English Version | Season 5 | Season 7


Disc 1

Zeit des Widerstands
(A Time to Stand)

Inhalt: Seit drei Monaten herrscht Krieg und die Föderation musste schwere Verluste hinnehmen. Aber das Minenfeld ist noch da und es ist anscheinend unzerstörbar. Starfleet entwickelt einen Plan, um die Ketracel-White-Vorräte des Dominions zu zerstören. Ohne die Droge können die Jem’Hadar nicht mehr kämpfen. Sisko nimmt ein gekapertes Jem’Hadar-Schiff und fliegt damit hinter die Frontlinien, um genau dies zu erreichen.

Meine Meinung: Dies ist der Anfang eines sechsteiligen Arcs, zum ersten Mal in der Geschichte von Star Trek wurde versucht, etwas längeres als einen Doppelteil zu machen. Obwohl Siskos Mission interessant war, so war sie trotzdem auch “nur eine weitere Mission”. Ich fand es interessanter, die anderen Charaktere zu beobachten, die, die auf der Station zurückgeblieben sind. Und ich mochte es, wie Jake versucht hat, ein Reporter zu sein und wie er und Weyoun die “Pressefreiheit” in Zeiten wie diesen diskutiert haben.

Entscheidungen
(Rocks and Shoals)

Inhalt: Siskos schwer beschädigtes Schiff stürzt auf einem Planeten in einem unkartographierten Nebel ab. Die meisten der Crew überleben, aber nun sind sie gestrandet und haben keine Kommunikationsmöglichkeit. Und sie haben noch ein Problem: Sie sind nicht die ersten, die hier abgestürzt sind. Eine Gruppe von Jem’Hadar und ihr Vorta-Anführer sind ebenfalls dort und ihr Vorrat an White ist gefährlich niedrig, was sie umso gefährlicher macht. Auf DS9 Terok Nor geht das Leben weiter. Kira arbeitet innerhalb der militärischen Hierarchie des Dominions (Dukat ist wieder der kommandierende Offizier auf der Station) und Odo ist ein Mitglied des Führungsrats. Aber das alles ändert sich, als einige Bajoraner anfangen, gegen die Besatzung (und so empfinden sie es) zu demonstrieren.

Meine Meinung: Es scheint so, als könne man nicht bestimmte Eigenschaften zusammen in dieselbe DNA hinein kodieren. Die Vorta sind schlau und verschlagen und gute Unterhändler, aber gleichzeitig sind sie bei weitem nicht so loyal zum Dominion wie die Jem’Hadar. Ich mochte es, wie Sisko versucht hat, das Blutvergießen zu verhindern und obwohl sie der Feind sind, so war es ein wenig traurig, dass die Jem’Hadar abgeschlachtet werden mussten. Aber wenigstens bekommt Keevan (der Vorta) seine gerechte Strafe in einer späteren Folge.

Söhne und Töchter
(Sons and Daughters)

Inhalt: Alexander Rozhenko – Worfs Sohn – heuert als Crewmitglied auf der IKS Rotarran an und dabei begegnet er Worf, da dieser der erste Offizier auf dem Schiff ist. Aber Alexander und Worf haben sich nie nahe gestanden und bisher hat sich Alexander seinem Erbe als klingonischer Krieger verweigert. Warum ist er nun hier? In der Zwischenzeit hat Dukat seine Tochter Ziyal von Bajor wieder auf die Station gebracht.

Meine Meinung: Es war schön, Alexander mal wieder zu sehen, nachdem er vier Jahre lang weg war. Und ich mochte es, dass sie ihn nicht plötzlich in einen perfekten Krieger verwandelt haben. Ebenfalls gefallen hat mir, wie Ziyal versucht hat, die Dreiecksbeziehung zwischen ihr, ihrem Vater und Kira wiederherzustellen. Aber diesmal musste das fehlschlagen und es war gut, dass Kira diese Farce nicht fortgesetzt hat.

