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	<title>Das Doena Journal &#187; CSI</title>
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	<description>Tagebuch eines TV-Junkies</description>
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		<title>Hawaii Five-0</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Sep 2010 20:20:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DJ Doena</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kurz-Review]]></category>
		<category><![CDATA[TV-Saison 2010/2011 Tagebuch]]></category>
		<category><![CDATA[Battlestar Galactica]]></category>
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		<description><![CDATA[
Hawaii Five-0 @ Wikipedia
Hawaii Five-0 @ IMDb
Steve McGarrett ist ein Navy Seal, der sein Offizierspatent zurückgibt, um als Polizist auf seiner Heimatinsel Hawaii zu arbeiten. Aber nicht nur als irgendein Cop und nicht nur aus irgendwelchen Gründen. Sein Vater wurde von dem Mann umgebracht, den er seit Jahren jagt und er traut der HPD nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://doena-journal.net/wp-content/uploads/2010/09/250px-Hawaii_five-o.png"></p>
<p><a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Hawaii_Five-0">Hawaii Five-0 @ Wikipedia</a><br />
<a href="http://www.imdb.com/title/tt1603616/">Hawaii Five-0 @ IMDb</a></p>
<p>Steve McGarrett ist ein Navy Seal, der sein Offizierspatent zurückgibt, um als Polizist auf seiner Heimatinsel Hawaii zu arbeiten. Aber nicht nur als irgendein Cop und nicht nur aus irgendwelchen Gründen. Sein Vater wurde von dem Mann umgebracht, den er seit Jahren jagt und er traut der HPD nicht zu, den Fall zu lösen. Sein Team arbeitet unter der direkten Autorität der Gouverneurin und hat wesentlich mehr Freiräume, ihre Fälle zu lösen. Und er wird von einem nicht so normalen Team unterstützt.</p>
<p>Die Castliste liest sich viel versprechend: Scott Caan (<em>Ocean&#8217;s Eleven</em>, <em>The Fast and the Furious</em>), Daniel Dae Kim (<em>LOST</em>), Grace Park (<em>Battlestar Galactica</em>), Masi Oka (<em>Heroes</em>) und natürlich James Marsters (<em>Buffy the Vampire Slayer</em>, <em>Smallville</em>).<br />
Das Problem für mich ist, dass es eine ganz gerade Cop-Serie wie <em>CSI</em> oder <em>NCIS</em> ist. Es gibt kein spezielles Element darin. Ich bin mir sicher, dass es eine gute Serie ist, die eine Menge Leute gucken werden, es ist nur nicht meine Art von Serie.<br />
Es hilft natürlich auch überhaupt nicht, dass ich einseitig voreingenommen in Richtung des Bad Guys (Marsters) bin.</p>
<p><object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/jNqcmJnycsE" width="400" height="334"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/jNqcmJnycsE" /></object></p>
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		<title>&quot;Top 7 &#8211; Die besten US-Serien&quot;</title>
		<link>http://doena-journal.net/542/top-7-die-besten-us-serien</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Apr 2010 16:37:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DJ Doena</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedankensturm]]></category>
		<category><![CDATA[24]]></category>
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		<category><![CDATA[LOST]]></category>
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		<category><![CDATA[Stargate SG-1]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich gucke schon seit Jahren keine Serien mehr im deutschen Fernsehen und noch länger habe ich schon keine Fernsehzeitung mehr. Aber einmal im Jahr passiert es mir doch, dass ich den Eurofuffzich in die Hand nehme und eine kaufe, weil die Titelseite dann doch halbwegs viel versprechend war.
