Month: August 2009

Bones

Bones

Bones @ Wikipedia

Bones @ IMDb

Da die Serie bereits 4 Jahre auf dem Buckel hat und im Herbst ins fünfte Jahr geht, denke ich mal, dass einige von euch die Serie auf RTL kennen, ich möchte sie hier aber trotzdem mal vorstellen.

Dr. Temperance “Bones” Brennan ist ein Doktor für forensische Anthropologie und arbeitet am Jeffersonian Institute in Washington D.C.. Sie ist auch eine erfolgreiche Buchautorin und bearbeitet zusammen mit ihrem Team und FBI Special Agent Seeley Booth mysteriöse Leichenfunde, bei denen ein normaler Leichenbeschauer nicht mehr helfen kann.

Sich die Serie wegen der wöchentlichen Fälle anzugucken lohnt sich meiner Meinung nach nicht. Ich gebe zu, dass ich von diesem Feld absolut keine Ahnung habe und ich weiß, dass die Serie von einer echten forensischen Anthropologin produziert wird, aber wie sie die Fälle lösen, grenzt einfach zu oft an Voodoo. Wenn zum Beispiel Hodgins aufgrund eines Käfers oder einer minimalen Sedimentprobe den Tatort auf einen Quadratkilometer einschränken kann, weil er im Computer nachguckt, wo genau diese Zusammensetzung Sand vorkommt; oder wenn die Knochen durch eine chemische Reaktion vollkommen zersetzt wurden, sie aber mit Hilfe des Computers dennoch die ursprüngliche Ausrichtung wiederherstellen und dann genau sehen, wie die Mordwaffe die Rippen durchstoßen hat – an dieser Stelle würde Michael Mittermeier fragen, wo es denn ein klitzekleines bisschen unrealistisch wird.

Am realistischsten finde ich da noch Booths Arbeit als FBI Agent und Angelas Fähigkeit, den Skeletten wieder ein Gesicht zu geben.

Aber das Charakter-Ensemble und die Neben-Plots macht die Serie dennoch sehr guckenswert. Am Anfang hatte ich Zweifel daran, weil Bones ihre absolute Ahnungslosigkeit bezüglich Popkultur-Referenzen immer mit einem “I don’t know what that means” kundtat – und das in einer doch eher nervigen Frequenz. Das haben sie aber zum Glück sehr schnell eingestellt und sie nur noch verwirrt gucken lassen. Aber nicht nur Booth und Bones sind klasse, auch ihr ganzes Squint-Team und insbesondere die Experimente von Hodgins und Zack machen sehr viel Spaß. Was der Serie ebenfalls sehr gut getan hat, war die Hinzufügung einer neuen Chefin in Staffel 2 und eines Psychiaters in Staffel 3, insbesondere, weil letzterer Booth so schön auf den Geist gehen kann.

10 Things I Hate About You

10 Things I Hate About You

10 Things I Hate About You (TV series) – Wikipedia, the free encyclopedia

“10 Things I Hate About You” (2009)

Die Serie basiert lose auf dem gleichnamigen Film 10 Dinge, die ich an dir hasse mit Heath Ledger und Julia Stiles.

Zuerst hab ich gedacht, die wollen den Film nur länger nacherzählen, aber inzwischen geht die Serie doch ihren eigenen Weg. Grundstory ist immer noch die Geschichte zweier Mädchen und ihres überfürsorglichen Vaters (übrigens der gleiche Schauspieler wie im Film), wobei die jüngere Bianca einfach nur dazu gehören will und die ältere Kat eher die Außenseitering ist.

Im Gegensatz zum Film spielt Cameron bisher nur eine untergeordnete Rolle und er hat auch keinen Deal mit Patrick. Letzterer versucht von ganz alleine, Kat zu erobern und die beiden sind es auch, welche die Serie tragen.

Ist jetzt nichts, was man unbedingt gesehen haben muss, aber ich erwische mich halt doch dabei, mir die Folgen regelmäßig anzugucken, also muss die Serie doch ihren Charme haben, auch wenn ich ihn hier nicht direkt in Worte fassen kann.

Man darf sich nur nicht von der ersten/den ersten beiden Folgen abschrecken lassen, wo das ganze tatsächlich noch wie eine lange Filmversion aussieht.