Das war die zweite Folge, die aufgrund der BBFC geschnitten war. Circa 20 Sekunden fehlen am Ende, als die drei Klingonen ihr Handschneideritual vollführen.

Hinter der Linie
(Behind the Lines)

Inhalt: Quark erfährt, dass Dumar (Dukats Vize) einen Weg gefunden hat, das Minenfeld unschädlich zu machen und Rom (der es entworfen hat) bestätigt, dass es funktionieren könnte. Die Widerstandszelle (bestehend aus Kira, Odo, Rom, Leeta & Jake) plant, die Station zu sabotieren. Aber dann kommt die weibliche Gründerin auf die Station und das ändert alles. In der Zwischenzeit wurde Sisko zum Assistenten von Admiral Ross befördert und Dax übernimmt das Kommando über die Defiant. Und sie nimmt sie gleich mit auf eine sehr gefährliche Mission.

Meine Meinung: Diese Folge war eher durchschnittlich bis kurz vor dem Ende. Als ich sie zum ersten Mal gesehen habe, hatte ich damit gerechnet, dass vielleicht nicht alles nach Plan verläuft, dass sie aber letztendlich Erfolg haben würden. Es hat mich wirklich überrascht, dass Odo sie im Stich gelassen hat, nur um mit einem anderen Wechselbalg zu verbinden. Aber das macht die Situation auf der Station nur umso interessanter.

Disc 2

Ein kühner Plan
(Favor the Bold)

Inhalt: Starfleet kämpft in vielen Schlachten, muss sich letztendlich aber immer zurückziehen. Aber Sisko hat einen Plan entwickelt, um DS9 zurückzuerobern und damit die Kontrolle über das Wurmloch wiederzuerlangen. Er stellt eine riesige Flotte zusammen, um dem bajoranischen System einen entscheidenden Schlag zu versetzen. Aber ihm rennt auch die Zeit davon, Damar wird das Minenfeld innerhalb von einer Woche einreißen und Dukat hat eine Flotte, um Sisko abzufangen.

Meine Meinung: Endlich schlagen sie zurück! Und sie nutzen eine angemessene Anzahl von Schiffen. 650 Föderationsschiffe gegen 1254 Dominion-Schiffe! So stellt man sich Flotten im Weltraum vor. Let’s get ready to rumble!

Sieg oder Niederlage
(Sacrifice of Angels)

Inhalt: Die Schlacht hat begonnen und Sisko versucht, durch die Dominion-Reihen hindurchzubrechen, um DS9 zu erreichen, aber sowohl die Jem’Hadar, als auch die Cardassianer weichen nicht zurück. Sisko benötigt ein Wunder, um den Alpha-Quadranten zu retten und er bekommt sogar zwei: Endlich erreichen die Klingonen die Front und zeigen, warum sie ihre Raumschiffe “Raubvögel” nennen. Aber gegen die 28.000 Schiffe auf der anderen Seite des Wurmlochs kann nur eine göttliche Fügung helfen.

Meine Meinung: So sehr ich auch diesen ganzen Arc seit dem Ende der fünften Staffel mochte und so sehr ich auch diese letzten beiden Folgen mochte, so denke ich trotzdem, dass die Auflösung sehr unbefriedigend war. “Deus ex machina” ist wortwörtlich “Gott aus der Maschine” und das ist genau das, was sie gemacht haben. Sie haben eine Flotte von 28.000 Dominion-Schiffen erfunden und hatten plötzlich keine Ahnung, wie sie das lösen sollen. Also haben sie die Propheten/Wurmlochwesen benutzt, um sie loszuwerden.
Aber ich mochte den Twist, dass Dukat wahnsinnig geworden ist, nachdem er so sicher war, dass er bereits der Herrscher des AQ ist und nachdem er seine Tochter verloren hat. Dies gibt dem Charakter wieder eine neue Richtung und ist die Basis für eine Anzahl guter Folgen.