Bisher wurde ich immer enttäuscht, ich hätte es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://doena-journal.net/317/ein-tv-junkie-der-kein-tv-mehr-guckt">Ich gucke schon seit Jahren keine Serien mehr im deutschen Fernsehen</a> und noch länger habe ich schon keine Fernsehzeitung mehr. Aber einmal im Jahr passiert es mir doch, dass ich den Eurofuffzich in die Hand nehme und eine kaufe, weil die Titelseite dann doch halbwegs viel versprechend war.</p>
<p>Bisher wurde ich immer enttäuscht, ich hätte es also besser wissen müssen. Ich griff zur TV Movie 08/2010. Natürlich war es diesmal nicht anders. Grund waren die im Blog-Titel zitierten &#8220;Top 7 &#8211; Die besten US-Serien&#8221;.</p>
<p>Nur um euch mal einen Vorgeschmack zu geben, was diese Top-Serien sind: <em>LOST</em>, <em>Californication</em>, <em>24</em>, <em>Stargate</em>, <em>30 Rock</em>, <em>Dr. House</em> &amp; <em>CSI</em>.</p>
<p><em>CSI</em> wird auch gleich noch in Kooperation mit Amazon.de verkauft, was wohl der wahre Grund für diesen Schülerzeitungsartikel sein dürfte.</p>
<p>Ja, richtig gelesen &#8220;Schülerzeitungsartikel&#8221;, denn inhaltlich ist der Artikel so belanglos wie kurz. Mit gewisser Wahrscheinlichkeit habe ich hier schon mehr Worte geschrieben, als in diesem Artikel drin sind &#8211; dafür ist dieser dann aber über vier Seiten gestreckt.</p>
<p><span id="more-542"></span>Allein schon die Auswahl der Serien ist erschreckend banal. Die einzigen beiden Serien, die eventuell tatsächlich einer Vorstellung bedürften, wären <em>30 Rock</em> und <em>Californication</em>. Alle anderen Serien (mit Ausnahme von <em>LOST</em>) werden doch teilweise seit über einem Jahrzehnt auf der RTL-Gruppe ausgestrahlt (Zufall?). Wer von denen als Serienfan nichts mitbekommen hat, ist sowieso kein Seriengucker.</p>
<p>Außerdem sind mit <em>LOST</em>, <em>24</em> und <em>Stargate SG-1</em> / <em>Stargate Atlantis</em> gleich 4 Serien darunter, die bereits zu Ende sind oder in diesem Jahr zu Ende gehen und damit der Nachschub an neuen Folgen.</p>
<p>Hier mal eine literarische Kostprobe einer dieser Serienvorstellungen:</p>
<p><img src="http://doena-journal.net/wp-content/uploads/2010/04/TVMovie_Stargate.png" alt="Ausschnitt TV Movie Stargate"/><br />
<strong>Quelle:</strong> <em>TV Movie</em> 08/2010, Seite 18</p>
<p>Und so fragt man sich letztendlich schon, wozu solche Zeitungen überhaupt noch eine Redaktion benötigen und sich nicht einfach darauf beschränken, das Fernsehprogramm abzudrucken &#8211; denn lesenswert ist der Artikel beim besten Willen sowieso nicht.</p>
<p>Ich bin zwar kein Redakteur und sicherlich auch nicht so wortgewandt wie ein wirklich ausgebildeter Journalist, aber ich habe mir vor ein paar Wochen auch mal die Mühe gemacht, eine Liste zusammenzustellen, welche Serien ich als wirklich guckenswert betrachte: <a href="http://doena-journal.net/365/serien-ein-jahrzehnt-im-ruckblick">Serien – Ein Jahrzehnt im Rückblick</a>.</p>
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		<title>Technologie-Überdosis?</title>
		<link>http://doena-journal.net/327/technologie-uberdosis</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Nov 2009 08:09:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DJ Doena</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedankensturm]]></category>
