse aus dem Blickwinkel von 8 verschiedenen Personen, die direkt oder indirekt in die Geschehnisse verwickelt sind.
Ich messe ja oft mit zweierlei Maß. Persönlich glaube ich, dass das die meisten Menschen tun, ob sie es sich nun eingestehen oder nicht.
Wenn mir ein Film gefällt, dann kann ich über (kleinere) Schwächen großzügig hinwegsehen. Wenn er mir nicht gefällt, dann kommen diese Schwächen mit in die Negativ-Wertung.
Spoiler folgen!So ging es mir mit 8 Blickwinkel. Während eines Großteil des Films fühlte ich mich gut unterhalten. Aber ab der Autoverfolgungsjagd und dem Ende wurde der Film schlecht.
1)
Die Charaktere von Dennis Quaid (Dragonheart) und Matthew Fox (Lost) liefern sich eine Verfolgungsjagd in der Innenstadt von Salamanca. Dennis fährt einen Kleinwagen. Dann wird er jedoch mit voller Wucht in die Seite gerammt. Ergebnis: Ein paar Dellen im Auto, er fährt weiter. Dann muss er auf einen Bürgersteig ausweichen und als dieser zu Ende ist, stehen dort zwei eng geparkte Autos, zwischen denen er durchbricht. Ergebnis: Kratzer in der Stoßstange. Dann wird er von einem LKW noch einmal gerammt und in eine Hausecke gedrückt. Ergebnis: Auto vollkommen zerstört, Dennis hat nen Kratzer. Natürlich macht er zu Fuß weiter und als Fox einen eher lächerlichen Unfall baut, wird er blutüberströmt aus dem Auto gezogen und stirbt.
2)
Die Terroristen haben gerade mehrere Menschen erschossen, unzählige Zivilisten in die Luft gejagt und ihr ganzer Plan scheitert, weil der böse Terrorist einem kleinen Mädchen ausweicht, anstatt sie einfach zu überfahren. Und natürlich treffen sich alle Hauptcharaktere genau an der selben Straßenecke, wo dieser Unfall passiert.
Nichts gegen ein Happy End, aber konnte man diesen Plot nicht sinnvoller auflösen, als so platt?
Dann noch die kleinen Fehler, die mich normalerweise nicht stören würde.
3)
Der alte, etwas dickere Forrest Whitaker (Der letzte König von Schottland) rennt mit seiner Kamera hinter den Secret Service-Agenten her und hat fast keine Probleme, dranzubleiben. Hätte das halbwegs glaubhaft wirken sollen, hätten sie Jackie Chan nehmen sollen, der hätte dann auch gleich das Klischee von kameratragenden Japaner (ja ich weiß, JC ist kein Japaner) erfüllt.
4)
Wollen die mir ernsthaft weißmachen, dass ein Teil des Secret Service nicht weiß, dass sie gerade einen Fake-Präsidenten beschützen?
Im Prinzip ging es mir ähnlich wie mit Operation: Kingdom. Auch dort war der Film eigentlich ganz ok, bis einer von Foxx’ Männern entführt wurde und die total bescheuerte Befreiungsaktion anfing.
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Tags: 8 Blickwinkel · Der letzte König von Schottland · Dragonheart · LOST · Operation: Kingdom
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21
Cloverfield
Letzte Woche habe ich auch Cloverfield gesehen. Da ich BWP nie gesehen habe, fand ich die Art und Weise, den Film zu zeigen (durch die Handkamera) eigentlich ganz innovativ.
Als Fazit würde ich sagen, er war ganz ok, aber jetzt nicht der Überflieger.
Gestört haben mich zwei Dinge
1a) Bei der Party war es manchmal unlogisch, warum er nun ausgerechnet jetzt die Kamera ausgeschaltet hat
1b) Bei der Flucht war es manchmal unlogisch, warum er sie nun ausgerechnet jetzt nicht ausgeschaltet hat (z.B. hätte ich mich beim kraxeln auf dem Dach beider Hände bedient)
2) Das ist im Prinzip bei jedem Film dieser Art so: Egal wie riesig das Monster ist und egal wie dick seine Haut/Panzerung ist, bei dem, was das Monster an Raketen und Geschützmunition (und ich rede nicht von den lächerlichen MGs) abgekriegt hat, hätten zwangsläufig riesige Fleischfetzen weggesprengt werden müssen und das Monster wär elendig verreckt.
Aber das zweite liegt wohl am Genre, geht ja nicht, dass das Monster nach ner halben Stunde tot ist.
Kategorien: Kino
Tags: Cloverflied
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21
John Rambo
So, war vorgestern im Kino. In Deutschland ist der Film um circa eine Minute geschnitten, aber ich wollte trotzdem mal einen Rambo im Kino sehen. Im Prinzip kam das, was man von einem Rambo erwarten konnte: Einsilbigkeit und ein Kampf bei dem nur überlebt, von dem Rambo das will.
