Weissensee

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Martin Kupfer ist VoPo und Sohn eines Stasi-Oberen. Sein älterer Bruder Falk versucht auch gerade, die Stasi-Leiter zu erklimmen. Julia Hausmann auf der anderen Seite ist die Tochter einer Liedermacherin, die von der Stasi überwacht wird. Also Mutter und Tochter, denn Tochter will mit ihrem amerikanischen Freund ‘rübermachen. Doch dann treffen Martin und Julia aufeinander.

Ich muss sagen, so schlecht fand ich das jetzt gar nicht. Die darstellerische Leistung war ganz OK, auf jeden Fall nicht so holzschnitzartig, wie bei anderen deutschen Serien. Natürlich ist es eine Variante von Romea und Julio meets Springfield Story, aber das sind Familienliebes- und -intrigengeschichten ja irgendwo immer.

Und als Drama-Kulisse machen sich natürlich die Liedermacherin-Mama und der Stasi-Papa auch gar nicht so schlecht. Denn seien wir mal ehrlich, bei den Ami-Filmen und -Serien treffen auch immer grundsätzlich verschiedene Welten aufeinander (Buchervkäufer William Thacker und US-Filmstar Anna Scott in Notting Hill? New York Upper East Sider Serena van der Woodsen und New York Brooklyner Dan Humphrey in Gossip Girl?).

Was den Realismus betrifft, so erschien es mir nicht völlig abwegig, was da gezeigt wurde auch in Bezug auf die DDR. Ich bin ja selbst Ossi, allerdings war ich 1990 gerade mal 12 und das ist jetzt 20 Jahre her, da verblassen die Erinnerungen schon mal. Aber sie haben sich ganz ordentlich Mühe gegeben bei den Kulissen. Nicht nur bei den Autos, auch an diese blaue Spieltonne auf dem Spielplatz kann ich mich noch erinnern.

Also meine Einschätzung ist, dass das handwerklich ganz ordentlich gemacht ist und man es sich durchaus anschauen kann. auf jeden Fall, wenn man als Vergleich Rosamunde Pilcher heranzieht.

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