"Battlestar Galactica"-Romane

"Battlestar Galactica"-Romane

English Version

Battlestar Galactica
von Jeffrey A. Carver

Inhalt: Adama steht kurz vor der Pensionierung. Die Galactica steht kurz vor der Außerdienststellung. Die Zylonen stehen kurz vor ihrer Rückkehr. Die zwölf Kolonien von Kobol stehen kurz vor ihrer Zerstörung. Die Menschheit steht kurz vor ihrer Ausrottung. Glücklicherweise treten nur zwei dieser “kurz vor”s ein. Unglücklicherweise bedeuten diese beiden, dass die Menschheit auf 50.000 Leute dezimiert wird – und das wars.

Meine Meinung: Es ist die Romanfassung der Mini-Serie und es folgt dem Drehbuch sehr stark, inklusive den Sprüngen zwischen den verschiedenen Handlungsorten (Galactica, Caprica, Colonial One, …). Ich habe schon bessere und schlechtere Romanfassungen von Filmen gelesen, eine bessere wäre z.B. Babylon 5: In the Beginning und schlechtere wären z.B. die Bücher zur Original-Star Wars-Trilogie.

The Cylons’ Secret
von Craig Shaw Gardner

Inhalt: 20 Jahre seit dem die Zylonen die Kolonien verlassen haben und 20 Jahre, bevor sie zurückkommen werden. Adama hat sich wieder den Streitkräften angeschlossen und ist nun ein Colonel und der XO des Kampfsterns Galactica. Er hat es geschafft, Tigh auf das Schiff zu holen, wo dieser als Ausbilder für Viper-Piloten dient.
Tom Zarek auf der anderen Seite ist ein Mitglied eines Plündererschiffs. Eines Tages stolpern sie über eine Forschungsstation auf einem Planeten, der weit abgelegen von den Kolonien ist. Dort führen sie immer noch Forschungen über und mit den (originalen) Zylonen durch. Keine der Parteien weiß, dass es Wesen gibt, die diese Forschung sehr interessiert beobachten und dass diese ein großes Interesse daran haben, die Station “unter dem Radar” zu halten

Meine Meinung: Meiner Meinung nach nicht so interessant. Der Text ist einfach zu lesen und die Geschichte ist ziemlich geradeaus. Wer diese mysteriösen Wesen sein könnten, ist nicht so schwer zu erraten, wenn man die Serie kennt und die Anzahl der verschiedenen Lebensformen im BSG-Universum. Der Autor hat meines Wissens nach nicht der canon-Geschichte widersprochen. Aber das bedeutet auch, dass er uns nichts neues über sie erzählt hat – zumindest nicht sehr viel.

Sagittarius is Bleeding
von Peter David

Inhalt: Die Geschichte dieses Buches ist zwischen den Folgen Black Market (2×14) und Scar (2×15) der zweiten Staffel angesiedelt. Präsidentin Roslin hat merkwürdige Halluzinationen. Sie sieht Sharon Valerii überall. Hat das etwas mit der Tatsache zu tun, dass sie das Blut der ungeborenen Tochter von Sharon bekommen hat, um ihren Krebs zu heilen? Sie kann nicht schlafen und wenn sie es tut – oder sogar, wenn sie wach ist – bekommt sie eine Nachricht: “Sagittarius blutet”.
Ein Schiff der Flotte, die Bifrost, gehört den Midgardiern, einer Gruppe von Heiden, die nicht an die Herren von Kobol glauben. Sie bitten um die Erlaubnis, als 13. Kolonie von Kobol anerkannt zu werden – oder als 14., wenn man die Erde mitzählt. Sie können auch etwas im Gegenzug anbieten.

Meine Meinung: Das war eine interessante Lektüre. Ich mag die Bücher von diesem Autor – Peter David -, der ebenfalls Bücher (u.a.) für das Star Trek– und Babylon 5-Franchise geschrieben hat. Es war mir bis zum Ende nicht klar, was genau die Midgardier geplant hatten und alle Charaktere haben sich verhalten, wie sie sich in einer TV-Folge verhalten würden. OK, wir haben noch nie von diesen Midgardiern gehört und werden es wahrscheinlich auch nie wieder, aber wer kann schon alle Leute in einer Flotte von 50.000 Individuen kennen?
Obwohl ich das Buch im Allgemeinen mochte, so hatte ich doch ein Problem mit einem bestimmten Charakter – insbesondere am Ende des Buches.
Spoiler (markieren um zu lesen):

Boxey – der eine Schlüsselrolle in diesem Buch spielte (aber in der Serie schon seit geraumer Zeit nicht mehr gesehen wurde) – wirdverdächtigt, ein Zylone zu sein. Natürlich war es Baltar, der ihn ins Rampenlich gerückt hat. Das ist aber noch nicht das Problem. Aber das Ende deutete ziemlich eindeutig darauf hin, dass er tatsächlich ein menschliches Modell ist und wenn er nicht der zwölfte menschliche Zylon in der Serie wird, dann ist das hier ein Plothole. Das Buch ist zwar non-canon, aber ich sehe beim besten Willen keinen Grund, warum Peter David das gemacht hat. Es war nicht mal notwendig für die Geschichte.

Unity
von Stephen Harper

Inhalt: Die Geschichte dieses Buches ist zwischen den Folgen Flight of the Phoenix (2×09) und Pegasus (2×10) der zweiten Staffel angesiedelt. Nachdem ein erneuter Zylonenangriff auf die Flotte abgewendet werden konnte, findet Starback in den Trümmern des Basestars eine Fluchtkapsel kolonialer Herkunft. In ihr ist der berühmte Rockstar Peter Attis, der von den Zylonen gefangen gehalten wurde.
Doch Attis bringt zwei “Geschenke” mit. Zum einen ist er ein trojanisches Pferd der Zylonen. Er schleppt eine Krankheit ein, die sich schnell in der Flotte verbreitet und die Leute zuerst sinnlos brabbeln lässt und dann zum Tod führt. Doch Attis glaubt auch, er sei der “Unifier”, ein religiöser Führer, der die Menschheit vor der Auslöschung beschützen kann.

Meine Meinung: Lange Zeit war ich skeptisch, weil der Autor eine Geschichte um Caprica-Sharon entwickelt hat, die so gar nicht in die offizielle Storyline reinpasste, allerdings hat er es geschafft, diese Geschichte schlüssig aufzulösen, so dass es keine Auswirkung auf die Serie hat. Auch die Charakterisierung von Kara und Gaius fand ich sehr getroffen, sie handelten, wie sie es in der Serie auch tun würden.
Auch die religiösen Konflikte innerhalb der Flotte fand ich gut dargestellt, auch wenn sie in der Serie oftmals nur ein Randthema sind. Das einige Menschen anfangen könnten, zu glauben, dass der Zylonen-Gott besser wäre, erscheint mit im Angesicht des nur knapp überlebten Armageddons nicht unrealistisch.

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