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		<category><![CDATA[Alias]]></category>
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		<category><![CDATA[Ein Colt für alle Fälle]]></category>
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		<category><![CDATA[MacGyver]]></category>
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		<category><![CDATA[Trio mit vier Fäusten]]></category>

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		<description><![CDATA[English Version
Lasst mich dieses Posting mit einer Einschränkung beginnen. Dieser Beitrag dreht sich nicht um Science-Fiction-Serien oder Serien, die offensichtliches Überequipment (wie K.I.T.T.) darstellen. Hier geht es um Serien, die zumindest vorgeben, die &#8220;Realität&#8221; darzustellen. Mir ist natürlich klar, dass das eine hauchdünne Linie ist, aber ich hoffe, ich kann meinen Standpunkt während dieses Exkurses [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://doena-journal.net/en/157/technological-overdose">English Version</a></p>
<p>Lasst mich dieses Posting mit einer Einschränkung beginnen. Dieser Beitrag dreht sich nicht um Science-Fiction-Serien oder Serien, die offensichtliches Überequipment (wie K.I.T.T.) darstellen. Hier geht es um Serien, die zumindest vorgeben, die &#8220;Realität&#8221; darzustellen. Mir ist natürlich klar, dass das eine hauchdünne Linie ist, aber ich hoffe, ich kann meinen Standpunkt während dieses Exkurses darlegen.</p>
<p>Aber zuerst einmal dieses College Humor-Video:</p>
<p><object type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/JMLH_QyPTYM" width="400" height="334"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/JMLH_QyPTYM" /></object></p>
<p>Technische Ausrüstung ist schon immer Teil von Serien gewesen, die im &#8220;Hier und Jetzt&#8221; spielen. Und warum sollte es auch nicht? Es ist Teil des täglichen Lebens, also sollte es Teil der Serien sein, die wir uns angucken. Die Fragen sind nur, welchen Teil, wie groß der Teil ist und wie realistisch das Equipment benutzt wird. Und &#8211; um mein Fazit am Anfang zu geben &#8211; je moderner eine Serie ist und je mehr &#8220;real world&#8221;-Technologien es gibt, desto unrealistischer wird deren Darstellung.</p>
<p><span id="more-327"></span>Aber lasst mich euch an den Anbeginn der Zeit zurück bringen (zumindest, so weit es mich betrifft). Damals in den 1980ern habe ich eine Menge 70er und 80er Serien geguckt. Diese waren meistens Cop- oder Privatedetektivgeschichten der einen oder anderen Art: <em>Ein Colt für alle Fälle</em>, <em>Trio mit vier Fäusten</em>, <em>T.J. Hooker</em>, <em>MacGyver</em>, <em>Das A-Team</em>, &#8230; die Liste geht weiter. In Bezug auf die Benutzung von Technologie können wir hier problemlos <em>MacGyver</em> und <em>Das A-Team</em> heraus picken.<br />
MacGyver konnte aus einer Kugelschreibermine und einem Faden eine Bombe bauen (sozusagen <img src='http://doena-journal.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' />  ). Aber es gab immer eine wissenschaftliche Basis, bei dem, was er tat, selbst wenn sie einige Zutaten seiner Heimwerkerbombe weggelassen haben. Das A-Team auf der anderen Seite brauchte nur einige Stahlplatten und ein Schweißgerät, um daraus die krudesten &#8211; aber effektiven &#8211; Panzer zu bauen, um die Bösen zu besiegen. Die modernste Technologie in diesen Serien war ein Autotelefon. Computer waren immer noch riesige raumfüllende Maschinen mit surrenden Magnetbändern.</p>
