Tag: Star Trek DS9

Serienjunkie: Eine Historie

Serienjunkie: Eine Historie

Ich habe im Laufe der letzten 25 Jahre eine Menge Fernsehserien geguckt. Und wenn ich sage eine Menge, dann meine ich eine MENGE! Und ich habe querbeet geguckt.

Bitte behaltet im Hinterkopf, dass ich gerade mal 35 Jahre alt bin.

Ich habe für mindestens zwei Jahre lang die Springfield Story geschaut, eine Soap-Opera, die in den USA für über 50 Jahre lief. Ich habe Arztserien wie Trapper John M.D. und Anwaltsserien wie L.A. Law angesehen. Es gab das volle Programm der 80er Actionserien von MacGyver bis Trio mit vier Fäusten. Ich hab mir sogar an jedem Werktag auf Sat.1 das Love Boat angeguckt. Ich bin Samstag morgens um 6:00 aufgestanden, um Tausend Meilen Staub mit einem prä-Dollar Clint Eastwood nicht zu verpassen (das kam damals auf dem Kabelkanal, heute Kabel eins). Ich wusste, wer Daniel Boone war ungefähr zur gleichen Zeit, als ich die Cartwrights und die Männer von der Shiloh-Ranch getroffen habe.

Und jetzt habe ich am Wochenende die erste Netflix-Serie House of Cards in einem Binge-Watching-Wochenende durchgeguckt (Große Empfehlung! Kevin Spacey ist ein genialer Magnificent Bastard!) und mich hat einfach mal interessiert, wie viele Serien ich eigentlich in den letzten two and a half Jahrzehnten intensiv geguckt habe.

Mit Hilfe der Liste auf Wunschliste.de habe ich dann mal eine Liste “meiner” Serien zusammengestellt.

Hierbei habe ich nur Live-Action Fiction-Shows gezählt, also keine Zeichentrickserien, sei es nun Samstag-Morgen-Cartoons wie Yogi Bär oder Scooby-Doo oder Abendserien wie Die Simpsons oder South Park und keine Scripted-Reality-Serien (die ich zu 99% eh vermeide, mit der Ausnahme von Comic Book Men). Es sind nur Serien aufgezählt, die ich für mehr als ein Jahr lang verfolgt habe, es sei denn, die Serie selbst hat nicht länger durchgehalten.

Und die Antwort war: 244 246 247. Zweihundertviersechssiebenundvierzig verschiedene Serien, die ich mit aktivem Interesse verfolgt habe, seit ich Fernsehen gucke. Und das schlimmste ist: Bei den meisten von ihnen habe ich tatsächlich 90% und mehr aller Folgen mindestens einmal gesehen.

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50 komplette Serien!

50 komplette Serien!

Ich liebe Serien. Habe ich das schon einmal erwähnt? </rhetorisch>

Es war einmal, vor vielen, vielen Jahren. Das Jahr hieß 2002, der €uro war als Barmittel eingeführt, der Schrammi (das bin ich) zog von Berlin in den Großraum Frankfurt und zum ersten Mal verdiente er richtig Geld.

So einige wenige DVDs hatte ich schon, aber es war doch noch sehr überschaubar, wir reden von vielleicht 10 Filmen oder so.

Und plötzlich passierte es: Star Trek: The Next Generation wurde auf DVD veröffentlicht. Von Februar oder März 2002 an kam alle 2 Monate eine neue Staffel heraus. Preis pro Box 100-110€. Aber: Wenn man die ersten sechs Staffeln hatte, bekam man die siebente Staffel “für umsonst”.

Und so bezahlte ich rund 600€ für sieben Staffeln TNG und im darauf folgenden Jahr noch einmal die gleiche Summe für alle sieben Staffeln von Star Trek: Deep Space Nine

Aber schon in dieser Zeit änderte sich alles. Denn es kam eine dritte Serie auf den Markt: Babylon 5. Und dafür wollten sie nur 40€ und im Sonderangebot sogar nur 30€ haben.

Der Preis von 100€ ließ sich problemlos damit rechtfertigen, dass man ja statt den üblichen 90-120 Minuten für einen Film gleich ganze 1134 Minuten für eine Serienstaffel bekam.
Wenn aber der Verkauf für 40€ immer noch profitabel war, warum sollte ich dann willens sein, mehr Geld auf den Tisch zu legen?
Und so entstand mein eigenes Preislimit von 30-40€ pro Staffel, dass ich nur unter besonderen Umständen bereit war, zu überschreiten.

Auch bestellte ich zum ersten Mal eine Staffel in Großbritannien, da die Serie in Deutschland nicht angeboten wurde (auch für eine Reihe weiterer Jahre nicht), ich diese aber haben wollte, zumal auch gerade ein Remake davon herausgekommen war: Battlestar Galactica.

