Tag: Avatar

3D, Kinopreise und anderes…

3D, Kinopreise und anderes…

Ich hasse 3D. In der richtigen Welt ist es ja ganz OK, damit man dem Vordermann nicht hinten drauf fährt, im Kino ist es jedoch nur eine unnütze Abzockmasche, von der ich hoffe, dass sie wieder ausstirbt.

Farbfilm und Tonfilm – das waren Revolutionen im Kino. Die Evolution der Special Effects von Ray Harryhausen zur CGI – das hat das Kino vorangebracht.

3D? Not so much. Der strunzlangweilige Avatar hat eine Welle losgetreten, die sich bisher einfach nicht legen will und immer mehr Kinos verzichten drauf, die 2D-Variante parallel dazu zu zeigen, weil man mit 3D den Kunden ja viel besser melken kann.

Versteht mich nicht falsch, ich habe (trotz Brille) keine Probleme damit, den 3D-Effekt wahrzunehmen. In meinen Augen (no pun intended) hat es aber keinen Film bisher besser gemacht, als er ohne ihn gewesen wäre. Entweder taugt der Film von der Story her was, oder er tut es nicht.

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K(r)ampf der Titanen (3D)

K(r)ampf der Titanen (3D)

Für mich ist das “Abenteuer” 3D vorerst wieder erledigt. Für mich persönlich fügt es dem Filmerlebnis nichts hinzu oder wertet es irgendwie auf. Im Gegensatz zu richtig eingesetzten Special Effects habe ich nicht das Gefühl, dass es den Film besser macht, nur weil man ab und zu eine Tiefenwahrnehmung hat.

Aber nun zum eigentlichen Film. Ich bin ja nicht naiv. Wenn ich in Filme wie Independence Day, Armageddon oder Transformers gehe, dann weiß ich genau, welches intellektülle Niwo mich erwartet. Ich habe damit kein Problem, so lange ich gut unterhalten werde. Es ist dann halt wie eine Achterbahnfahrt: Am Ende ist man wieder genauso weit wie am Anfang, aber man hatte seinen Spaß dabei.

Aber das muss der Film dann schon machen: Spaß. Und hier hat Kampf der Titanen deutlich versagt. Der selbe Typ, der schon in Avatar den Helden gemimt hat, hat es hier wieder versucht und ist wieder mal an der relativ banalen Aufgabe gescheitert.
Man baut keine Verbindung zu einem einzigen Charakter auf – außer vielleicht Zeus – schon gar nicht dem Hauptcharakter.
Was bleibt also übrig? Schlachten und CGI-Effekte natürlich, dafür sind wir schließlich ins Kino gegangen. Aber auch an der Front: Naja. Gerade einmal 2,5 so halbwegs Kämpfe und die waren mal wieder so hektisch geschnitten, dass man eh nichts erkannt hat und gleichzeitig waren sie auch irgendwie völlig unspektakulär. Da kommt ein riesiger Kraken aus dem Wasser und droht eine ganze Stadt zu zerstören? Fühlte sich beim besten Willen nicht so an. Auch hatte ich das Gefühl, dass beim Kampf gegen die Skorpione irgendwas nicht stimmte. Irgendwie waren mehr Kämpfer involviert, als die Gruppe überhaupt Köpfe hatte und trotz der Verluste schien hinterher gar keiner zu fehlen.
Irgendwie riss das alles nicht mit.

Ihr kennt doch die Szene, in der William Wallace/Aragorn/President Mitchell die Truppen vor sich versammelt und eine Rede hält, um die Truppen ein letztes Mal dazu zu motivieren, gegen die Dunkelheit anzutreten und die letzte Bastion gegen den Untergang zu sein. Hat Perseus auch versucht. Kann mich nicht mal annähernd daran erinnern, worum es in seiner Rede ging…

PS: Und das schlimmste war noch: Man hatte zwei Drittel der Zeit nicht mal das Gefühl, einen 3D-Film zu gucken, sondern einfach nur 2D mit einer Sonnenbrille auf der Nase. Lediglich bei einigen Panoramashots war mal so was wie Tiefe zu erkennen. Aber dafür muss man plötzlich 3€ mehr bezahlen, weil nicht mal die 2D-Variante angeboten wird!

Avatar

Avatar

So gestern Abend war ich in Avatar. Ich glaube nicht, dass ihr davon gehört habt, es ist ein kleiner Small-Budget Indie-Film, der nur in Arthouse-Kinos läuft. Oder so ähnlich.

Sorry, ich bin nicht übermäßig beeindruckt. Sicher, das 3D-Zeug sieht hervorragend aus – ungefähr 15 – 20 Minuten lang. Dann hat man sich dran gewöhnt und es kann einen nicht mehr von der Geschichte ablenken. Und die Geschichte kann man in drei Teile zerlegen: es ist entweder langweilig, pathetisch oder käsig – und nicht auf eine gute Weise.

Ich hatte eine ganze Reihe von *ächz*-Momenten, insbesondere in Richtung Ende. Als er zum Beispiel versucht hat, eine Rede zu halten (und ich liebe Reden!), die eine Mischung aus Braveheart (Vereint die Clans!) und Independence Day (Morgen feiern wir unseren Independence Day! [oder sowas in der Richtung]). Oder als der böse Typ ein Messer aus seinem Mech-Anzug zeiht(!!!) und dann der gute Typ sagt: “I hoped you’d say that” – Stallone at his best! – Aber halt, gar kein Stallone im Film!! Und als sie ihn in ihren Armen hielt habe ich drauf gewartet, dass er sagt: *Darth Vader-Röcheln* “Nur einmal möchte ich dich mit meinen eigenen Augen sehen.” (hat er nicht, hätte er aber genauso gut tun können).

Als ich den Chefkriegerindianer Na’vi gesehen habe, musste ich instinktiv an einen Mohawk Native American denken, ich konnte es nicht verhindern.

Auf der technischen Seite: Wie ich schon gesagt habe, sie sehen großartig aus, mit Ausnahme eines Effekts: Wenn eine reale Person ungefähr ein Viertel “tief” im Bild drin war, hatte ich immer das Gefühl, dass die Proportionen nicht stimmen, sie sahen alle zu dünn aus. Es war OK, wenn sie ganz vorne standen oder im Hintergrund, aber in diesem Abschnitt sahen sie einfach nicht richtig aus.
Am Anfang hatte ich auch das Gefühl, als ob die Personen zu klein im Vergleich zu ihrer Umgebung sind. Ich rede nicht über die Na’vi, mir ist das aufgefallen, lange bevor ich den ersten Na’vi gesehen habe, ich rede von echten Personen die neben ihren eigenen Forschungsgeräten standen. Aber vielleicht sind das auch nur meine Augen.

Ich kann einfach nur nicht verstehen, warum jemand ein paar hundert Millionen Dollar für Special Effects ausgibt, dann aber zu geizig ist, einen anständigen Storywriter zu bezahlen.