<p>Dann kamen die Neunziger, aber selbst da kann ich mich in der ersten Hälfte nicht an eine Überbenutzung von Ausrüstung erinnern. Sicher, PCs wurden häufiger auf dem Bildschirm, aber ich würde sagen, dass sie dennoch auf eine glaubwürdige Art und Weise benutzt wurden. Aber ich muss zugeben, dass ich nicht viele &#8220;real world&#8221;-Serien zu der Zeit geguckt habe, meine Erinnerungen also nicht verlässlich sind. In der zweiten Hälfte der letzten Dekade wurden die PCs dann üblicher und sie begannen, Internetverbindung zu haben. Auch &#8220;normale&#8221; Charaktere fingen an, Handys zu haben. So hackt zum Beispiel Willow in der Pilotfolge von <em>Buffy the Vampire Slayer</em> ins Stadtarchiv, um sich die Blaupausen des Abwassersystems zu besorgen. Dieses Szenario schreit mich jetzt nicht an &#8220;Wie unrealistisch!&#8221;. Viele Hacker sind jung und Netzsicherheit war damals noch nicht das überragende Thema.</p>
<p>Die größten Schnitzer in Bezug auf Computertechnologie lieferten sowieso die Filme in diesen Jahren, nicht die Serien. Ich sage nur <em>Hackers</em> und <em>Das Netz</em>. Aber sie wurden zu den Vorlagen. Irgendwie wurde den Autoren der Floh ins Ohr gesetzt, dass Computer alles möglich machen würden.</p>
<p>Und so begann dieses Jahrzehnt. <em>Smallville</em>, <em>Alias</em>, <em>24</em>, <em>CSI</em>, <em>Bones</em>, &#8230; wieder geht die Liste weiter. Computer, Handys, Überwachungskameras, PDAs und nicht zu vergessen die Satelliten wurden zu den Zauberstäben des 21sten Jahrhunderts &#8211; zumindest auf dem Schirm. Plötzlich gab es für alles eine Datenbank. Satelliten konnten Gehirnwellen aus dem Orbit aufspüren. Computer konnten Aufnahmen von Überwachungskameras verbessern und mit Details anreichern, die im Originalmaterial gar nicht da waren. Gesichtserkennungssoftware kann schwuppdiwupp eine Person aufgrund einer schlechten Skizze in einer Datenbank mit 50 Millionen Einträgen finden. Eine Person kann einem Überwachungskamerastream in Echtzeit manipulieren &#8211; von seinem PDA aus! Ein Computer kann gefragt werden, wo es eine bestimmte Art von Sand gibt und er wird es dir auf die Meile genau sagen.</p>
<p>Voodoo und Magie kombiniert könnten nicht die Ergebnisse liefern, die Computer anscheinend liefern können.</p>
<p>Ich habe damit nicht per se ein Problem. Ich habe ein Problem damit, wenn es mit gutem Geschichtenerzählen interferiert. Der Computer hat sich in eine Deus-Ex Machina verwandelt. Wann immer Autoren sich selbst in eine Ecke geschrieben haben, aus der sie nicht mehr durch gutes Erzählen heraus kommen, entscheiden sie sich nicht, den Teil umzuschreiben, der sie in die ecke geführt hat. Nein, der Eckcharakter geht entweder selbst an den Computer oder ruft jemanden an, der vor dem Computer sitzt. &#8220;Hey Jane, ich bin&#8217;s, John. Könntest du bitte in die örtlichen Pizzerien um die 10te Straße herum hacken und nach Bestellungen suchen, die keinen Käse wollen, weil der Böse Laktose-intolerant ist?&#8221; &#8211; &#8220;Kein Problem, gib mir vier Minuten.