Jetzt, wo der Damm gebrochen war – ich guckte Serien und Filme auf Englisch und bestellte sie im Ausland – gab es kein Halten mehr. Die Preise bei Amazon.co.uk (und später Amazon.com) waren weitaus moderater als ihre Gegenstücke in Deutschland und die Serien erschienen früher. Warum noch hier kaufen?
Zumal dann auch die Unsitte eingeführt wurde, Staffeln in Halbstaffeln aufzuteilen und dann aber doch zum Vollpreis zu verkaufen. Geht man durch einen handelsüblichen Elektromarkt, wird man feststellen, dass viele Serien als Staffel 4.1 und 4.2 zu je 29,99€ verkauft werden – im Ausland bezahlt man für die ganze Staffel weniger, als hier für die Halbstaffel. Als Beispiel sei hier nur die vormals erwähnte Galactica genannt:

Und so wuchs und gedieh meine Seriensammlung im Laufe der Jahre bis ich letzte Woche – mit dem Kauf von Max Headroom – meine fünfzigste Serie komplettiert habe. 50 Serien, von denen ich alle Staffeln habe.

Und gleich darauf wurde die 51. komplettiert: JAG

Inzwischen habe ich 364 Staffeln von 110 verschiedenen Serien mit einer Laufzeit von über 4500 Stunden auf DVD und inzwischen auch teilweise auf Blu-ray.

Don’t stop me now (‘Cause I’m having a good time)
Don’t stop me now (Yes I’m having a good time)
I don’t want to stop at all

PS: Ich musste jetzt anfangen, meine Serien zweireihig zu stellen. There’s always a price…

Serien auf DVD

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Serien – Ein Jahrzehnt im Rückblick

Serien – Ein Jahrzehnt im Rückblick

English Version

Da jeder anscheinend bei Null statt bei Eins zu zählen anfängt, ist nun die erste Dekade dieses Jahrhunderts und Jahrtausends schon wieder vorbei. Also ist es an der Zeit, die letzten zehn Jahre Revue passieren zu lassen und einen Blick auf die Serien zu werfen, die sie uns gegeben haben.

Lasst mich mein Resümee am Anfang geben: Von den vier Jahrzehnten, von denen ich Serien kenne (70er – 00er) war dies ohne Frage das beste Jahrzehnt für uns Serienjunkies. Wenn ihr mein Review gelesen habt, könntet ihr am Ende sagen “Hey, was ist denn mit <Liebling hier einfügen>?” (z.B. The Sopranos, Dexter, The Wire, Six Feet Under, …), aber das ist gerade mein Punkt. Diese Dekade hat uns so viele herausragende Serien gegeben, dass es faktisch unmöglich war, sie alle zu gucken. Außerdem hat ein jeder eine andere Auswahl von Lieblingsgenres, aber ich würde sagen, dass jedes Genre in den letzten Jahren seinen fairen Anteil an ausgezeichneten Serien abbekommen hat.

Aber seien wir auch ehrlich: Es gibt kaum eine Serie (wenn es überhaupt eine gibt), die die Qualität während der gesamten Laufzeit aufrechterhalten konnte. Manche hatten zwischendurch ein schlechtes Jahr, manche sind am Ende abgefallen. Aber sogar in diesen “schlechten Jahren” hatten sie mehr qualitative Folgen als ganze Serien aus früheren Jahrzehnten. Also haben alle Serien, die ich nennen werde, natürlich Aspekte, die man kritisieren kann und ich lade euch herzlich dazu ein, es zu tun.

Für mich ist das herausstechenste Merkmal der Serien des letzten Jahrzehnts, dass diese Serien in den meisten Fällen mehr von der “Reise” der Charaktere berichten, als von den tatsächlichen Ereignissen. Es ist nicht der Charakter, der die Ereignisse beleuchtet, sondern es sind die Ereignisse, die den Charakter und seine Entwicklung beleuchten. Ich muss sagen, dass Serien (hiermit klammere ich Comedy-Serien aus, die mit Stereo- und Archetypen arbeiten), die keine wirkliche Charakterentwicklung vorweisen können, mich fast gar nicht interessieren. Aber wenn die Charakterentwicklung interessant ist, dann gucke ich sogar mal Serien, wo mich das Genre üblicherweise überhaupt nicht reizt.