Vor einer Weile habe ich diesen Fan-Trailer zu Ein kühner Plan und Sieg oder Niederlage gefunden, den ich sehr gut gemacht finde:

Klingonische Tradition
(You Are Cordially Invited)

Inhalt: Worf und Jadzia entscheiden sich, nicht erst nach dem Krieg zu heiraten, sondern schon in einer Woche. Deshalb lädt Worf Martok, Alexander, Sisko, O’Brien und Bashir zu seiner “klingonischen Junggesellenabschiedsparty” ein, während Dax die Zustimmung von Martoks Frau bekommen muss, damit sie dem Haus von Martok beitreten darf. Und natürlich hat sie ihre eigene Art von Abschiedsparty.

Meine Meinung: Nach all den Kämpfen war das eine schöne Tempoänderung. Ich fand es so lustig, wie sich jeder eine “klingonische Junggesellenabschiedsparty” vorgestellt hat und wie es wirklich war. Insbesondere O’Brien hätte es besser wissen müssen, schließlich war er bei einigen von Worfs Ritualen und die waren nie spaßig. 😉 Aber ich mochte auch die Hochzeitszeremonie und die Legende von den zwei klingonischen Herzen – das klang wie echte klingonische Mythologie.

Erkenntnis
(Resurrection)

Inhalt: Spiegel-Barail beamt auf die Station und Kira ist wirklich geschockt, ihn zu sehen. Aber dieser Barail ist überhaupt nicht wie ihr Barail – und er ist ein Dieb. Kira versucht ihm dabei zu helfen, seinen Weg auf dieser Seite des “Spiegels” zu finden und sie kann dem Drang, ihm zugeneigt zu sein, nicht widerstehen. Er scheint sich wirklich ändern zu wollen, aber auch wenn Kira durch seine Erscheinung geblendet ist, so kann ihn wenigstens Quark problemlos durchschauen und plötzlich steht Kira direkt vor … Kira.

Meine Meinung: Diese Folge war nicht so interessant, selbst mit dem Auftritt von Spiegel-Kira.

Disc 3

Statistische Wahrscheinlichkeiten
(Statistical Probabilities)

Inhalt: Eine Ärztin einer psychiatrischen Anstalt bringt vier ihrer Patienten auf die Station. Alle wurden genetisch verbessert, als sie Kinder waren. Aber sie hatten nicht so viel Glück wie Julian und irgendetwas ist schief gelaufen. Die Ärztin hofft, dass Bashir eine Verbindung zu ihnen herstellen und ihnen helfen kann. Er schafft es tatsächlich, genau das zu erreichen und nachdem er eine Brücke zu ihnen geschlagen hat, fangen sie an, Holoaufzeichnungen von Verhandlungen zwischen der Föderation und dem Dominion zu untersuchen. Sie können auch anfänglich wertvolle Hilfe leisten, aber dann entdecken sie etwas furchtbares.

Meine Meinung: Das war eine tolle Folge. Die Darsteller spielten ihre exzentrischen Charaktere ausgezeichnet und es hat richtig Spaß gemacht, all diesen verschiedenen Charakteren zuzuschauen. Und ich mochte es auch, wie Bashir gezeigt hat, dass Statistiken nicht alle Wendungen der Ereignisse vorhersagen können und wie eine Person den Verlauf der Geschichte ändern kann. Dafür gibt es ja das Sprichwort: “Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.” 😀 Und ich freue mich schon drauf diese Leute wiederzusehen. 🙂

Der glorreiche Ferengi
(The Magnificent Ferengi)

Inhalt: Quarks und Roms Mutter ist eine Gefangene des Dominion. Quark möchte sie mit einer nur-Ferengi-Gruppe befreien, um zu beweisen, dass Ferengi genau so gute wie Krieger sind, wie – zum Beispiel – Klingonen. Aber sein Team (bestehend aus ihm, Rom, Nog, Cousin Geila, Brunt [ehemals FCA] und dem Söldner Leck) meistert nicht einmal die Holodecksimulation. Also machen sie das, womit sie sich auskennen: Sie bieten einen Handel an: Ishka im Austausch für den Vorta Keevan.