&#8221; (3,14159 Minuten später) &#8220;Ich hab&#8217;s. &#8216;Joey&#8217;s Pizza&#8217; hatte keinen Internetanschluss, aber die Satellitenradiofrequenzüberwachung dieser Gegend hat angezeigt, dass das WLAN an war. Ich hab mich in das Handy eines Typen im Café gegenüber gehackt, sein Bluetooth aktiviert und mich mit dem Notebook eines Typen in der Pizzeria verbunden. Von dort aus habe ich einen WLAN-Port aufgemacht und bin in das System gekommen. Der Typ, den du suchst, bestellt immer Salamipizza, welche nach 10te Straße Nummer 4711 geliefert wird. Ich hab mich in die Verkehrsüberwachung gehackt und sehe ihn jetzt am Fenster sitzen &#8230;.&#8221; *facepalm*</p>
<p>Sie versuchen auch gar nicht mehr, diese Absurdität zu verstecken. Wenn Marshall (<em>Alias</em>) oder Chloe (<em>24</em>) eine Spracherkennungslügendetektor fürs Handy in 20 Minuten schreiben (nicht 20 Serienminuten, sondern in-Universe-Minuten) dann ist das nicht mal mehr außergewöhnlich, sondern ein ganz normaler Tag im Büro.</p>
<p>So sehr mir die Serien auch gefallen, solche Sachen reißen mich immer aus der Geschichte heraus und zerstören meine Verbindung mit der &#8220;Realität der Serie&#8221;. Ich kann die Serie dann in dem Bezug auch nicht mehr ernst nehmen und das reduziert mein Vergnügen und ich sage mir, dass es doch einen Weg geben muss, eine spannende Geschichte zu schreiben, ohne alle zwei Minuten einen Hasen aus dem Hut zu zaubern. Warum sollte man sich um den tatsächlichen Mord in <em>Bones</em> scheren, wenn der Fall doch eh mit Technologie gelöst wird, die es gar nicht gibt? Sie könnten einen Haufen Asche finden und Angela wäre dennoch in der Lage, das Gesicht zu rekonstruieren und zu zeigen, wo die Kugel durch den Arm ging und die Arterie zerrissen hat. Und Bugboy Jack würde Kies in der Asche finden, die beweist, dass der Mord 2,71828 Meilen nordnordöstlich vom Fundort der Überreste stattfand, was wiederum unweigerlich zum Täter führt.</p>
<p>Das ist der Grund, warum ich oftmals Science-Fiction-Serien bevorzuge. Die geben wenigstens nicht vor, dass es real wäre, was sie zeigen. Dort ist es &#8220;What You See Is What You Get&#8221;. Ein Autor hat ein Stück Technobabble erfunden und es kann benutzt werden, wie ihm grad lustig ist. &#8220;Und wie funktioniert der Heisenberg-Kompensator?&#8221; &#8211; &#8220;Er funktioniert sehr gut, danke.&#8221;</p>
<p>Was ich also zu sagen versuche, ist, dass die Autoren vielleicht mehr &#8220;rückwärts&#8221; denken sollten. Geht ans Ende und denkt darüber nach, wie der Charakter glaubwürdig dahin gekommen ist. Ja, manchmal darf man Technologie einsetzen und manchmal darf sie sogar ein wenig unrealistisch sein. Aber benutzt sie bitte nicht als Schweitzer Taschenmesser, um damit jedes Problem zu lösen, auf das euer Charakter trifft. Vertraut mir, der Zuschauer wird es zu schätzen wissen.</p>
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		<title>Gute Serien und deutsches TV &#8211; Ein Widerspruch in sich?</title>
		<link>http://doena-journal.net/251/gute-serien-und-deutsches-tv-ein-widerspruch-in-sich</link>
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		<pubDate>Sun, 26 Jul 2009 17:55:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>DJ Doena</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Werden gute Serien jemals wieder eine vernünftige Chance auf dem deutschen TV-Markt haben?