Wenn die Charakterentwicklung interessant genug ist, kann ich sogar die Tatsache ignorieren, dass meine zweite Lieblingscharakteristikum fehlt: Ein echter Story-Arc. Die erste Serie in meinem TV-Universum, die einen richtigen Story-Arc hatte, war Babylon 5. Später machte Star Trek: DS9 das Gleiche, wenn auch nicht in dieser Qualität und Komplexität. Aber diese Serien waren zwei der seltenen Ausnahmen in den 90ern (eine weitere berühmte Ausnahme wäre Twin Peaks, aber das habe ich nie geschaut). Es schien, als ob die Zuschauer weder an sich entwickelnden Charakteren noch an Story-Arcs interessiert wären.

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Buffy: Season 3: Disc 2

Buffy: Season 3: Disc 2

English Version | Season 3: Disc 1 | Season 3: Disc 3

Die Qual der Wahl
(Homecoming)

Inhalt: Buffy hat sich dazu entschlossen, sich als Homecoming Queen zu bewerben, um zu beweisen sie “es immer noch drauf hat”. Aber sie kämpft gegen Cordelia und es wird nicht so einfach werden, da sowohl Willow, als auch Xander Cordy helfen, da sie sich immer noch schuldig dafür fühlen, sich geküsst zu haben. Aber auch Mr. Trick hat etwas geplant: Er hat das “SlayerFest ’98” organisiert, eine Jagd, wo sowohl Menschen, als auch Dämonen die Jäger sind und die Slayer die Gejagten.

Meine Meinung: Mir hat die Auswahl der Jäger sehr gut gefallen, da jeder auf seine eigene Art gejagt hat (natürlich haben sie alle verloren), insbesondere diese Mischung der Typen “Daniel Boone” und der deutschen High-Tech-Jäger. Besonders gefallen hat mir die Szene, wo der “zweite Slayer” (Cordy) die Vampire vergrault hat, nur in dem sie sie bedroht hat. 😀 Das ist ein Talent, welches sie in Angel wieder einsetzen wird.

Außer Rand und Band
(Band Candy)

Inhalt: Direktor Snyder zwingt alle Schüler dazu, Schokoriegel zu verkaufen, um der Schulband neue Uniformen kaufen zu können. Aber plötzlich fangen alle Erwachsenen an, sich wie Teenager zu verhalten und weigern sich, ihr Alter anzuerkennen. Wie es sich herausstellt, ist Ethan Rayne der Hersteller dieser Riegel – aber er ist nur ein Subunternehmer für Mr. Trick, der jetzt wiederum für den Bürgermeister arbeitet.

Meine Meinung: Ethan ist zurück und die Folge ist fun. 🙂 Snyder hat mich ziemlich stark an Quark (Star Trek DS9) erinnert, als er versucht hat, den Frauen nachzustellen und durch nichts entmutigt werden konnte. Und Giles und Joyce waren auch toll darin, ihre Jugend wieder aufleben zu lassen. Was wir bisher über den Bürgermeister gelernt haben, erklärt auch einige der unter-den-Teppich-kehren-Aktionen der zweiten Staffel.

Der Handschuh von Myhnegon
(Revelations)

Inhalt: Faith hat einen neuen Watcher bekommen, eine strenge englishe Frau, die nicht weniger als das Beste erwartet. Und Buffy verheimlicht immer noch den Fakt, dass Angel zurückgekehrt ist. Und ein neuer Dämon ist in der Stadt, der den Handschuh von Myhnegon, ein sehr mächtiges Artefakt, haben will. Am Ende werden sich alle ihre Wege in Angels Versteck kreuzen. Außerdem haben Xander und Willow Schwierigkeiten, ihre Gefühle füreinander zu leugnen oder sich nicht öffentlich ihre Zuneigung deutlich zu machen.

Meine Meinung: Xander hat Angel nie wirklich gemocht, selbst bevor er wusste, dass er ein Vampir ist. Aber in Folgen wie dieser zeigt er ungebremsten Hass auf den Typen und mit Ausnahme des Angel-Buffy-Dings habe ich nie verstanden, warum er so stark emotional auf Angel reagiert. Aber es war mal wieder toll, einen “Slayer vs. Slayer”-Kampf zu sehen. Kick Ass!

Liebe und andere Schwierigkeiten
(Lovers Walk)

Inhalt: Spike ist wieder in der Stadt, aber er ist ein Wrack. Dru hat ihn für einen Chaosdämonen verlassen und er will sie zurück haben. Durch einen Zufall rennt er Willow über den Weg, die gerade Zutaten für einen Anti-Liebestrank für Xander und sich kauft und er betrachtet die generelle Idee eines Liebestranks als gar nicht so schlecht. Also kidnappt er sie und zwingt sie einen für sich und Dru herzustellen. In der Zwischenzeit sucht der Rest der Scooby-Gang nach ihnen.

