Tag: Top Gun

Filmeschauen 2009 – August

Filmeschauen 2009 – August

English Version | Juli | September

12. August

Top Gun

Tom Cruise … Maverick
Kelly McGillis … Charlie
Val Kilmer … Ice
Anthony Edwards … Goose
Tom Skerritt … Viper
Michael Ironside … Jester
Tim Robbins … Merlin
Clarence Gilyard Jr. … Sundown
James Tolkan … Stinger
Meg Ryan … Carole
Adrian Pasdar … Chipper

Inhalt: Lt. “Maverick” Mitchell – ein leicht verrückter F-14-Pilot – und sein Waffensystemoffizier Lt. “Goose” Bradshaw wurden in die United States Navy Fighter Weapons School aufgenommen – besser bekannt als “Top Gun”. Dort werden ihnen die Besonderheiten des Luftnahkampfs beigebracht. Das heißt, falls sie nicht wegen Mavericks Verhalten vorher rausfliegen. Und die Konkurrenz ist hart, Top Gun akzeptiert nur die Piloten, die vorher schon die Besten sind.

Meine Meinung: Selbst nach all den Jahren besteht aus unglaublichen Flugszenen. Keine schlechte CGI, sondern echte Flugzeuge im echten Himmel. Und auch der Soundtrack ist großartig. Ironischerweise habe ich den Film noch gar nicht so oft gesehen, dennoch scheine ich aufgrund der vielen Parodien alle Szenen auswendig zu kennen.
Und während ich Adrian Pasdar (Nathan Petrelli in Heroes) sofort erkannt habe, dauerte es doch eine Weile, ehe ich Goose als Dr. Greene von ER identifiziert hatte.
Schade, dass es nicht mehr gute Flugkampffilme da draußen gibt.

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Verschiebe einen Film / eine Serie in die Vergangenheit

Verschiebe einen Film / eine Serie in die Vergangenheit

English Version

Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann es angefangen hat, aber jetzt kann ich nicht mehr damit aufhören.

Jedes mal, wenn ich einen Film oder eine Serie gucke, denke ich darüber nach, was der früheste Moment sein könnte, an dem man das senden könnte, ohne die Pop-Kultur-Referenzen zu zerstören.

Ich rede nicht von stilistischen Mitteln, ich rede von visuellen oder textuellen Referenzen in die reale Welt oder zu anderen Filmen/Serien.

Um ein einfaches Beispiel zu geben: Am Anfang von Dirty Dancing erwähnt Baby den Mord an JFK. Also könnte man den Film nicht vor 1964 senden, ohne dass es zu einem un-lustigen Aneurysma wird.

Gestern Abend habe ich Kill Bill Vol.1 geguckt und abgesehen von den indirekten Referenzen auf Eastern im Allgemeinen (und auf Hattori Hanzo) gab es zwei Referenzen, die aus der Menge herausragten: Der Besitzer des Restaurant wird als “Charlie Brown” angesprochen und Sophie sieht wie ein “Bösewicht aus Star Trek” aus, wobei ST damit der spätere Zeitanker wird (Charlie Brown-Strips gibt es seit den 50ern).

Interessanterweise gibt es nur ein paar Hauptanker, die immer wieder auftauchen: Fixe Anker, wie der Mord an JSK, die Mondlandung 1969 und neuerdings 9/11, sowie variable Anker wie Star Trek und Star Wars. Die Letzteren sind deshalb variabel, da, wenn ich ein Film in der Zeit verschieben kann, dann kann ich das auch mit dem referenzierten Film machen.

Zum Glück sind beide Stars praktisch Endpunkte, insbesondere Star Wars. Da es in einer weit, weit entfernten Galaxie spielt, enthält es keine textuellen Referenzen in unsere reale Welt und kann bis an den Anfang des Kinos geschoben werden. Star Trek macht historische Anspielungen auf den zweiten Weltkrieg und das Chicago der 30er, aber ich neige eh dazu, Filme nicht über 1950 hinaus zu verschieben.

Je mehr Referenzen ein Film/eine Serie hat, desto mehr Spaß macht es, darüber nachzudenken, aber desto wahrscheinlicher ist es auch, dass es “in der Zeit verankert” ist. Buffy als Ganzes in die Vergangenheit zu schieben ist faktisch unmöglich, selbst wenn man sich dazu entschließt, ein Drittel der Referenzen zu verlieren. Also teile ich es auf Folgen-Ebene auf (wenn also Spike erwähnt, dass er ein Blumenkind leer gesaugt hat, dann wird Woodstock zum fixen Anker für die Folge).

Wenn ich erstmal den frühesten Premierentermin festgelegt habe, versuche ich mir vorzustellen, wie der Film in den Augen der Menschen dieser Zeit ausgesehen hat. Man stelle sich zum Beispiel vor, dass der Film Zurück in die Zukunft tatsächlich im Jahr 1955 gelaufen wäre. Das würde sogar funktionieren, da die Leute annehmen würden, dass Martys Auto und die Musik und alles aus dem “Zukunfts-1985” von einem Autor erfunden worden wären. So wie dieselben Autoren sich ein Jahr 2015 mit fliegenden Autos und holographischen Der weiße Hai-Filmen vorgestellt haben.
Obwohl es eine Referenz auf einen “John F. Kennedy”-Drive gibt, so wird doch nichts Spezielles erwähnt und JFK war zu der Zeit bereits Senator, das wäre also kein Problem.

Auf diese Weise bleibt mein Gehirn aktiv, auch wenn ich den Film schon diverse Male gesehen habe. Stellt euch Top Gun in den 50ern vor, wo das US-Militär ihre ersten Düsentriebwerke testet. Stellt euch Armageddon (mit all seinen Spezialeffekten) kurz nach der Gründung der NASA vor (wobei das dadurch verhindert werden würde, dass Neil Armstrong namentlich als erster Mann auf dem Mond erwähnt wurde -> fixer Anker; Armageddon erwähnt auch Star Wars (mehrfach), den Kennedy-Mord, Evel Knievel und ein paar andere Dinge, die man berücksichtigen muss).

Irgendwie macht’s Spaß.