Save the Cheerleader, Save the World!

Save the Cheerleader, Save the World!

Ab dem 10. Oktober 2007 läuft die inzwischen ein Jahr alte Serie Heroes auch in Deutschland (um genau zu sein, auf RTL2) an.

Da ich die Serie bereits auf Sturzbach TV gesehen habe und seit knapp einer Woche auf DVD besitze, dachte ich, dass ich mal so eins, zwei Worte darüber verliere.

Heroes ist eine Serie über normale Menschen. Naja, ganz normal sind sie nicht, aber wer ist das schon? Diese Menschen haben aber eine besondere Gabe. Sie haben übermenschliche Fähigkeiten und sie müssen lernen, damit umzugehen und sich entscheiden, wie sie diese Kräfte einsetzen.

Klingt nach X-Men? Ist es auch, nur ohne die Schule und den allwissenden Professor Xavier. Was auch fehlt, ist die schwarz-weiß-Malerei der Comics. Es gibt nicht auf der einen Seite “die Guten” und auf der anderen Seite “die Bösen” mit ihrem Ober-Mutanten-Anführer.

Wir lernen die Charaktere in ihrem privaten Umfeld kennen und für die meiste Zeit werden sie auch dort bleiben. Da gibt es den japanischen Angestellten Hiro Nakamura, der immer schon ein Held sein wollte (Hiro the Hero) und glaubt, er könne Raum und Zeit beeinflussen; Peter, der Krankenpfleger, der sich selbst in seinen Träumen sieht, wie er fliegt; eine Highschool-Cheerleaderin, die jede Verletzung schadlos übersteht.

Wie sich herausstellt, haben sie alle eine bestimmte Gensequenz, die diese Mutation herbeigeführt hat – und sie können gefunden werden. Zur Aufgabe gemacht haben sich das zwei Personen und eine Gruppe. Zum ersten der Sohn eines indischen Professors für Genetik, der diese Sequenz entdeckt hat, zum anderen ein Mutant, der seine ganz eigenen Pläne hat und eine Gruppe “Normaler”, die die Mutanten ebenfalls für ganz eigene Zwecke benutzen will.

Ich finde, es ist eine sehr spannende und in sich stimmige Serie, ich habe bloß meine Befürchtungen bezüglich des deutschen TVs. Heroes ist keine Einzelepisodenserie, sondern enthält eine fortlaufende Geschichte, wie zum Beispiel Lost. Gerade Lost zeigt aber, dass es solche Geschichten schwer haben. Weder haben die Sender viel Ausdauer, wenn es mal eine Delle in den Quoten gibt, noch scheinen sich die Zuschauer damit anfreunden zu können, dass die Story nicht nach 42 Minuten abgeschlossen ist, sondern sie auch noch wissen müssen, was letzte Woche geschah. Bezüglich der Quote hoffe ich, dass RTL2 (die ja mit Stargate und Stargate Atlantis seit langem zwei gut laufende Sci-Fi-Serien im Programm haben) nicht die gleichen Fehler macht wie Pro7 sie mit Lost gemacht hat.

Eine weitere Befürchtung ist die Synchronisation. Hiro und Ando sprechen über weite Teile der ersten Folgen japanisch mit englischen Untertiteln. Ich habe es munkeln gehört, dass diese Teile komplett synchronisiert worden sind – wahrscheinlich aus dem gleichen Gedanken heraus, warum man überhaupt synchronisiert. Offensichtlich ist es dem deutschen Publikum nicht zuzumuten, Film- und TV in einer fremden Sprache wahrzunehmen. Dabei ist gerade die Qualität von TV-Serien, was die Verständlichkeit betrifft, sehr hoch (im Gegensatz zu manchem Nuschel-Action-Star) – und das sage ich, der im Abi seinen Englisch-Grundkurs geradmal mit einer 4 abgeschlossen hat.

Schaltet also am besten ein und wenn es euch gefällt, kauft euch die DVD und guckt es im O-Ton!

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