Being Human

Being Human

So, hab jetzt mal Zeit gefunden, die erste Staffel Being Human zu gucken. Erste Staffel heißt nach britischen Maßstäben 6 Folgen (plus der Pilotfilm).

Da schon einige Zeit vergangen war, seit ich den Pilotfilm gesehen habe, ist mir die Umbesetzung von Mitchell (Vampir) und Annie (Geist) nicht wirklich negativ aufgefallen.

Die Serie ist in der Tat keine Comedy-Sendung, auch nicht im typisch schwarzen britischen Humor-Sinne. Sie ist tatsächlich mehr ein Drama, in dem es darum geht, was es denn nun genau ausmacht, “ein Mensch zu sein”.

Alle drei kämpfen auf ihre Weise mit dem Problem, aber es kommt auch Druck von außen, da eine Gruppe von Vampiren entschieden hat, dass Darwinismus doch eigentlich gar keine so schlechte Idee ist und dass die Menschen inzwischen unberechtigt an der Spitze der Nahrungskette stehen.

Ich fand es sehr gut gemacht und die Effekte waren wohldosiert eingesetzt – auch wenn es eine weitere Serie nicht geschafft hat, einen überzeugenden Werwolf zu zeigen.

The Guild

The Guild

The Guild ist eine Web-Serie, dem eigenen Verständnis nach “für Gamer, über Gamer, von Gamern”. Die Hauptrolle wird von Felicia Day (Buffy, Dr. Horrible) gespielt. Im Prinzip geht es um die Mitglieder einer Gilde eines MMORP-Games, die sich zum ersten Mal im RL treffen.

Drauf gekommen bin ich über dieses Musikvideo von und mit den Hauptcharakteren:

Inzwischen gibt es eine zweite “Staffel”, aber hier ist erstmal die erste Folge:

Weiter geht’s hier: Youtube

Verschiebe einen Film / eine Serie in die Vergangenheit

Verschiebe einen Film / eine Serie in die Vergangenheit

English Version

Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann es angefangen hat, aber jetzt kann ich nicht mehr damit aufhören.

Jedes mal, wenn ich einen Film oder eine Serie gucke, denke ich darüber nach, was der früheste Moment sein könnte, an dem man das senden könnte, ohne die Pop-Kultur-Referenzen zu zerstören.

Ich rede nicht von stilistischen Mitteln, ich rede von visuellen oder textuellen Referenzen in die reale Welt oder zu anderen Filmen/Serien.

Um ein einfaches Beispiel zu geben: Am Anfang von Dirty Dancing erwähnt Baby den Mord an JFK. Also könnte man den Film nicht vor 1964 senden, ohne dass es zu einem un-lustigen Aneurysma wird.

Gestern Abend habe ich Kill Bill Vol.1 geguckt und abgesehen von den indirekten Referenzen auf Eastern im Allgemeinen (und auf Hattori Hanzo) gab es zwei Referenzen, die aus der Menge herausragten: Der Besitzer des Restaurant wird als “Charlie Brown” angesprochen und Sophie sieht wie ein “Bösewicht aus Star Trek” aus, wobei ST damit der spätere Zeitanker wird (Charlie Brown-Strips gibt es seit den 50ern).

Interessanterweise gibt es nur ein paar Hauptanker, die immer wieder auftauchen: Fixe Anker, wie der Mord an JSK, die Mondlandung 1969 und neuerdings 9/11, sowie variable Anker wie Star Trek und Star Wars. Die Letzteren sind deshalb variabel, da, wenn ich ein Film in der Zeit verschieben kann, dann kann ich das auch mit dem referenzierten Film machen.

Zum Glück sind beide Stars praktisch Endpunkte, insbesondere Star Wars. Da es in einer weit, weit entfernten Galaxie spielt, enthält es keine textuellen Referenzen in unsere reale Welt und kann bis an den Anfang des Kinos geschoben werden. Star Trek macht historische Anspielungen auf den zweiten Weltkrieg und das Chicago der 30er, aber ich neige eh dazu, Filme nicht über 1950 hinaus zu verschieben.

