Month: October 2006

Kill Bill Vol. 1: Japan Cut

Kill Bill Vol. 1: Japan Cut

So, meine Japan-Edition von Kill Bill: Vol. 1 ist erfolgreich durch den Zoll durchgekommen und trotz seiner Zollpflichtigkeit und seiner ordentlichen Deklaration wurden mir keine weiteren Gebühren auferlegt. Auch recht.

Gleich natürlich erstmal angeguckt. Viele Änderungen sind so marginal, dass man von ihnen eigentlich nichts mitbekommt. Einzig der zweite abgeschnittene Arm von Sophie am Ende des Films sticht heraus.

Dies gilt natürlich nicht für die Sequenz, die in der euroamerikanischen Variante schwarz/weiß ist. Die Asiaten (und alle Importeure) bekommen hier eine durchgehend kolorierte Version zu sehen. Meiner Meinung nach macht das den Film noch einen Tick runder. Natürlich sind die Szenen blutig, aber das sind viele andere Szenen in dem Film auch.

Was der Japan Cut auf keinen Fall ist, ist so eine Art “Extended Edition”. Ich finde den Film in beiden Versionen gut, musste aber den Japan Cut einfach haben, um meinen Wissensdurst zu stillen.

Aber ein Nachteil dieser Edition soll auch nicht verschwiegen werden. Es gibt die Untertitel englisch und japanisch. Es gibt jedoch keine Untertitelspur, die sich dazuschaltet, wenn man die englische Tonspur wählt und die Leute anfangen, japanisch zu reden. Wozu auch, ist ja bei einer Edition mit dem Zielmarkt Japan auch relativ witzlos. Das bedeutet für uns Westler aber auch, immer die englischen Subs manuell einzuschalten, sobald die Leute japanisch reden.

Alternativ versteht man entweder nichts oder man kennt den Film eh in- und auswendig, so dass man das Japanische bereits mitsprechen kann.

Lords of Kobol, hear my prayer!

Lords of Kobol, hear my prayer!

Das war er also, der große Season 3-Auftakt von Battlestar Galactica.

Nachdem man uns ja ziemlich schockiert zurückgelassen hat mit dem Ende der Season 2, zeigten die Webisodes, dass sich auf New Caprica sowohl Widerstand gebildet hatte, als auch, dass die Zylonen mit Kollaborateuren zusammenarbeiten und eine New Caprica Police (NCP) gebildet haben.
Und so wurde man auch gleich mit der neuen Staffel mitten ins Geschehen geworfen (134. Tag der Okkupation) und wie jede “gute” Besatzungsmacht verhaften auch die Zylonen willkürlich Personen, die sie dem Widerstand zuordnen. Das Dumme daran, wenn man mit Kollaborateuren zusammenarbeitet, ist jedoch, dass man sich auch faule Eier ins Nest holen kann und genau dass passiert, als einer der Widerständler in die NCP eingeschleust wird und dort mittels Selbstmordattentat 34 Polizisten tötet.

Ja, du hast richtig gelesen, in einer amerikanischen TV-Serie werden Selbstmordattentate propagiert um einer fremden Besatzungsmacht und eigenen Kollaborateuren personelle Verluste zuzufügen und Furcht zu sähen. OK, in der Folge wird über die moralischen Implikationen diskutiert und die Moralinkarnation der Serie (Laura Roslin) besteht natürlich drauf, so etwas zu unterlassen, aber Tigh sieht keinen Unterschied darin, Menschen in einer Viper auf eine Selbstmordmission zu schicken oder mit einem Sprengstoffgürtel in eine Menschenmenge.

Auch das Ende der Folge versprach eine interessante Entwicklung, insbesondere der Teil mit den Gefangenen. Natürlich ist klar – aufgrund der Zusammensetzung der Gruppe – das nichts so ist, wie es scheint, aber dummerweise zerstört der Seasontrailer direkt nach der Folge auch die klitzekleinste Möglichkeit, dass es doch so sein könnte. Wenn man also nicht schnell genug abgeschaltet hatte, bekam man wieder einen ungewollten Ausblick auf dass, was kommen wird.

Dennoch war der Beginn eine sehr interessante Angelegenheit und das Jahr verspricht, spannend zu werden.

A line must be drawn here

A line must be drawn here

Von den 581 DVDs, die ich besitze, sind 160 ungesehen. OK, ungesehen meint nicht, dass ich den Film oder die Serie noch nicht kenne. Es meint nur, dass ich die DVD noch nicht angeguckt habe.

Von diesen 160 ungesehenen sind 113 Filme, sowie 47 Serien-Boxen, viele davon wiederum ganze Staffeln.

Am heutigen 7. Oktober habe ich beschlossen, keine neuen DVDs mehr zu kaufen, bevor dieser Rückstand nicht eklatant aufgeholt ist. Dies hat zwei Vorteile.