Meine Meinung: Eine weitere tolle Folge. Mit Ausnahme des Großen Nagus war jeder Ferengi, der schon mal einen Gastautritt in DS9 hatte, vertreten. Es war so lustig diesem Haufen zuzuschauen, was eine nette Abwechslung zu den ganzen Kriegsfolgen darstellte. Schade, dass sie keinen siebenten Ferengi gefunden haben – das wäre die perfekte Anzahl für diese Folge gewesen. 😉 (Das und eine sauberere Übersetzung des Titels: Die glorreichen Ferengi)

BTW: Der Vorta in dieser Folge ist Iggy Pop!

Das Gute und das Böse
(Waltz)

Inhalt: Dukat, dessen Zustand sich verbessert hat, wird in ein Kriegsgefangenenlager gebracht und Sisko eskortiert ihn an Bord der USS Honshu. Aber dann wird das Schiff vom Dominion angegriffen. Einige Leute können in Fluchtkapseln entkommen. Irgendwie hat es Dukat geschafft, sich in ein Shuttle zu retten und er nimmt den bewusstlosen Sisko mit sich. Aber dann stürzen sie auf einem Planeten ab und versuchen von dort, einen Notruf abzusetzen. Bis zu ihrer Rettungen, haben sie dann ein “nettes”, langes Gespräch.

Meine Meinung: Diese DVD ist bereits meine Lieblingsscheibe dieser Staffel. Die Darbietung von Marc Alaimo (Dukat) war fantastisch. Er spielt den verrückten und dennoch teuflischen Dukat, der versucht, seine Handlungen zu rechtfertigen und jedem anderen die Schuld zuzuschieben, perfekt. Auch wenn Sisko dort war, diese ganze Folge wurde von Dukat und seinen Diskussionen mit seinen Halluzinationen (und denen mit Sisko) getragen. “Ich wollte nur das Beste für Bajor, aber diese Terroristen haben mir keine Wahl gelassen!” – Ausgezeichnet.

Wer trauert um Morn?
(Who Mourns for Morn?)

Inhalt: Morn – einer von Quarks Stammgästen – ist bei einem Unfall gestorben und er hat Quark als seinen Erben eingesetzt. Sein persönlicher Kram ist überhaupt nichts wert und er hat noch eine ziemlich hohe offene Rechnung bei der Bar. Aber dann taucht seine Exfrau auf und impliziert, dass Morn ziemlich reich gewesen ist und dass sie Quarks Erbschaft nicht anfechten würde, solange sie ihren Anteil bekommt. Nun beginnt die Schatzsuche nach eintausen Blöcken goldgepressten Lantinums. Aber mit jedem Tag der vergeht tauchen mehr Leute auf, die ihren Anteil haben wollen.

Meine Meinung: Morn ist schon seit dem Pilotfilm ein Kunde der Bar. Es hat sich zu einem Running Gag entwickelt, zu behaupten, dass Morn eine absolute Plaudertasche sei, während der Darsteller noch nie ein Wort gesagt hat (und er wird das auch nie tun, auch nicht in dieser Folge [OK, in der deutschen Synchro hat er doch irgendwann mal was gesagt]). Bisher war er nur ein Statist, der die ganze Serie realistischer machte, weil er bewies, dass es ein normales Stationsleben außerhalb des Fokusses auf die Hauptcharaktere gibt. Und glücklicherweise für uns ist er auch nicht wirklich tot, sondern bleibt uns bis zum Serienende erhalten. 🙂

Disc 4

Jenseits der Sterne
(Far Beyond the Stars)

Inhalt: Sisko erhält eine Vision der Propheten und findet sich plötzlich an einem anderen Ort und zu einer anderen Zeit wieder. Er ist Benny Russel, ein “farbiger” Science-Fiction-Autor in den Vereinigten Staaten der 1950er Jahre. Er arbeitet für ein monatlich erscheinendes Magazin, aber es darf nicht herauskommen, dass er schwarz ist – oder das K.C. Hunter (Kira) eine Frau ist. Als ihm der Illustrator die Zeichnung einer Raumstation zeigt, entwickelt Benny die Idee eines schwarzen Captains und einer Raumstation namens “Deep Space Nine”.

