Category: Gedankensturm

LOST – Das Nachspiel

LOST – Das Nachspiel

Es gibt noch eine weitere Frage, die gestellt werden muss:

Was haben Carlton Cuse und Damon Lindelof dem Mystery-Genre als solchem angetan?

Wer wird je dem nächsten Typen glauben, der im Herbst 2013 daherkommt und behauptet, er hätte DIE Mystery-Serie geschrieben und der verspricht, dass es sich alles in Staffel fünf aufklären wird?

Jeder wird ihm sieben Buchstaben ins Gesicht werfen: BSG + LOST. Und niemand wird ihm glauben, dass er es tatsächlich tun kann – selbst wenn er es könnte.

Ist LOST der eine “es brennt”-Rufe zuviel?

Warum heuern sie nicht jemanden wie J. Michael Straczynski an, der mit Babylon 5 bewiesen(!) hat, dass er die Spur in einem fünf-Staffel-Arc halten und zur Not auch modifizieren kann, wenn es notwendig werden sollte (wenn z.B. ein Darsteller abspringt, …)?

(Kann man sehen, dass ich so ein klitzekleines bisschen angepisst bin? Siehe auch hier und hier und hier.)

"Top 7 – Die besten US-Serien"

"Top 7 – Die besten US-Serien"

Ich gucke schon seit Jahren keine Serien mehr im deutschen Fernsehen und noch länger habe ich schon keine Fernsehzeitung mehr. Aber einmal im Jahr passiert es mir doch, dass ich den Eurofuffzich in die Hand nehme und eine kaufe, weil die Titelseite dann doch halbwegs viel versprechend war.

Bisher wurde ich immer enttäuscht, ich hätte es also besser wissen müssen. Ich griff zur TV Movie 08/2010. Natürlich war es diesmal nicht anders. Grund waren die im Blog-Titel zitierten “Top 7 – Die besten US-Serien”.

Nur um euch mal einen Vorgeschmack zu geben, was diese Top-Serien sind: LOST, Californication, 24, Stargate, 30 Rock, Dr. House & CSI.

CSI wird auch gleich noch in Kooperation mit Amazon.de verkauft, was wohl der wahre Grund für diesen Schülerzeitungsartikel sein dürfte.

Ja, richtig gelesen “Schülerzeitungsartikel”, denn inhaltlich ist der Artikel so belanglos wie kurz. Mit gewisser Wahrscheinlichkeit habe ich hier schon mehr Worte geschrieben, als in diesem Artikel drin sind – dafür ist dieser dann aber über vier Seiten gestreckt.

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Qualität von Untertiteln

Qualität von Untertiteln

In den letzten Tagen hat es sich ergeben, dass ich eine Menge von Serienfolgen (hauptsächlich Doctor Who) auf Englisch gesehen habe und dazu deutsche Untertitel eingeblendet wurden. Die Hälfte dieser Untertitel stammt von den originalen Serien-DVDs (Staffel 1 & 2), die andere Hälfte wurde von Fans erstellt.

Erstmal zu letzteren: Danke, für die viele Arbeit, die ihr euch gemacht habt, das Übersetzen, das Synchronisieren mit der Bildspur usw.: Vielen, vielen Dank dafür, insbesondere an das Team von SubCentral.de.

Natürlich war nich alles perfekt, mal waren kleinere Übersetzungsfehler drin, mal war der Text zu lang für eine Zeile – aber generell war es eine sehr gute Arbeit, die die Leute “für umsonst” gemacht haben.

Umso erschreckender war es daher, was die professionellen und dafür bezahlten Übersetzer geleistet haben. Ich persönlich besitze die britischen DVDs mit englischen Untertitel-Spuren. Ich weiß also, dass es bereits eine transkribierte Version sowohl der Folgen, als auch des Bonus-Materials gibt (z.B. Doctor Who Confidential).

Von daher war die Arbeit der Übersetzer eigentlich relativ einfach. Eigentlich. Uneigentlich ist es viel zu oft eine einzige Schlamperei, die bei unsauberen Übersetzungen beginnt und bei sinnentstellenden und sinnverdrehenden Übersetzungen aufhört.

Also ich fand die Leistung schon ziemlich enttäuschend, zumal – aus welchen Gründen auch immer – auf den deutschen DVDs nur die deutschen Untertitel enthalten sind und die englischen fehlen. Wär’ ja auch viel zu einfach, wenn man englischen Ton mit englischen Untertiteln gucken könnte, falls es doch mal Verständnisprobleme gibt.