Je mehr Referenzen ein Film/eine Serie hat, desto mehr Spaß macht es, darüber nachzudenken, aber desto wahrscheinlicher ist es auch, dass es “in der Zeit verankert” ist. Buffy als Ganzes in die Vergangenheit zu schieben ist faktisch unmöglich, selbst wenn man sich dazu entschließt, ein Drittel der Referenzen zu verlieren. Also teile ich es auf Folgen-Ebene auf (wenn also Spike erwähnt, dass er ein Blumenkind leer gesaugt hat, dann wird Woodstock zum fixen Anker für die Folge).

Wenn ich erstmal den frühesten Premierentermin festgelegt habe, versuche ich mir vorzustellen, wie der Film in den Augen der Menschen dieser Zeit ausgesehen hat. Man stelle sich zum Beispiel vor, dass der Film Zurück in die Zukunft tatsächlich im Jahr 1955 gelaufen wäre. Das würde sogar funktionieren, da die Leute annehmen würden, dass Martys Auto und die Musik und alles aus dem “Zukunfts-1985” von einem Autor erfunden worden wären. So wie dieselben Autoren sich ein Jahr 2015 mit fliegenden Autos und holographischen Der weiße Hai-Filmen vorgestellt haben.
Obwohl es eine Referenz auf einen “John F. Kennedy”-Drive gibt, so wird doch nichts Spezielles erwähnt und JFK war zu der Zeit bereits Senator, das wäre also kein Problem.

Auf diese Weise bleibt mein Gehirn aktiv, auch wenn ich den Film schon diverse Male gesehen habe. Stellt euch Top Gun in den 50ern vor, wo das US-Militär ihre ersten Düsentriebwerke testet. Stellt euch Armageddon (mit all seinen Spezialeffekten) kurz nach der Gründung der NASA vor (wobei das dadurch verhindert werden würde, dass Neil Armstrong namentlich als erster Mann auf dem Mond erwähnt wurde -> fixer Anker; Armageddon erwähnt auch Star Wars (mehrfach), den Kennedy-Mord, Evel Knievel und ein paar andere Dinge, die man berücksichtigen muss).

Irgendwie macht’s Spaß.

Burn Notice

Burn Notice

So, hab jetzt die erste Staffel Burn Notice zu Ende geguckt.

Michael Weston ist ein weiterer Samariter in einer Reihe, in der vor ihm Michael Knight, Stingray, MacGyver, das A-Team und andere standen. Er sitzt in Miami fest, versucht herausfinden, warum er “verbrannt” wurde und arbeitet pro Folge an einem Fall, wo sich der Klient keine polizeiliche Hilfe erlauben oder anwaltliche Hilfe leisten kann. Also hilft Michael mit seinen eher speziellen Talenten.

Ist prinzipiell sehr guckbar und dadurch, dass es die Burn-Hintergrundgeschichte gibt, auch über mehrere Folgen am Stück.

Nichts, was man unbedingt gesehen haben muss, aber definitiv kein schlechter Zeitvertreib.

Film & Trailer Retcons

Film & Trailer Retcons

Hier haben sich einige Leute sehr viel Mühe gegeben, Trailer von Filmen umzuschneiden, um diesen eine völlig andere Bedeutung zu geben (Wenn dies in einer Serie passiert, nennt man das einen Retcon).

Sehr lustig jedenfalls, insbesondere, wenn man die Filme kennt:

Zwar kein Retcon, aber ein “auf den Punkt bringen”:

Windows 7

Windows 7

Ohne einen Grund zu haben, habe ich am Freitag mein XP gekickt und Windows 7 Ultimate installiert (scheiß doch auf “Never change a running system” 😉 ).

Irgendwann hatte ich mal Vista installiert, aber die UOPs waren nur nervig und mein XAMPP lief auch nicht richtig und irgendwie mochte ich es überhaupt nicht. Also bin ich zurück zu XP gegangen.

Freitag habe ich dann die RTM (Release to Manufacturers) von der MSDN runtergeladen und die 64bit Ultimate edition installiert.