Meine Meinung: Diese Folge hat mir sehr gut gefallen, es fühlte sich wirklich wie in den Fünfzigern an und Brooks hat die Rolle des Benny sehr gut gespielt. Aber auch die anderen waren toll: Jake als dieser junge Gauner, Worf als der Baseball-Spieler, der nur akzeptiert wird, weil er spielen kann, Dukat und Weyoun als die weißen, rassistischen Cops und Quark und Odo, die sich immer gegenseitig an die Gurgel gehen. Großartig.

Und es hat mir auch gefallen, die Hauptcharakter mal alle ohne Maske zu sehen:

Brunt, FCA

Dukat

Martok

Nog

Odo

Quark

Weyoun

Worf

Das winzige Raumschiff
(One Little Ship)

Inhalt: Um die Möglichkeiten der Transwarp-Technologie zu testen, nutzt die Crew der Defiant ein natürliches Phänomen, um ein Runabout und dessen Crew auf Matchbox-Größe zu schrumpfen. Aber dann wird die Defiant von Jem’Hadar übernommen und Dax, Bashir und O’Brien versuchen ihnen “als die Fliege an der Wand” zu helfen.

Meine Meinung: Diese Folge war OK und hatte all die Gags und Wortspiele, die Miniaturisierung so mit sich bringt. Die lustigste Szene war, als Bashir und O’Brien in einem Computer mit riesigen Chips und optischen Kabeln herumkrochen und versucht haben, diese umzukonfigurieren.

Ehre unter Dieben
(Honor Among Thieves)

Inhalt: O’Brien geht undercover als ein arbeitsloser Mechaniker, der viel Pech in den vergangenen Jahren gehabt hat. Er infiltriert das Orion-Syndikat, in dem er einige Dinge für sie repariert. Sein Ziel ist es, herazufinden, wer die Person ist, die Starfleet-interne Informationen an das Syndikat verkauft. Aber er findet auch heraus, dass das Syndikat und das Dominion eine Allianz eingegangen sind.

Meine Meinung: Eine weitere OK-Folge. Aber sie war sehr klischeehaft. “Sogar in der Mafia sind die Bösen auch nur normale Leute, die eine Familie haben und nicht durch und durch teuflisch sind”, damit man Sympathie für sie empfinden kann.

Wandel des Herzens
(Change of Heart)

Inhalt: Die Defiant ist gerade auf Patrouille, als Kira neue Befehle erhällt. Dax und Worf fliegen mit einem Runabout tief in cardassianisches Gebiet, um einen Überläufer zu holen, der wichtige interne Informationen hat. Um an ihn heranzukommen, müssen sie 20 Kilometer durch den Dschungel marschieren, damit sie nicht entdeckt werden. Aber als Jadzia schwer verletzt wird, muss Worf eine Entscheidung treffen.

Meine Meinung: Diese Folge mochte ich wieder, weil sie sich die Zeit nahmen, sich auf Jadzia und Word und ihre Ehe zu konzentrieren. Und ich befinde mich in der selben Situation wie Sisko: Offiziell war es eine sehr schlechte Entscheidung, die Mission abzubrechen. Die Informationen dieses Mannes hätten tausende Leben retten können. Aber ich kann auch verstehen, warum Worf seine Frau nicht zurücklassen konnte. Aber solche Ereignisse erklären auch, warum Worf nie zum Commander oder darüber befördert wurde.