Meine Meinung: Spike – Phase II hat gerade begonnen. Erst war er der Bösewicht, nun wird er für eine ganze Weile die unfreiwillige Witzfigur abgeben. Aber am Ende wird er seinen rechtmäßigen Platz als einer der Helden einnehmen. Schade, dass dies sein einziger Auftritt in der Staffel sein wird. Und von einem rückblickenden Standpunkt mochte ich Xanders und Willows kleine Affäre. Zum einen, weil es nicht erzwungen wirkte – es gab seit dem Pilotfilm immer wieder kleine Hinweise in die Richtung. Zum anderen, weil es zur Einführung von Anyanka in der nächsten Folge führt. Auch gefallen hat mir, wie Spike problemlos durch Angels und Buffys wir-sind-nur-Freunde-Scharade hindurchgucken konnte.

Season 3: Disc 3

Ein TV-Junkie, der kein TV (mehr) guckt?

Ein TV-Junkie, der kein TV (mehr) guckt?

DJ Doena und das Fernsehen in Deutschland – Die Geschichte einer Entfremdung.

Ich war eigentlich “schon immer”™ ein TV Junkie. Ich wurde zwar 1977 in Ost-Berlin geboren und habe auch bis zur Wende in der DDR gewohnt, das war aber kein wirkliches Hindernis. Offiziell gab es zwar nur DDR1 und DDR2, aber inoffiziell gab es natürlich auch ARD, ZDF und später dann RTL und Sat.1.

Und schon damals hab ich die Action-Serien der 80er wie zum Beispiel Ein Colt für alle Fälle und Trio mit vier Fäusten um 17:50 auf dem ZDF geguckt – man musste ja am nächsten Tag auf dem Schulhof mitreden können, wenn es darum ging, welchen Stunt Colt jetzt wieder gemacht hat.
Sogar Raumschiff Enterprise habe ich damals schon geguckt, die erste Folge, an die ich mich erinnern kann, war Der Tempel des Apoll, sie lief sogar noch in schwarz-weiß, wobei ich nicht mehr weiß, ob das noch auf unserem Monochrom-Fernseher war oder einfach, weil in der DDR das Secam- anstelle des PAL-Formats benutzt wurde.

Nach der Wende ging es dann nahtlos weiter. Kaum kam ich aus der Schule, liefen auf Sat.1 auch schon MacGyver und abends kam Airwolf. Ich war dabei, als das ZDF zum ersten Mal Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert ausgestrahlt hat, ich war dabei als Star Trek: Deep Space Nine auf Sat.1 und Babylon 5 auf Pro 7 anliefen. Ich habe es gehasst, regelmäßig einen anderen Termin am Dienstagabend zu haben, wo doch auf RTL Buck Rogers lief.

Seit 1995 hatten wir dann Internet (damals noch via AOL-“Sie haben Post”-Einwahlsoftware) und in den AOL-Bildergruppen fand ich dann die ersten Bilder einer neuen Star Trek-Serie: Star Trek: Raumschiff Voyager. Ich weiß nicht mehr, wie groß die Bilder waren, aber man konnte die Namen der Darsteller fast gar nicht entziffern und auch von den Gesichtern war nicht viel übrig geblieben. Aber ich wusste, dass da etwas Neues kommen würde und als Sat.1 mit der Ausstrahlung begann, war ich wieder ganz vorne mit dabei. Ich habe zwar nie ein Einschaltquotenmessgerät besessen, aber ich verspreche euch: Ich war immer dabei.*

Als ich dann im Jahr 2000 in meine eigene Wohnung gezogen bin, habe ich mir auch noch Premiere geholt, damals noch für 34,95 DM / Monat fürs Vollprogramm (später dann 39,95 DM).

Bis hierhin kann man also mit Fug und Recht behaupten, dass ich doch der ideale Zuschauer war. Was konnte sich die Werbewirtschaft mehr wünschen? Seit Anfang 1992 gehöre ich zur “werberelevanten Zielgruppe” und das bleibt auch bis Ende 2026 so.

In der neuen Wohnung hab mir dann aber auch meinen ersten 16:9-Fernseher gegönnt, den gab es im Kombiangebot mit einem DVD-Player von Universum bei Quelle (Ruhe in Frieden †). Mit letzterem Gerät änderte sich meine Welt völlig.

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Scott me up, Beamie!

Scott me up, Beamie!

So, komme gerade aus dem Kino (mit 12 Kumpels und Kumpelinen) und kann’s nur so sagen: Ich hab mich prächtig amüsiert.

Ich bin in den Film mit genau der Erwartungshaltung rein gegangen, die meines Erachtens nach Vorraussetzung war: Eine Neuinterpretation von Star Trek TOS. Die Zeitreise war die Brücke zur alten Star Trek Welt, aber es war eine metaphorische Brücke, keine kanonische.

