So, meine Japan-Edition von Kill Bill: Vol. 1 ist erfolgreich durch den Zoll durchgekommen und trotz seiner Zollpflichtigkeit und seiner ordentlichen Deklaration wurden mir keine weiteren Gebühren auferlegt. Auch recht.

Gleich natürlich erstmal angeguckt. Viele Änderungen sind so marginal, dass man von ihnen eigentlich nichts mitbekommt. Einzig der zweite abgeschnittene Arm von Sophie am Ende des Films sticht heraus.

Dies gilt natürlich nicht für die Sequenz, die in der euroamerikanischen Variante schwarz/weiß ist. Die Asiaten (und alle Importeure) bekommen hier eine durchgehend kolorierte Version zu sehen. Meiner Meinung nach macht das den Film noch einen Tick runder. Natürlich sind die Szenen blutig, aber das sind viele andere Szenen in dem Film auch.

Was der Japan Cut auf keinen Fall ist, ist so eine Art “Extended Edition”. Ich finde den Film in beiden Versionen gut, musste aber den Japan Cut einfach haben, um meinen Wissensdurst zu stillen.

Aber ein Nachteil dieser Edition soll auch nicht verschwiegen werden. Es gibt die Untertitel englisch und japanisch. Es gibt jedoch keine Untertitelspur, die sich dazuschaltet, wenn man die englische Tonspur wählt und die Leute anfangen, japanisch zu reden. Wozu auch, ist ja bei einer Edition mit dem Zielmarkt Japan auch relativ witzlos. Das bedeutet für uns Westler aber auch, immer die englischen Subs manuell einzuschalten, sobald die Leute japanisch reden.

Alternativ versteht man entweder nichts oder man kennt den Film eh in- und auswendig, so dass man das Japanische bereits mitsprechen kann.