Disc 5

Tiefes Unrecht
(Wrongs Darker Than Death or Night)

Inhalt: Es ist der Geburtstag von Kiras Mutter, die während der Besatzung gestorben ist. Kira war damals erst 3 Jahre alt. Aber dann kontaktiert Dukat sie von einem unbekannten Ort aus und behauptet, ihre Mutter gekannt zu haben, bzw. sogar ihr Liebhaber gewesen zu sein. Das bringt Kira so sehr aus der Fassung, dass sie den Drehkörper der Zeit benutzt, um Ereignisse zu beobachten, die vor 30 Jahren stattgefunden haben. Und dort findet sie eine Kira Meru, die sie nicht erwartet hatte.

Meine Meinung: Es muss hart sein, eine idealisierte Vorstellung von jemandem zu haben, die sich nicht nur zu Asche zerfällt, sondern in ihr pervertiertes Gegenteil verkehrt wird. Sie war eine Kollaborateurin und ich glaube, dass ist die eine Sache, die Kira nicht vergeben kann. Leider greifen sie das Thema nie wieder auf, es war ein “nur einen Abend”-ähnliches Ding.

Inquisition

Inhalt: Es hat einen Bruch der Sicherheitsprotokolle gegeben, irgend jemand hat geheime Informationen von der Station an das Dominion übermittelt. Deputy Director Sloan von der Starfleet Security ermittelt gegen die gesamte Führungsriege. Aber schon bald wird Bashir sein Hauptverdächtiger, der eine erstaunliche Anzahl von “Zufällen” in seinem Leben hat.

Meine Meinung: Ah, Sloan und “Section 31” (der geheime Nachrichtendienst der Föderation). Endlich. 😉 Es war interessant zu beobachten, wie Sloan versucht hat, Bashir mit Tricks dazu zu bringen, dass er endlich zugibt ein Kollaborateur zu sein. Aber auch, wie es Bashir sofort von sich gewiesen hat, trotz all der gezeigten “Beweise” und sogar nachdem “Weyoun” ihn “gerettet” hat.

In fahlem Mondlicht
(In the Pale Moonlight)

Inhalt: Der Krieg verschlimmert sich mit jeder fortschreitenden Woche. Sogar Betazed ist jetzt schon in die Hände des Dominion gefallen. Sisko und Starfleet entwickeln einen Plan, um die Romulaner davon zu überzeugen, in den Krieg einzugreifen. Aber dafür benötigen sie Garak und Garak hat seine eigene Art und Weise, Dinge zu erledigen. Und seine Wege sind ganz sicher nicht damit in Übereinkunft zu bringen, wie sich die Föderation selbst sieht.

Meine Meinung: Das war ganz sicher eine der interessantesten Folgen der ganzen Serie, weil alles so moralisch verschwommen war. Garak hat es auf den Punkt gebracht, als er erklärte, warum Sisko zu ihm gekommen ist. “Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit.” Dieser Satz passt perfekt auf diese Folge. Und ich fand es richtig gut, wie schwer es Sisko fiel, die Warheit so weit zu beugen. Aber es gab auch keinen Blumenstrauß mehr damit zu gewinnen, die Wahrheit zu erzählen, nachdem Garak den Romulaner umgebracht hatte.
An die Kritiker dieser Folge: Ja, diese Folge hatte nichts mit Roddenberrys Vision einer Föderation voller perfekter Leute zu tun, die immer das Richtige machen. Aber bedauerlicherweise wird es immer ein “notwendiges Übel” geben.

Auf seine Art
(His Way)

Inhalt: Bashir hat ein neues Holosuite-Programm auf die Station gebracht: Vic Fontaine. Vic ist mehr als ein normales Nullachtfuffzehn-Programm, so ist ihm zum Beispiel bewusst, dass er ein Programm ist und er hat sogar grundsätzlichen Zugriff auf den Computer – er kann sein eigenes Programm beenden oder mit Leuten außerhalb des Holodecks kommunizieren. Und er ist ein Ballsaal-Sänger.