So empfand ich es dann auch nicht als konstruiert, dass die Crew so zusammenkam, wie sie zusammenkam. Dass es die gleichen Leute waren, wie im Original-TOS, das war eben Schicksal – das gleiche Schicksal, welches auch immer die gleichen Charaktere im Spiegeluniversum zusammenführt, sei es nun in TOS, DS9 oder ENT. Hätten wir vor diesem Film nie etwas von TOS gesehen (sei es die Serie oder die Filme), so würde es niemandem spanisch vorkommen, dass am Ende genau diese Leute auf ihren Stühlen sitzen.

Auch großartige Logiklöcher konnte ich jetzt nicht finden – ich habe nicht danach gesucht, aber mir sind jetzt auch keine wirklich ins Auge gesprungen.

Womit sie es teilweise etwas übertrieben haben, war mit der Albernheit der Charaktere. Da gab es dann doch diverse Szenen, die so nicht sein gemusst hätten, da glitten sie dann ins comichafte ab. Da viele dieser Szenen aber sprachlich albern waren, werde ich mir demnächst den Film noch mal im O-Ton angucken und sehen, wie viel davon mal wieder der deutschen Synchro zu “verdanken” ist, die ja schon TOS unbedingt auf lustig trimmen wollte. Von der Crew her war es aber einzig Chekov, den ich zu übertrieben fand, er wirkte wie eine schlechte Imitation von Mittermeiers Chekov-Imitation.

Bild- und tontechnisch war ich vom Kino mal wieder etwas enttäuscht. Wir hatten ständig Streifen im Bild, die entweder in schwarz oder in grün über dem Bild hängen, sowie diverse extrem schlechte Übergänge von einer Filmrolle zur nächsten, inklusive Tonaussetzern. Auch beim Ton fehlten mal wieder eindeutig die Bässe, wenn sie hätten da sein sollen. Da kann man sich ja gleich eine schlechte Internetkopie angucken.

Summa summarum: Der Film ist definitiv anders als alle anderen Trek-Filme vor ihm und das wollte er ja auch sein. Er verbindet die Leichtigkeit von Zurück in die Gegenwart mit der Action von Der erste Kontakt und die Charaktere sind im großen und ganzen sympathisch. Auch die Optik inklusive des “Brauerei-Maschinenraums” hat mir gut gefallen.

O-Ton-Vorführung, ich komme!

MacGyver

MacGyver

Ich war in der Stimmung und hab mal wieder angefangen, MacGyver zu gucken, beginnend mit der ersten Staffel von 1985/86.

Und ich finde es Klasse, so viele bekannte Gastdarsteller darin zu sehen:

Robin Curtis (Star Trek 3 & 4), Peter Jurassik (Babylon 5, Sliders), Nana Visitor (Star Trek DS9), Robert Englund (Nightmare on Elm Street, V), Stephen Williams (The Blues Brothers, 21 Jump Street), Teri Hatcher (Lois & Clark, Desperate Housewives), John de Lancie (Star Trek TNG, DS9, VOY, Stargate SG-1), …

Buffy: Season 1

Buffy: Season 1

English Version | Buffy-Marathon | Season 2

Disc 1

Das Zentrum des Bösen
(Welcome to the Hellmouth)

Inhalt: Buffy und ihre Mutter sind gerade nach Sunnydale, Kalifornien gezogen. Sie wurde aus ihrer alten Schule in Los Angeles geworfen, weil sie die Turnhalle niedergebrannt hatte (sie war voll mit Vampiren). Aber sie hofft, dass dieser Teil ihres Lebens hinter ihr liegt – wie falsch sie da lag. Ein sehr alter Vampir – der Master – versucht, sich selbst aus dem Hellmouth zu befreien, welcher direkt unter der Stadt liegt. Und sie kann es nicht einmal geheim halten, dass sie der Slayer ist. Jeder scheint es zu wissen. Der Bibliothekar Giles, ihr Klassenkamerad Xander und sogar ein mysteriöser Typ in den dunklen Gassen.

Meine Meinung: Ich hab den Pilotfilm zum ersten mal am 22. November 2007 gesehen. Und ich hab ihn in diesen 16 Monaten bereits 10 Mal geguckt. Inzwischen kann ich den komplett mitsprechen. “It’s dated?” – “It’s carbon-dated!” Ich muss sagen, dass es mir gefallen hat, dass die ganze Gang gleich von Anfang an Bescheid wusste. Das unterscheidet es von anderen Superheldenserie (*hust* Smallville *hust*). Das ist auch eine gute Basis für ihre Freundschaft, auch wenn jeder einzelne in den kommenden Jahren eigene Geheimnisse haben wird.