  1. Was für einen Sinn hat es, DVDs ungesehen im Schrank stehen zu haben?
  2. Was ich heute oder morgen nicht kaufe, ist übermorgen preiswerter zu haben.

Wer meine Sammlung sehen will, hier sind Bilder.

Ich hoffe, ich halte das durch…..

Kleine Döner-Kunde

Kleine Döner-Kunde

Schon mal etwas verzweifelt in der Döner-Bude gestanden und nicht gewusst was man bestellen soll? Hier ein kleines Döner-Lexikon:

Döner: bedeutet erstmal nix weiter als drehend, sich drehend.

Kebap: ist das Grillfleisch. Ein Döner Kebap ist also sich drehendes Grillfleisch.

Dürüm: beschreibt nur die Art der “Verpackung”. Dürüm meint (ein-)gerollt. Ein Dürüm Döner ist also ein sich drehendes Grillfleisch, welches eingerollt wird.

Lahmaçun: ist die türkische Pizza. Sie wird aus Pide gemacht und mit Hackfleisch, Tomaten und Zwiebeln bedeckt. Eigentlich ißt man sie offen, wie eine italienische Pizza. Es gibt aber auch Regionen in Deutschland, wo sie wie ein Döner Kebap gefüllt und als Dürüm verpackt wird.

Yufka: ist ein dünner Fladenteig von der Größe einer Pizza. Dort werden die üblichen Döner Kebap-Zutaten hineingefüllt und als Dürüm verpackt.

Pide: ist ein dickerer Fladenteig, der u.a. für die Herstellung von Lahmaçun benötigt wird.

Und hier noch ein kleines Späßerl: Das Döner-Pokement. 😉

Raubkopierer sind Verbrecher!

Raubkopierer sind Verbrecher!

So wird es uns seit Jahren eingeimpft. Die MAFIA (Music and Film Industry Association) macht in ihren Drohgebärden ausnahmlos keinen Unterschied, ob es sich um private Kopien unter Freunden oder gewerbliche Kopien für den Verkauf handelt. Jeder ist der Feind, an erster Stelle derjenige, der gerade eine Original-DVD käuflich(!) erworben hat, er darf sich gleich noch vor dem Film anhören, was man alles mit ihm anstellen wird.

Aber was genau ist ein Raubkopierer? Ein Raubkopierer ist eine Person oder eine Organisation, die ohne Zustimmung des Urhebers eines urheberrechtlich geschützen Werkes weitere Kopien anfertigt und diese ebenfalls ohne Genehmigung einem größeren Kreis zugänglich macht.

Da ist es ja dann umheimlich praktisch, wenn man sich nicht Raubkopierer nennt, sondern viel offizieller, nämlich “Verlag“.

Aber lest selber.

Das ist wie mit dem Mörder, der dem Opfer hinterher ruft “Haltet den Dieb!”, weil dieser noch das Messer im Rücken hat.

Kill Bill Vol. 1: Das Massaker

Kill Bill Vol. 1: Das Massaker

Da war es nun, Kill Bill Vol. 1 wurde auf Pro 7 ausgestrahlt.

Da die Sendung bereits um 22:00 begann, war nach deutschem Recht nur eine Freigabe ab 16 Jahren möglich – für “ab 18” hätte nicht vor 23:00 gesendet werden dürfen.

Jeder, der sich über diesen Film informiert hat, dürfte wissen, dass er eine einzige große – wenn auch genial inszenierte – Splatterorgie ist. Wahrscheinlich hätte er nicht einmal um 23:00 völlig ungeschnitten gezeigt werden dürfen, ihn aber mutwillig noch früher zu bringen, ist unverständlich.

So gingen dann auch sämtliche Nahaufnahmen chirurgischer Amputationen verloren. Bedauerlicherweise – und hier muss ich dem Bericht auf Schittberichte.com widersprec hen – machte die Musik an den Schnittstellen hörbare Sprünge. Für einen O-Ton-Gucker wie mich waren auch die deutschen Stimmen gewöhnungsbedürftig, aber wenigstens hat man die Stellen, in denen japanisch gesprochen wird, auch so belassen – auch das hat man ja bei der Eindeutschung schon anders erlebt.

Ingesamt hatte ich aber das Gefühl, der Film wirkte härter als auf DVD, gerade auch, weil die blutigsten Szenen im Film absurd überzeichnet sind (z.B. die Enthauptung von Boss Tanaka). Genau diese Überzeichnung fiel aber der Schere zum Opfer.

Einen genauen Schnittbericht findet ihr hier.

Nachtrag: Pro 7 hat doch eine Freigabe ab 18 Jahren erhalten. Dennoch war der Film wie oben geschnitten und meine Kritik bleibt.