Zum Thema Schnitte: Original Bildmaterial am Anfang des Films sieht man. Wie Kinder erschossen, Männern Gliedmaßen abgehackt werden und Frauen vergewaltigt werden sieht man. Wenn aber Rambo die Bösen killt, dann wird so ziemlich alles geschnitten, aus welcher Motivation heraus auch immer.
In obigem Trailer ist im Prinzip all das drin, was man im deutschen Kino nicht sieht.
Was auch gefehlt hat, war die Stelle im Trailer, wo er mit dem Priester betet.
Ursprünglich sollte Rambo auch diese Weisheit von sich geben, aber Stallone hat sich anders entschieden, weil Rambo eher ein ruhiger Mann ist:
“Old men start wars. Young men fight them. And everyone in the middle gets killed. War is natural. Peace is an accident. We’re animals.”
Fazit: Der Film steht in guter Rambo-Manier, aber natürlich werde ich ihn mir ungeschnitten aus RC1-Land holen.
PS: Ironischerweise ist die weibliche Hauptdarstellerin Julie Benz, welche die Vampirin Darla in der Serie “Angel” spielt, die ich gerade gucke.
Kategorien: Kino
Tags: Angel · Rambo
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Heute habe ich den 5ten Teil der Potter-Serie auf englisch gesehen.Ich will euch jedoch vorher kurz über meinen Potter-Hintergrund aufklären. Potter war ein Hype und ich habe es gehasst. Es gab in Deutschland schon die ersten vier Bücher und die ersten beiden Filme, bevor ich den ersten Band gelesen hatte.
Es war eine dieser seltenen Gelegenheiten bei mir, wo ich das Buch zuerst gelesen und dann den Film geguckt hatte (Normalerweise ist das bei mir andersherum).
Ich habe dann die ersten vier Bücher gelesen und dann die beiden Filme geguckt. Und ich muss gestehen: Ich mochte sie und mag sie immer noch. Die Darstellung war jetzt nicht gerade Oskar-reif, aber die Szenerie war fantastisch und nahe am Buch dran. Chris Columbus hatte dir Bücher in Filme transferiert ohne die ganze Geschichte umzuschreiben. Ich war zufrieden.
Dann kam der “Gefangene von Askaban” heraus, ich habs im Kino geguckt und war am Boden zerstört. Der Film war wie eine Checkliste für die Handlungsorte des Buches. Das Dursley Haus. Check. Der Knight Bus. Check. Quidditch. Check. Da war überhaupt keine Kontinuität drinne, sondern nur sprunghafte Szenenwechsel. Außerdem enthielt der Film zu viele Storylücken, was ich auch daran merkte, dass ich anschließen gegenüber meinen Mitguckern-aber-nict-Lesern Teile der Story erklären musste.
Ich hab den Film zwar auf DVD, aber nur um der Komplettheit willen.
Als ich dann in den vierten Teil ging, hatte ich die große Befürchtung, dass er wie der dritte sein würde. Zwar hatte der Regisseur gewechselt, aber ich wurde prompt bestätigt. Das Riddle Haus. Check. Die Qudditch-WM. Check. *gulp*
Doch dann wurde der Film langsamer und ausführlicher. Er hat die relevanten Teile der Story erzählt und ich fand, dass er das Buch so leidlich gut auf die Leinwand abgebildet hat. Ok da waren ein paar Dinge, die mich irritierten, wie das irrationale Handeln Dumbledores oder das frühzeitige Verraten von Fake-Moodys Geheimnis, aber ich konnte damit leben.
An dieser Stelle muss ich noch einmal zu den Büchern zurückkehren. Von den ersten sechs Büchern die bisher veröffentlicht wurden, mag ich die ersten vier lieber und das vierte am liebsten. Obwohl der fünfte Band den besten Bösen der ganzen Reihe hat (Dolores Jane Umbridge, Senior Undersecretary to the Minister of Magic and Hogwarts High Inquisitor) fand ich den fünften teilweise etwas langatmig. Und das sechste Buch kann ich irgendwie nicht als vollwertiges Buch ansehen, allerhöchstens als Auftakt zum großen Finale.
Und heute bin ich dann in den “Orden des Phönix” gegangen. Wie gesagt, nicht gerade mein Lieblingsbuch. Aber der Regisseur hat es geschafft die Geschichte in einen Bombenfilm zu verpacken. Derzeit stehe ich auf dem Standpunkt, dass es der beste der ganzen Reihe ist. Die Geschichte wurde gut erzählt, alle relevanten Teile waren vorhanden und die Schauspieler hatten ihre Fähigkeiten gut weiterentwickelt. Insbesondere die beiden neuen (Dolores und Loona) Okay, Helena Bonham Carter war für meinen Geschmack viel zu jung für die Rolle von Bellatrix Lestrange. Außerdem fand ich, dass sie viel zu gesund aussah für eine Askaban-Gefangene (schaut euch mal Sirius im dritten Teil an) und ich hatte sie mir irgendwie mehr als Mittfünfzigerin vorgestellt.
Die Flucht der Weasleys und der Finalkampf hätten länger dauern können (wegen der Effekte *g*), aber ich werde mich nicht beschweren.
Kategorien: Kino
Tags: Harry Potter
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