Kurz bevor Buffy ihren ersten Vampir in der Serie getötet hat, machte sie einen Kommentar, bei dem bei mir etwas klingelte – Ich hab einen ähnlichen Kommentar in einer ähnlichen Tonlage schon mal wo anders gehört. 😉

Buffy: Now, we can do this the hard way, or … well, actually, there’s just the hard way.
Darla: That’s fine with me.
Buffy: Are you sure? Now this is not gonna be pretty. We’re talking violence, strong language, adult content …

Jack O’Neill: Assuming – of course – you are the Tok’ra.
Cordesh: And if we’re not?
Jack O’Neill: Well, I guess we all start shooting. There’s blood, death, hard feelings. It’d suck.

Die Zeit der Ernte
(The Harvest)

Inhalt: Sie hat zwar Willow und Xander gerettet, aber auch die Spur zu Jesse verloren. Aber sie gibt nicht so einfach auf und sie hat auch Hilfe: Giles ist ihr neuer Watcher und Willow ist ein Computer-Nerd, die alles finden kann, wenn es im Netz ist. Und sie wird diese Hilfe brauchen, denn die Zeit der Ernte ist nahe und der Master wird die Welt betreten, wenn sie es nicht verhindern kann. Leider gibt es nichts mehr, was sie für Jesse tun kann: Er ist bereits schlimmer als tot: Ein Vampir.

Meine Meinung: Ich weiß, dass das Leben weitergehen musste, aber ich fand das Ende etwas billig. All diese Opfer im Bronze hätten absolut verängstigt sein und sich die Seele aus dem Leib schreien müssen, anstatt einfach nur zu warten, bis sie einzeln abgeschlachtet wurden. Und dann noch das Nachspiel, wo jeder einfach ignorierte, was passiert ist. Aber ich kenne auch keine bessere Lösung. Und ich fand es genial, wie sie Luke / the Vessel überlistet und ihn dann zu Staub gemacht hat.

Verhext
(Witch)

Inhalt: Buffy versucht, sich für das Cheerleading-Team zu bewerben. Sie war ein Cheerleader in LA und sie möchte auch hier ein normales Leben führen – so weit das eben möglich ist. Aber mysteriöse Unfälle scheinen den Cheerleadern dieser Schule zu passieren und schon bald gibt es keinen Zweifel, dass Hexerei dahinter steckt.

Meine Meinung: Die Geschichte der Folge war nicht so interessant, aber ich mochte bestimmte Aspekte davon. Zum Beispiel, als Buffy “Macho Man” gesungen hat oder ihre Cheerleading-Proben. Ich mochte auch, dass sie ihren ersten Zaubertrank mit Utensilien aus dem Bio- und Chemieunterricht hergestellt haben (Skalpel, Reagenzglas, …).

Die Gottesanbeterin
(Teacher’s Pet)

Inhalt: Nachdem ihr Biolehrer tot in einem Kühlschrank aufgefunden wurde, bekommen Buffy, Xander und Willow eine neue Aushilfslehrerin – und sie ist heiß. Xander und all die anderen Jungs sind sofort hin und weg und ihr gefällt das offenbar. Aber was für eine Frau ist das, wenn sogar ein Vampir Angst vor ihr hat?

Meine Meinung: Das ist eine dieser Folgen mit den offensichtlichen Storylines. Es gibt einen neuen Lehrer, nachdem der alte in der Folge getötet wurde. Man weiß sofort, dass sie irgendwie involviert ist. Sie ist beleidigt, als jemand ein Insekt “hässlich” nennt? Man weiß sofort, dass sie eins ist. Alle Jungs sind sofort in sie verknallt? Man weiß sofort, dass es was mit Pheromonen oder ähnlichem zu tun hat. Ich mochte die Folge nicht allzu sehr.

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Deep Space Nine: Season 7

Deep Space Nine: Season 7

English Version | Season 6

Disc 1

Das Gesicht im Sand
(Image in the Sand)

Inhalt: Die Siskos sind zurück zur Erde gegangen und dort arbeitet Ben im Restaurant seines Vaters. Er hofft immer noch, eine Eingebung zu bekommen, wie man das Wurmloch wieder öffnet. Und endlich bekommt er eine Vision über eine menschliche Frau, die irgendwie in Verbindung zu seinem Vater steht. In der Zwischenzeit muss sich Kira (die inzwischen zum Colonel befördert wurde) mit den Romulanern herumschlagen, die ein Hospital auf einem von Bajors unbewohnten Monden eröffnen wollen. Und Worf sucht nach einem Weg, dass seine Frau die Tore von Sto’Vo’Kor (dem klingonischen Himmel) passieren kann.

Meine Meinung: Also Siskos Mutter war nicht Siskos Mutter? Das ist ja mal ein bisschen “last minute”, oder? Abgesehen davon war diese Folge aber nur das Vorspiel zur nächsten.