Um es gleich einzuschränken: Wenn ich von guten Serien rede, meine ich amerikanische und/oder britische Serien. Das liegt daran, dass ich Serien aus anderen Ländern schlicht nicht kenne und nicht, dass diese Länder keine guten Serien machen würden. Außer Deutschland, es gibt keine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Werden gute Serien jemals wieder eine vernünftige Chance auf dem deutschen TV-Markt haben?</p>
<p>Um es gleich einzuschränken: Wenn ich von guten Serien rede, meine ich amerikanische und/oder britische Serien. Das liegt daran, dass ich Serien aus anderen Ländern schlicht nicht kenne und nicht, dass diese Länder keine guten Serien machen würden. Außer Deutschland, es gibt keine guten Serien aus Deutschland. Punkt.</p>
<p>Bei den Serien, die aus den USA und dem Königreich kommen, muss man in zwei Kategorien unterscheiden: <a href="http://www.serienjunkies.de/news/serienformate-procedural-17559.html"><em>Procedurals</em> und <em>Serials</em></a>.</p>
<p>Procedurals sind Serien, deren Folgen einem relativ gleichmäßigen Schema folgen und die man in einer fast losen Reihenfolge gucken kann und bei denen es auch nichts ausmacht, wenn man mal eine oder mehrere Folgen verpasst. Während meiner TV-Kindheit waren das Serien wie <em>Knight Rider</em>, <em>Airwolf</em>, <em>Das A-Team</em> und <em>MacGyver</em>. Heutzutage sind es <em>CSI</em> und seine Klone, <em>Law &amp; Order</em> und <em>Doctor Who</em>.</p>
<p>Serials hingegen sind Serien, die eine fortlaufende Geschichte erzählen, wo es relevant ist, jede Folge (mehr als einmal) zu sehen, um die großen Zusammenhänge zu verstehen und den Überblick zu behalten. Zu diesen Serien gehören (natürlich) <em>LOST</em>, <em>Battlestar Galactica</em>, <em>Heroes</em>, <em>True Blood</em> und natürlich <em>24</em>.</p>
<p>Und dann gibt es natürlich noch die Mischformen, in denen mal die eine, mal die andere Komponente überwiegt. Hierzu gehören unter anderem <em>Dr. House</em>, <em>Supernatural</em> und <em>Veronica Mars</em>.</p>
<p>Am einfachsten auf dem deutschen Markt scheinen es Procedurals zu haben, dann kommen die Mischformen und die Serials gehen meistens gnadenlos unter. Doch warum ist das so? Wenn ihr mich fragt, dann würde ich das polemisch so ausdrücken: <strong>Die Deutschen sind zu faul, die Sender und das Internet sind schuld.</strong></p>
<p><span id="more-251"></span><br />
Einer Procedural-Serie zu folgen ist nicht wirklich anstrengend. Man guckt eine oder zwei Folgen, hat das Grundprinzip verstanden und wenn man in zwei Monaten wieder einschaltet, ist immer noch alles beim alten und man kann problemlos wieder einsteigen. Man braucht auch nicht großartig drüber nachdenken. Alles was relevant für die Folge ist, wird in dieser Folge aufgegriffen, erklärt und aufgelöst. Wie ein Spielfilm, nur eben eingedampft. Man schaltet ein, lässt sich 42 Minuten unterhalten und schaltet wieder aus. Die Serie stellt keine Anforderungen an den Zuschauer und dieser nicht an sich.</p>
<p>Bei den Mischformen wird es da schon schwieriger. Hier wird nicht nur der Fall der Woche (<em>Dr. House</em>) oder der Dämon der Woche (<em>Supernatural</em>) behandelt, sondern die Charaktere entwickeln sic auch von Folge zu Folge weiter und es gibt übergreifende Geschichten (<em>Arcs</em>), die nur zu verstehen sind, wenn man die zurückliegenden Folgen (in variierender Quantität) ebenfalls gesehen hat. Man muss also schon mal <em>jede</em> Woche einschalten und man muss sich auch noch daran erinnern, was so ungefähr passiert ist.</p>
<p>Bei den Serials wird es dann ganz haarig. Zwar bieten die meisten ein &#8220;Was bisher geschah&#8221; an, jedoch kann dies nur als Erinnerungsauffrischung funktionieren, nie jedoch als &#8220;Wenn du die Folge verpasst hast, hier eine erklärende Zusammenfassung.&#8221;. Und somit erfordern diese Serien die meiste Bereitschaft des Zuschauers, sich wirklich auf die Handlung einzulassen, sich ggf. zu erinnern, was vor zwei Monaten geschehen ist. Man kann sich nicht mehr einfach nur berieseln lassen, man muss die Serie aktiv verfolgen und darüber nachdenken.</p>