Meine Meinung: Ich hab gesagt, dass ich kein Interesse an Odos Liebesleben habe, aber ich mochte diese Folge trotzdem sehr. Es war so reizend, wie Vic den “Verkuppler” gespielt hat (Ich hab ja ne Schwäche für romantische Filme). Und Vic hat auch eine nette Singstimme.
CVic Fontaine ist eine Hommage an Frank Sinatra und wird von James Darren (T.J. Hooker) gespielt, der ein guter Freund von Frank Sinatra jr. ist. Er wird in dieser Rolle jetzt wiederkehrend auftauchen.

Disc 6

Zeit der Abrechnung
(The Reckoning)

Inhalt: Mönche haben eine 25.000 Jahre alte Steintafel unter den Ruinen der Stadt gefunden, die Sisko gefunden hat. Diese Tafel erwähnt explizit den Abgesandten und dass die Zeit der Abrechnung nahe sei. Bei dieser wird sich die Zukunft Bajors entscheiden. Sisko nimmt die Tafel mit zurück nach DS9, um sie weiter zu studieren, aber Kai Winn mischt sich ein und verlangt die Herausgabe. Aber die Tafel enthält mehr als nur eine vage Prophezeihung.

Meine Meinung: Hab ich schon erwähnt, dass ich Kai Winn hasse? Und das wird auch in der siebenten Staffel nicht besser werden. Leider wird die Anzahl der “Abgesandten”- und “Winn”-Folgen zum Ende der Serie hin zunehmen. Schade.

Valiant

Inhalt: Nog – der einzige Ferengi in Starfleet – wurde der Auftrag zugewiesen, dem Großen Nagus ein Vertragsangebot vorzulegen und Jake begleitet ihn. Aber dann treffen sie auf eine Gruppe von Jem’Hadar-Schiffen und müssen ausweichen. Aber das führt sie direkt in den Dominion-Raum, wo sie auf die USS Valiant treffen. Die Valiant war eigentlich seit acht Monaten verloren geglaubt, aber sie sind immer noch da und seine Crew – das Starfleet Academy Kadettencorps “Red Squad” – kämpft den Krieg hinter feindlichen Linien.

Meine Meinung: Vor acht Monaten hatte der Krieg bereits begonnen und es ist sehr unwahrscheinlich, dass eine reale Starfleet ein Defiant-Class-Schiff einem Haufen Kadetten überlassen würde, wenn es an der Front doch viel dringender benötigt würde. Aber die Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten ist genau das, was ich von “Red Squad”-Kadetten erwarten würde. Und es ist auch einfach, von so einer selbstüberzeugten Gruppe vereinahmt zu werden. Es war sehr interessant, diese Gruppe zu beobachten und Jake als Stimme der Vernunft zu sehen. Bzw. als Cassandra, da ja niemand auf ihn gehört hat.

Die Beraterin
(Profit and Lace)

Inhalt: Brunt hat Zek entthront sich selbst als amtierenden Großen Nagus eingesetzt, nachdem Zek einen Verfassungszusatz (Ferengi Bill of Opportunities) erlassen hat, der es Frauen erlaubt, Kleidung zu tragen. Zek versucht, die anderen FCA-Kommissare nach DS9 einzuladen, um ihnen zu zeigen, wie profitabel sein Schachzug sein kann und um sie zu überzeugen, ihn wieder einzusetzen. Aber als Quarks Mutter einen Herzinfarkt hat, brauchen er eine andere Frau, die für sie sprechen kann.

Meine Meinung: Ich hab schon bessere Ferengi-Folgen gesehen. Aber ich muss sagen, dass ich überrascht bin, dass es so viele waren. Ich wusste, dass es eine beträchtliche Anzahl war, aber ich hatte vergessen, dass es soviele Ferengi-Folgen im Laufe von DS9 gab. Aber wenn ich mich nicht täusche, dann war dies die letzte.