Schatten und Symbole
(Shadows and Symbols)

Inhalt: Gerade als er nach Tyree aufbrechen wollte, um Antworten auf seine Vision zu finden, findet sich Sisko Auge in Auge mit Dax wieder – Ezri Dax. Ezri hat nie geplant, vereinigt zu werden, aber der Dax-Symbiont lag im sterben und sie war seine einzige Hoffnung. Also schließt sie sich Bens, Jakes und Jopseph Siskos Reise nach Tyree an. Und Miles, Julian und Quark haben sich einer gefährlichen Mission angeschlossen, um Jadzia Andenken zu ehren. Worf und Martok planen, die Rotarran tief in feindliches Gebiet zu nehmen, woe sie eine Schiffswerft zerstören wollen.

Meine Meinung: So Dax ist zurück. Warum? Warum verspürten sie das Bedürfnis, einen neuen Charakter (und das ist sie im Prinzip) in der letzten Staffel einzuführen? Sie ist eine zusammenhangslos brabbelnde Nervensäge und es wird kaum besser werden. Und Sisko wurde von einer Frau gezeugt, die zu der Zeit von einem Propheten besessen war? Und er hat das Wurmloch wieder geöffnet. Halleluja! Gesegnet sei der Abgesandte!
Aber ich mochte es, wie Kira sich mit ihrem Schwadron von Impulsjägern der Gruppe von romulanischen Warbirds entgegenstellte, nachdem sie hintergangen wurde. Und ich mochte die Zerstörung der Werft – das sollte Jadzias Einzu in Sto’Vo’Kor sicherstellen.

Auch war es schön zu sehen, dass sie die Chance genutzt haben, Casey Biggs (Damar) ohne Maske zu zeigen:

Nachempfindung
(Afterimage)

Inhalt: Ezri, die eine Counsellor im Training ist, hat eine schwere Zeit. Sie muss all die Erinnerungen ihrer früheren Wirte (insbesondere Jadzias) verarbeiten. Aber sie muss auch mit all ihren – oder Jadzias – Freunden an Bord von DS9 eine neue Beziehung aufbauen, insbesondere mit Worf. Aber dann wird sie abgelenkt, als Garaks Klaustrophobieattacken schlimmer werden und er beinahe aus einer Luftschleuse springt, um “etwas frische Luft zu schnappen.

Meine Meinung: Ich mochte Garaks inneren Konflikt über den “Verrat” an seinem eigenen Volk. Gleichzeitig mochte ich den Ezri-Plot überhaupt nicht. Und Garaks Geschichte war eigentlich nur der Zulieferer für ihre Geschichte. Wenn das eine Ausnahme gewesen wäre, dann hätte ich damit leben können, aber wir werden noch eine Unzahl an Ezri-Folgen in dieser Staffel sehen. Sie wollten ihr ein richtiges Profil und einen Hintergrund geben, aber es fühlt sich erzwungen an. Ezri hier. Ezri da.

Wettkampf in der Holosuite
(Take Me Out to the Holosuite)

Inhalt: Die USS T’Kumbra (ein rein vulkanisches Schiff) kommt nach DS9 und sein Captain und Sisko haben eine Vergangenheit. Er fordert Sisko auf dessen eigenem Feld heraus – im Baseball. Sisko akzeptiert natürlich und baut sein eigenes Baseball-Team auf. Und zwei Wochen später jubelt eine Holo-Menge einem Spiel der “Logicians” gegen die “Niners” zu.

Meine Meinung: Baseball hat mich mit Ausnahme von Die Indianer von Cleveland nie interessiert, aber das war lustigf mitanzusehen. Das riesige Basecap, damit es auf einen Ferengi-Kopf passt oder Odo als Schiedsrichter oder O’Briens Kaugummi mit Scotch-Geschmack. Toll. 🙂 Aber ich hätte mir mehr von Worf erwartet. Er ist ein fähiger klingonischer Krieger und kann nicht einmal den Ball treffen? 😉

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Deep Space Nine: Season 6

Deep Space Nine: Season 6

English Version | Season 5 | Season 7


Disc 1

Zeit des Widerstands
(A Time to Stand)

Inhalt: Seit drei Monaten herrscht Krieg und die Föderation musste schwere Verluste hinnehmen. Aber das Minenfeld ist noch da und es ist anscheinend unzerstörbar. Starfleet entwickelt einen Plan, um die Ketracel-White-Vorräte des Dominions zu zerstören. Ohne die Droge können die Jem’Hadar nicht mehr kämpfen. Sisko nimmt ein gekapertes Jem’Hadar-Schiff und fliegt damit hinter die Frontlinien, um genau dies zu erreichen.