Da ist es dann eigentlich kein Wunder mehr: Wenn schon bei der Textübersetzung so “freihändig” gearbeitet wird, wie soll dann jemals eine vernünftige Tonsynchro dabei heraus kommen?

Serien – Ein Jahrzehnt im Rückblick

Serien – Ein Jahrzehnt im Rückblick

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Da jeder anscheinend bei Null statt bei Eins zu zählen anfängt, ist nun die erste Dekade dieses Jahrhunderts und Jahrtausends schon wieder vorbei. Also ist es an der Zeit, die letzten zehn Jahre Revue passieren zu lassen und einen Blick auf die Serien zu werfen, die sie uns gegeben haben.

Lasst mich mein Resümee am Anfang geben: Von den vier Jahrzehnten, von denen ich Serien kenne (70er – 00er) war dies ohne Frage das beste Jahrzehnt für uns Serienjunkies. Wenn ihr mein Review gelesen habt, könntet ihr am Ende sagen “Hey, was ist denn mit <Liebling hier einfügen>?” (z.B. The Sopranos, Dexter, The Wire, Six Feet Under, …), aber das ist gerade mein Punkt. Diese Dekade hat uns so viele herausragende Serien gegeben, dass es faktisch unmöglich war, sie alle zu gucken. Außerdem hat ein jeder eine andere Auswahl von Lieblingsgenres, aber ich würde sagen, dass jedes Genre in den letzten Jahren seinen fairen Anteil an ausgezeichneten Serien abbekommen hat.

Aber seien wir auch ehrlich: Es gibt kaum eine Serie (wenn es überhaupt eine gibt), die die Qualität während der gesamten Laufzeit aufrechterhalten konnte. Manche hatten zwischendurch ein schlechtes Jahr, manche sind am Ende abgefallen. Aber sogar in diesen “schlechten Jahren” hatten sie mehr qualitative Folgen als ganze Serien aus früheren Jahrzehnten. Also haben alle Serien, die ich nennen werde, natürlich Aspekte, die man kritisieren kann und ich lade euch herzlich dazu ein, es zu tun.

Für mich ist das herausstechenste Merkmal der Serien des letzten Jahrzehnts, dass diese Serien in den meisten Fällen mehr von der “Reise” der Charaktere berichten, als von den tatsächlichen Ereignissen. Es ist nicht der Charakter, der die Ereignisse beleuchtet, sondern es sind die Ereignisse, die den Charakter und seine Entwicklung beleuchten. Ich muss sagen, dass Serien (hiermit klammere ich Comedy-Serien aus, die mit Stereo- und Archetypen arbeiten), die keine wirkliche Charakterentwicklung vorweisen können, mich fast gar nicht interessieren. Aber wenn die Charakterentwicklung interessant ist, dann gucke ich sogar mal Serien, wo mich das Genre üblicherweise überhaupt nicht reizt.

Wenn die Charakterentwicklung interessant genug ist, kann ich sogar die Tatsache ignorieren, dass meine zweite Lieblingscharakteristikum fehlt: Ein echter Story-Arc. Die erste Serie in meinem TV-Universum, die einen richtigen Story-Arc hatte, war Babylon 5. Später machte Star Trek: DS9 das Gleiche, wenn auch nicht in dieser Qualität und Komplexität. Aber diese Serien waren zwei der seltenen Ausnahmen in den 90ern (eine weitere berühmte Ausnahme wäre Twin Peaks, aber das habe ich nie geschaut). Es schien, als ob die Zuschauer weder an sich entwickelnden Charakteren noch an Story-Arcs interessiert wären.

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Technologie-Überdosis?

Technologie-Überdosis?

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Lasst mich dieses Posting mit einer Einschränkung beginnen. Dieser Beitrag dreht sich nicht um Science-Fiction-Serien oder Serien, die offensichtliches Überequipment (wie K.I.T.T.) darstellen. Hier geht es um Serien, die zumindest vorgeben, die “Realität” darzustellen. Mir ist natürlich klar, dass das eine hauchdünne Linie ist, aber ich hoffe, ich kann meinen Standpunkt während dieses Exkurses darlegen.

Aber zuerst einmal dieses College Humor-Video:

Technische Ausrüstung ist schon immer Teil von Serien gewesen, die im “Hier und Jetzt” spielen. Und warum sollte es auch nicht? Es ist Teil des täglichen Lebens, also sollte es Teil der Serien sein, die wir uns angucken. Die Fragen sind nur, welchen Teil, wie groß der Teil ist und wie realistisch das Equipment benutzt wird. Und – um mein Fazit am Anfang zu geben – je moderner eine Serie ist und je mehr “real world”-Technologien es gibt, desto unrealistischer wird deren Darstellung.