Das Zeitportal
(Time’s Orphan)

Inhalt: Die O’Briens verbringen ihren Urlaub auf einem wunderbaren Planeten. Aber dann zieht Molly allein los und fällt in eine Höhle und durch ein uraltes Zeitportal – 300 Jahre in die Vergangenheit. Doch als O’Brien und Dax einen Weg finden, sie durch das Portal und durch die Zeit zu beamen, kommt sie als 18jährige heraus. Sie hat die letzten 10 Jahre allein auf dem Planeten verbracht und sie hat sich verändert. Während Worf und Dax Kirayoshi babysitten, versuchen Miles und Keiko wieder eine Verbindung zu ihrer Tochter herzustellen.

Meine Meinung: Wieder einmal war der Hauptplot nicht so interessant wie der Nebenplot. Mir hat es gefallen, Worf beim babysitten zuzuschauen und wie er versucht, Dax davon zu überzeugen, dass er ein guter Vater sein könnte. Aber das interessanteste war die Tatsache, dass auf jedem zweiten Planeten ein verlassenes Zeitportal rumzustehen scheint. 😉

Disc 7

Der Klang ihrer Stimme
(The Sound of Her Voice)

Inhalt: Die Defiant folgt einem Notruf einer Frau, deren Schiff zerstört wurde. Ihre Fluchtkapsel hat es bis zu einem Planeten geschafft, der aber kaum lebensfähig ist. Die Defiant hat sechs Tage Zeit, um sie zu erreichen, bevor sie stirbt. Während sie versuchen, sie zu erreichen, spricht die Crew der Defiant mit ihr, denn sie ist da draußen allein und verängstigt. In der Zwischenzeit versucht Quark, Odo davon zu überzeugen, seinen und Kiras erstes Monatsjubiläum zu feiern, damit er ein paar illegale Sachen verkaufen kann, während Odo abgelenkt ist.

Meine Meinung: Das war eine sehr schön erzählte Folge. Mir hat die Idee sehr gut gefallen, dass jeder die Chance bekam, über die Dinge zu sprechen, die ihnen auf der Seele lagen.Und ich fand es auch toll, dass Odo zugelassen hat, dass Quark mit seinem Plan durchkommt, weil er ihm mit Kira geholfen hat.

Tränen der Propheten
(Tears of the Prophets)

Inhalt: Starfleet hat sich dazu entschlossen, ihre defensive Strategie aufzugeben und gegen das Dominion zurückzuschlagen. Sisko entwickelt einen Plan, in dem eine vereinigte Flotte von Starfleet, den Klingonen und den Romulanern das Chin’toka-System auf cardassianischem Boden angreift. Aber Sisko bekommt auch eine Warnung der Propheten, dass es eine kritische Zeit wäre und er DS9 nicht verlassen sollte. Und sie hatten recht: Dukat ist zurück und er hat einen Weg gefunden, die Wurmloch-Aliens direkt anzugreifen.

Meine Meinung: Sie haben Jadzia umgebracht! Ich finde es oft hart mit anzusehen, wenn jemand eine Serie verlässt. Aber ich kann damit leben, wenn es aus dramaturgischen Gründen passiert, weil es notwendig war. Aber ich hasse es, wenn es aus finanziellen Gründen passiert. Und auch wenn die Schlachtszenen wieder toll waren, ich hasste auch die Entscheidung der Autoren, dass es ein Fehler von Sisko war, ein Starfleet-Offizier zu sein und nicht der Abgesandte.

Die Staffel – Meine Meinung: Alles in allem war das eine tolle Staffel. Die Anzahl der Folgen, die mich nicht interessiert haben, war auf einem Allzeittief. Leider wird es nicht so weiter gehen. Der Tod von Jadzia ist ein Wendepunkt für mich und von nun an geht es abwärts. Es gibt einfach zu viele Entwicklungen in der siebenten Staffel, die ich nicht mag.

Season 7