Meine Meinung: Dies ist der Anfang eines sechsteiligen Arcs, zum ersten Mal in der Geschichte von Star Trek wurde versucht, etwas längeres als einen Doppelteil zu machen. Obwohl Siskos Mission interessant war, so war sie trotzdem auch “nur eine weitere Mission”. Ich fand es interessanter, die anderen Charaktere zu beobachten, die, die auf der Station zurückgeblieben sind. Und ich mochte es, wie Jake versucht hat, ein Reporter zu sein und wie er und Weyoun die “Pressefreiheit” in Zeiten wie diesen diskutiert haben.

Entscheidungen
(Rocks and Shoals)

Inhalt: Siskos schwer beschädigtes Schiff stürzt auf einem Planeten in einem unkartographierten Nebel ab. Die meisten der Crew überleben, aber nun sind sie gestrandet und haben keine Kommunikationsmöglichkeit. Und sie haben noch ein Problem: Sie sind nicht die ersten, die hier abgestürzt sind. Eine Gruppe von Jem’Hadar und ihr Vorta-Anführer sind ebenfalls dort und ihr Vorrat an White ist gefährlich niedrig, was sie umso gefährlicher macht. Auf DS9 Terok Nor geht das Leben weiter. Kira arbeitet innerhalb der militärischen Hierarchie des Dominions (Dukat ist wieder der kommandierende Offizier auf der Station) und Odo ist ein Mitglied des Führungsrats. Aber das alles ändert sich, als einige Bajoraner anfangen, gegen die Besatzung (und so empfinden sie es) zu demonstrieren.

Meine Meinung: Es scheint so, als könne man nicht bestimmte Eigenschaften zusammen in dieselbe DNA hinein kodieren. Die Vorta sind schlau und verschlagen und gute Unterhändler, aber gleichzeitig sind sie bei weitem nicht so loyal zum Dominion wie die Jem’Hadar. Ich mochte es, wie Sisko versucht hat, das Blutvergießen zu verhindern und obwohl sie der Feind sind, so war es ein wenig traurig, dass die Jem’Hadar abgeschlachtet werden mussten. Aber wenigstens bekommt Keevan (der Vorta) seine gerechte Strafe in einer späteren Folge.

Söhne und Töchter
(Sons and Daughters)

Inhalt: Alexander Rozhenko – Worfs Sohn – heuert als Crewmitglied auf der IKS Rotarran an und dabei begegnet er Worf, da dieser der erste Offizier auf dem Schiff ist. Aber Alexander und Worf haben sich nie nahe gestanden und bisher hat sich Alexander seinem Erbe als klingonischer Krieger verweigert. Warum ist er nun hier? In der Zwischenzeit hat Dukat seine Tochter Ziyal von Bajor wieder auf die Station gebracht.

Meine Meinung: Es war schön, Alexander mal wieder zu sehen, nachdem er vier Jahre lang weg war. Und ich mochte es, dass sie ihn nicht plötzlich in einen perfekten Krieger verwandelt haben. Ebenfalls gefallen hat mir, wie Ziyal versucht hat, die Dreiecksbeziehung zwischen ihr, ihrem Vater und Kira wiederherzustellen. Aber diesmal musste das fehlschlagen und es war gut, dass Kira diese Farce nicht fortgesetzt hat.

Das war die zweite Folge, die aufgrund der BBFC geschnitten war. Circa 20 Sekunden fehlen am Ende, als die drei Klingonen ihr Handschneideritual vollführen.

Hinter der Linie
(Behind the Lines)

Inhalt: Quark erfährt, dass Dumar (Dukats Vize) einen Weg gefunden hat, das Minenfeld unschädlich zu machen und Rom (der es entworfen hat) bestätigt, dass es funktionieren könnte. Die Widerstandszelle (bestehend aus Kira, Odo, Rom, Leeta & Jake) plant, die Station zu sabotieren. Aber dann kommt die weibliche Gründerin auf die Station und das ändert alles. In der Zwischenzeit wurde Sisko zum Assistenten von Admiral Ross befördert und Dax übernimmt das Kommando über die Defiant. Und sie nimmt sie gleich mit auf eine sehr gefährliche Mission.

Meine Meinung: Diese Folge war eher durchschnittlich bis kurz vor dem Ende. Als ich sie zum ersten Mal gesehen habe, hatte ich damit gerechnet, dass vielleicht nicht alles nach Plan verläuft, dass sie aber letztendlich Erfolg haben würden. Es hat mich wirklich überrascht, dass Odo sie im Stich gelassen hat, nur um mit einem anderen Wechselbalg zu verbinden. Aber das macht die Situation auf der Station nur umso interessanter.

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