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Das ergibt alles einen Sinn – Nicht.

Das ergibt alles einen Sinn – Nicht.

Lasst mich eine kleine Geschichte erzählen.

Vor vielen Jahren kam die erste Staffel von Highlander in Deutschland auf DVD heraus. Obwohl sie relativ teuer war, habe ich sie trotzdem gekauft. Aber dann kam – nichts. Keine weitere Staffel in absehbarer Zeit. Irgendwann gab es dann mal von deepdiscount.com ein Angebot für alle 6 Staffeln. Also griff ich zu und habe nun die RC1-Boxen.

Vor nicht ganz 2 Jahren kamen dann doch überraschend weitere Boxen in Deutschland heraus – zu einem deutlich reduzierten und an heutige Verhältnisse angepasst. Dennoch kann ich aufgrund meiner regelmäßigen Elektromarktbesuche nicht behaupten, dass die Serie plötzlich ein Renner geworden ist.

Deshalb überraschte mich die e-Mail heute morgen, die ich als Infomercial empfing. Wofür warb sie? Highlander! Neu!! Auf Blu-ray!!! Kaufen!!!! Jetzt!!!!!

Ich frag mich halt nur, wer die Zielgruppe dafür sein soll…

Ein TV-Junkie, der kein TV (mehr) guckt?

Ein TV-Junkie, der kein TV (mehr) guckt?

DJ Doena und das Fernsehen in Deutschland – Die Geschichte einer Entfremdung.

Ich war eigentlich “schon immer”™ ein TV Junkie. Ich wurde zwar 1977 in Ost-Berlin geboren und habe auch bis zur Wende in der DDR gewohnt, das war aber kein wirkliches Hindernis. Offiziell gab es zwar nur DDR1 und DDR2, aber inoffiziell gab es natürlich auch ARD, ZDF und später dann RTL und Sat.1.

Und schon damals hab ich die Action-Serien der 80er wie zum Beispiel Ein Colt für alle Fälle und Trio mit vier Fäusten um 17:50 auf dem ZDF geguckt – man musste ja am nächsten Tag auf dem Schulhof mitreden können, wenn es darum ging, welchen Stunt Colt jetzt wieder gemacht hat.
Sogar Raumschiff Enterprise habe ich damals schon geguckt, die erste Folge, an die ich mich erinnern kann, war Der Tempel des Apoll, sie lief sogar noch in schwarz-weiß, wobei ich nicht mehr weiß, ob das noch auf unserem Monochrom-Fernseher war oder einfach, weil in der DDR das Secam- anstelle des PAL-Formats benutzt wurde.

Nach der Wende ging es dann nahtlos weiter. Kaum kam ich aus der Schule, liefen auf Sat.1 auch schon MacGyver und abends kam Airwolf. Ich war dabei, als das ZDF zum ersten Mal Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert ausgestrahlt hat, ich war dabei als Star Trek: Deep Space Nine auf Sat.1 und Babylon 5 auf Pro 7 anliefen. Ich habe es gehasst, regelmäßig einen anderen Termin am Dienstagabend zu haben, wo doch auf RTL Buck Rogers lief.

Seit 1995 hatten wir dann Internet (damals noch via AOL-“Sie haben Post”-Einwahlsoftware) und in den AOL-Bildergruppen fand ich dann die ersten Bilder einer neuen Star Trek-Serie: Star Trek: Raumschiff Voyager. Ich weiß nicht mehr, wie groß die Bilder waren, aber man konnte die Namen der Darsteller fast gar nicht entziffern und auch von den Gesichtern war nicht viel übrig geblieben. Aber ich wusste, dass da etwas Neues kommen würde und als Sat.1 mit der Ausstrahlung begann, war ich wieder ganz vorne mit dabei. Ich habe zwar nie ein Einschaltquotenmessgerät besessen, aber ich verspreche euch: Ich war immer dabei.*

Als ich dann im Jahr 2000 in meine eigene Wohnung gezogen bin, habe ich mir auch noch Premiere geholt, damals noch für 34,95 DM / Monat fürs Vollprogramm (später dann 39,95 DM).