<p>Ironischerweise klappt das bei Seifenopern wie <em>GZSZ</em> oder <em>Marienhof</em> problemlos, da können einem manche Fans problemlos die Beziehungen und Liebesdreiecke aller Hauptcharaktere der letzten 5 Jahre aufzählen. Nicht jedoch bei Serials. Serials gehen in der deutschen Quotenmessung fast immer und fast ausnahmslos baden.</p>
<p>Serials spielen mit der Neugier des Zuschauers: Was passiert als nächstes? Fast jedes Folgenende ist ein Cliffhanger, etwas was Procedurals höchstens mal am Staffelende machen. Der Zuschauer will wissen, was mit seinen Helden als nächstes passiert. Und genau da läuft sein Wissensdurst der Sendepolitik der deutschen TV-Sender zuwider. Zuerst fangen die meisten Serien erst zwei Jahre an, nachdem sie in den USA angelaufen sind. Das heißt, das Netz quillt über mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Spoiler_%28Medien%29">Spoilern</a>, was in den nächsten Jahren geschehen wird. Und dann erfüllen sich die Quoten-Erwartungen der Sender nicht so und die Serie landet auf einem anderen (mitternächtlichen) Sendeplatz, geht in die Zwangspause für ein paar Wochen oder wird gar ganz abgesetzt.</p>
<p>Wenn der Zuschauer schon so viel &#8220;Arbeit&#8221; in seine Serie stecken muss, um am Ball zu bleiben, dann ist es nur noch ein sehr kleiner Schritt, sich die Folge direkt nach US-Ausstrahlung aus dem Netz zu holen. Zwei Stunden nach Ausstrahlung ist der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/BitTorrent">Torrent</a> verfügbar, wenig später kommen die von anderen Benutzern hergestellten englischen Untertitel und nach einer Woche gibt&#8217;s es dann meistens sogar deutsche Untertitel. Auf einer 16.000er DSL-Leitung dauert es inzwischen nicht mal mehr 20 Minuten, um eine 350 Megabyte-Serienfolge herunterzuladen, nachdem sie bereits 24h online ist. Man kann ganze Serienstaffeln problemlos in 3 Tagen saugen, auch wenn die bereits einige Jahre alt ist und nur noch wenige <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/BitTorrent_%28Protokoll%29#Tracker">Seeder</a> die Dateien anbieten. Wenn aber die Zuschauer ins Internet abwandern, brechen die Quoten bei den TV-Sendern ein, was sie veranlasst, die Serials abzusetzen oder zu verlagern, was wiederum die Zuschauer dazu bringt, &#8230; &#8220;Ein Teufelskreis&#8221; wie <em>T.V. Kaiser</em> sagen würde.</p>
<p>Was dann bleibt, sind die immer gleichen Procedurals, wo man alle kennt, wenn man eine kennt und dann noch der Bodensatz der TV-&#8221;Unterhaltung&#8221;: Kochshows, Heimwerker-Shows, Kindererziehungs-Shows, Dschungel-Shows und  Superstar-Shows, also alles Sachen, bei denen man nun gar nicht mehr nachdenken muss, sondern eher noch Gehirnzellen verliert, wenn man sie sich anschaut.</p>
<p>Den Teufelskreis können die TV-Sender also nur unterbrechen, wenn sie die Zuschauer zurückholen, die sie ans Internet verloren haben. Wie? Ausstrahlung zeitnah (heißt Tage oder Wochen, nicht Jahre nach der US-Ausstrahlung), und dann am Besten noch im O-Ton mit Untertiteln. Sonst wird in nicht allzu ferner Zukunft der Tag kommen, wo man US-Serien im Web ganz legal gucken kann &#8211; ohne Torrent, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/VPN-Tunnel">VPN-Tunnel</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Webproxy">US-Webproxies</a>. Und dann werden die deutschen Sender ihr engagiertes (und in der Regel auch besserverdienendes) Publikum endgültig verloren haben. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/VPN-Tunnel"><br />
</a></p>
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