Und ich muss sagen, es sieht richtig gut aus und fühlt sich auch so an. OK, an einige Dinge muss man sich gewöhnen. Aber insgesamt fühlt es sich wie ein modernes OS an und alle meine Programme (DVD Profiler, Visual Studio 2008, TortoiseSVN, XAMPP, Firefox, Thunderbird, … -> x64 falls verfügbar) laufen problemlos.

Burn Notice

Burn Notice

Burn Notice @ Wikipedia

Burn Notice @ IMDb

Michael Weston ist gerade in einem gefakten Waffendeal, als seine Geldüberweisung fehlschlägt, weil eine Burn Notice für ihn ausgestellt wurde. Das heißt, dass er “verbrannt” ist. Seine Agency löst alle Verbindungen mit ihm auf, friert seine Spesenkonten ein, macht seine Papiere ungültig und bestreitet, dass es ihn je gegeben hat. Er schafft es mit Ach und Krach und leidlich lädiert zurück nach Miami, sitzt jetzt dort aber fest. Er kann Miami aber nicht mehr verlassen, da er sonst das FBI am Hintern hat. Seine einzige Chance ist es, dort zu bleiben und den Kopf unten zu behalten.

Nun arbeitet er an kleineren Fällen und hilft mit den Methoden eines Agenten denjenigen, den die Polizei nicht helfen kann oder will. Ihm zur Seite steht ein alter Bekannter, der sich nicht um die Burn Notice schert, da er schon lange nicht mehr aktiv ist, sowie eine ehemalige IRA-Kämpferin. Ach ja, und seine Mutter wohnt auch in Florida.

Bisher habe ich erst den Pilot-Doppelteil und die erste Folge danach gesehen und obwohl es ganz witzig gemacht ist, so bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob ich es weiter gucken werde. Ein Mann, der seine speziellen Fähigkeiten benutzt, um den Schwachen mit etwas unkonventionellen (und illegalen) Mitteln gegen die Starken zu helfen, ist schließlich kein so ganz neues Konzept. Allerdings finde ich Jeffrey Donovan ganz charismatisch, ich kannte ihn vorher nur als Arschloch aus Hitch. Außerdem spielt einer meiner Lieblings-B-Movie-Schauspieler mit: Bruce Campbell (Tanz der Teufel, Armee der Finsternis, Hercules, Xena, Die Abenteuer des Brisco County jr., …).

Und dann hatte ich noch eine Offenbarung: Als seine zwei Kompagnons zwei Gauner reinlegen wollen, stellen sie sich als Detectives Cagney & Lacey vor und da fiel mir plötzlich auf, dass Westons Mutter irgendwie wie eine der beiden aussieht. Es war natürlich prompt Cagney, Sharon Gless.

Castle

Castle

Richard Castle ist ein erfolgreicher Bestseller-Autor, der gerade seinen Hauptcharakter im letzten Buch umgebracht hat. Aber nun hat er eine Schreibblockade und kann nicht mehr schreiben. Aber dann taucht ein Nachahmungs-Killer auf, der seine Opfer auf eine Art und Weise umbringt, wie die Leute in Castles Büchern. Die New Yorker Polizei bittet ihn um Hilfe in diesem Fall und er willigt ein. Er arbeitet mit Detective Becket und fängt an, Blut zu riechen. Er will sie zur Vorlage für seinen nächsten Charakter machen. Sie findet das gar nicht witzig – aber er ist mit dem Bürgermeister befreundet.

Normalerweise kann ich an Cop-Shows nicht (mehr) ran, insbesondere, wenn sie von der handelsüblichen Art sind. Aber das fühlt sich eher wie eine moderne Variante von Mord ist ihr Hobby an (oder Immer wenn sie Krimis schrieb, wie die Serie in der DDR hieß). Und ich hab die Serie geliebt. Und Nathan Fillion (Firefly, Dr. Horrible’s Sing-Along Blog) spielen einen tollen Autor und Stana Katic ist sehr gut darin, von ihm genervt zu sein. Manchmal, wenn sie lächelt, sieht sie ein wenig wie Sarah Clarke (Nina Meyers in 24) aus – nicht dass das was schlechtes wäre, mir ist es nur aufgefallen. Die Grundidee erinnert mich auch ein wenig an Auf die harte Tour, was aber auch nichts schlimmes ist, da ich diesen Film auch mochte.