Bis hierhin kann man also mit Fug und Recht behaupten, dass ich doch der ideale Zuschauer war. Was konnte sich die Werbewirtschaft mehr wünschen? Seit Anfang 1992 gehöre ich zur “werberelevanten Zielgruppe” und das bleibt auch bis Ende 2026 so.

In der neuen Wohnung hab mir dann aber auch meinen ersten 16:9-Fernseher gegönnt, den gab es im Kombiangebot mit einem DVD-Player von Universum bei Quelle (Ruhe in Frieden †). Mit letzterem Gerät änderte sich meine Welt völlig.

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Was spricht eigentlich gegen Synchro?

Was spricht eigentlich gegen Synchro?

Dieser Beitrag ist als Antwort auf dieses Posting im Spiegel Online Forum entstanden. Das Original befindet sich hier und hier.

Ich hab ja nichts gegen Synchros, aber nicht, wenn sie die Serie kaputt machen.

Ich hab Friends zum Beispiel nie geguckt, weil ich den Ross immer absolut unsympathisch fand, bis ich dann mal seine Orginalstimme gehört habe. Daraufhin hab ich die ganze Serie (10 Staffeln) in 14 Tagen geguckt.

Bei The Big Bang Theory fehlt dem deutschen Sprecher von Sheldon diese überhebliche Arroganz in der Stimme, die so viel von dem Charakter ausmacht.

Der Hauptdarsteller von Burn Notice hat eine sehr charismatische Stimme, insbesondere, wenn er seine Off-Texte erzählt. Der deutsche Sprecher leiert nur müde seinen Text runter.

Außerdem hört man der deutschen Tonspur immer an, dass sie geräuschlos aufgenommen wurde. Im Original geht auch schon mal ein Wort verschütt, weil es aus Eimern gießt oder weil rundherum gerade die Welt explodiert. Dann ist das halt so. Aber im Deutschen ist jedes Wort so klar und deutlich, als ob der Sprecher jederzeit bei mir im Wohnzimmer vor mir stünde.

Während der letzte Punkt vielleicht wirklich nur mit viel Geld zu beheben ist, um die Geräuschkulisse wieder einzuweben, so sollten sich doch Sprecher finden lassen, die den Charakter der Originalstimme wenigstens annähernd wiedergeben können. Manchmal scheint der Stimmauswahlprozess eher so zu laufen: “Ey, das ist ein Geek/Nerd, lass uns das mit dem Holzhammer deutlich machen, in dem wir ihm die quäkigste Steve-Urquel-Stimme geben, die wir finden können” (Beweis A: Moss aus The IT Crowd).

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Verschiebe einen Film / eine Serie in die Vergangenheit

Verschiebe einen Film / eine Serie in die Vergangenheit

English Version

Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann es angefangen hat, aber jetzt kann ich nicht mehr damit aufhören.

Jedes mal, wenn ich einen Film oder eine Serie gucke, denke ich darüber nach, was der früheste Moment sein könnte, an dem man das senden könnte, ohne die Pop-Kultur-Referenzen zu zerstören.

Ich rede nicht von stilistischen Mitteln, ich rede von visuellen oder textuellen Referenzen in die reale Welt oder zu anderen Filmen/Serien.

Um ein einfaches Beispiel zu geben: Am Anfang von Dirty Dancing erwähnt Baby den Mord an JFK. Also könnte man den Film nicht vor 1964 senden, ohne dass es zu einem un-lustigen Aneurysma wird.

Gestern Abend habe ich Kill Bill Vol.1 geguckt und abgesehen von den indirekten Referenzen auf Eastern im Allgemeinen (und auf Hattori Hanzo) gab es zwei Referenzen, die aus der Menge herausragten: Der Besitzer des Restaurant wird als “Charlie Brown” angesprochen und Sophie sieht wie ein “Bösewicht aus Star Trek” aus, wobei ST damit der spätere Zeitanker wird (Charlie Brown-Strips gibt es seit den 50ern).

Interessanterweise gibt es nur ein paar Hauptanker, die immer wieder auftauchen: Fixe Anker, wie der Mord an JSK, die Mondlandung 1969 und neuerdings 9/11, sowie variable Anker wie Star Trek und Star Wars. Die Letzteren sind deshalb variabel, da, wenn ich ein Film in der Zeit verschieben kann, dann kann ich das auch mit dem referenzierten Film machen.

Zum Glück sind beide Stars praktisch Endpunkte, insbesondere Star Wars. Da es in einer weit, weit entfernten Galaxie spielt, enthält es keine textuellen Referenzen in unsere reale Welt und kann bis an den Anfang des Kinos geschoben werden. Star Trek macht historische Anspielungen auf den zweiten Weltkrieg und das Chicago der 30er, aber ich neige eh dazu, Filme nicht über 1950 hinaus zu verschieben.

Je mehr Referenzen ein Film/eine Serie hat, desto mehr Spaß macht es, darüber nachzudenken, aber desto wahrscheinlicher ist es auch, dass es “in der Zeit verankert” ist. Buffy als Ganzes in die Vergangenheit zu schieben ist faktisch unmöglich, selbst wenn man sich dazu entschließt, ein Drittel der Referenzen zu verlieren. Also teile ich es auf Folgen-Ebene auf (wenn also Spike erwähnt, dass er ein Blumenkind leer gesaugt hat, dann wird Woodstock zum fixen Anker für die Folge).

Wenn ich erstmal den frühesten Premierentermin festgelegt habe, versuche ich mir vorzustellen, wie der Film in den Augen der Menschen dieser Zeit ausgesehen hat. Man stelle sich zum Beispiel vor, dass der Film Zurück in die Zukunft tatsächlich im Jahr 1955 gelaufen wäre. Das würde sogar funktionieren, da die Leute annehmen würden, dass Martys Auto und die Musik und alles aus dem “Zukunfts-1985” von einem Autor erfunden worden wären. So wie dieselben Autoren sich ein Jahr 2015 mit fliegenden Autos und holographischen Der weiße Hai-Filmen vorgestellt haben.
Obwohl es eine Referenz auf einen “John F. Kennedy”-Drive gibt, so wird doch nichts Spezielles erwähnt und JFK war zu der Zeit bereits Senator, das wäre also kein Problem.

Auf diese Weise bleibt mein Gehirn aktiv, auch wenn ich den Film schon diverse Male gesehen habe. Stellt euch Top Gun in den 50ern vor, wo das US-Militär ihre ersten Düsentriebwerke testet. Stellt euch Armageddon (mit all seinen Spezialeffekten) kurz nach der Gründung der NASA vor (wobei das dadurch verhindert werden würde, dass Neil Armstrong namentlich als erster Mann auf dem Mond erwähnt wurde -> fixer Anker; Armageddon erwähnt auch Star Wars (mehrfach), den Kennedy-Mord, Evel Knievel und ein paar andere Dinge, die man berücksichtigen muss).

Irgendwie macht’s Spaß.

Gute Serien und deutsches TV – Ein Widerspruch in sich?

Gute Serien und deutsches TV – Ein Widerspruch in sich?

Werden gute Serien jemals wieder eine vernünftige Chance auf dem deutschen TV-Markt haben?

Um es gleich einzuschränken: Wenn ich von guten Serien rede, meine ich amerikanische und/oder britische Serien. Das liegt daran, dass ich Serien aus anderen Ländern schlicht nicht kenne und nicht, dass diese Länder keine guten Serien machen würden. Außer Deutschland, es gibt keine guten Serien aus Deutschland. Punkt.

Bei den Serien, die aus den USA und dem Königreich kommen, muss man in zwei Kategorien unterscheiden: Procedurals und Serials.

Procedurals sind Serien, deren Folgen einem relativ gleichmäßigen Schema folgen und die man in einer fast losen Reihenfolge gucken kann und bei denen es auch nichts ausmacht, wenn man mal eine oder mehrere Folgen verpasst. Während meiner TV-Kindheit waren das Serien wie Knight Rider, Airwolf, Das A-Team und MacGyver. Heutzutage sind es CSI und seine Klone, Law & Order und Doctor Who.

Serials hingegen sind Serien, die eine fortlaufende Geschichte erzählen, wo es relevant ist, jede Folge (mehr als einmal) zu sehen, um die großen Zusammenhänge zu verstehen und den Überblick zu behalten. Zu diesen Serien gehören (natürlich) LOST, Battlestar Galactica, Heroes, True Blood und natürlich 24.

Und dann gibt es natürlich noch die Mischformen, in denen mal die eine, mal die andere Komponente überwiegt. Hierzu gehören unter anderem Dr. House, Supernatural und Veronica Mars.

Am einfachsten auf dem deutschen Markt scheinen es Procedurals zu haben, dann kommen die Mischformen und die Serials gehen meistens gnadenlos unter. Doch warum ist das so? Wenn ihr mich fragt, dann würde ich das polemisch so ausdrücken: Die Deutschen sind zu faul, die Sender und das Internet sind schuld.

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